Einleitung

Der Mensch setzt seine wachsenden technischen Möglichkeiten ein, um Natur, Landschaft und Umwelt nach seinen Vorstellungen zu gestalten und zu verändern. Eingriffe in die Natur haben in den letzten Jahrzehnten weltweit kontinuierlich zugenommen. Als Folge haben sich die Lebensräume vieler Pflanzen und Tiere dauerhaft verändert, oftmals wurden sie zerstört. Vor allem der Bau von Straßen, Wegen, Eisenbahnlinien und Gebäuden, aber auch die großflächige Rodung von Wäldern führen zur Zerstörung natürlicher Lebensräume.

Eingriffe in die Umwelt sind vielfältig: Beispiel Treibhausgase

Der vom Menschen durch den Ausstoß von Treibhausgasen ausgelöste Klimawandel führt zur globalen Erwärmung, die Luft- und Wassertemperaturen ansteigen lässt – und die Umwelt verändert. Zu den Treibhausgasen zählen Kohlenstoffdioxid, Methan oder Lachgas.

Eine Folge der Erwärmung: Wegen der steigenden Wassertemperaturen sterben viele Korallenriffe ab. Oftmals werden diese auch zerstört, um etwa Rohstoffe für den Bau von Häusern zu gewinnen. Auch der Ausbau von Gewässern und Wasserstraßen oder der Bau von Wasserkraftwerken führt zu massiven Veränderungen der natürlichen Lebensräume. Sie wirken sich ebenfalls negativ auf die natürlichen Lebensräume aus. Gleiches gilt für den Abbau von Kies, Sand, Ton oder Gestein. Auch die Umweltverschmutzung – zum Beispiel durch ungeklärte Industrieabwässer – trägt zur Veränderung oder Zerstörung von Naturlandschaften bei.

Umweltzerstörung fängt im Kleinen an

Vielfach fangen die Eingriffe des Menschen in Natur und Umwelt bereits im Kleinen an – mit großen Auswirkungen für Pflanzen und Tiere: So nimmt beispielsweise die Beseitigung Bäumen, Hecken und Tümpeln Tieren und Pflanzen ihre Lebens- und Rückzugsräume. Viele Arten sind deswegen bereits ausgestorben oder sie werden in den kommenden Jahren oder Jahrzehnten aussterben. Dieser Effekt verstärkt sich derzeit vor allem durch das kontinuierliche Wachstum der Weltbevölkerung, die immer mehr Lebensraum beansprucht und Bedarf an landwirtschaftlichen Nutzflächen hat.

Umwelt: Biodiversität in Gefahr

Die natürlichen Lebensräume vieler Pflanzen- und Tierarten werden deswegen zunehmend zurückgedrängt. Die weltweite Zerstörung der tropischen Regenwälder ist nur ein Beispiel – mit dramatischen Folgen für die Vielfalt an Pflanzen- oder Tierarten und Ökosystemen. Viele sterben unwiederbringlich aus und die biologische Vielfalt, die Biodiversität, nimmt ab. Die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Umwelt zählt zu den wichtigsten Herausforderungen, der sich die Menschen stellen müssen. Die Zerstörung und Zerstückelung von Lebensräumen ist derzeit die größte Gefahr für die biologische Vielfalt.

Eutrophierung: zu viele Nährstoffe sind schädlich für die Umwelt

Doch es gibt noch viele andere Faktoren, die in den natürlichen Kreislauf eingreifen. So kann die Eutrophierung von Gewässern zu Schäden in der Umwelt führen. Unter Eutrophierung versteht man die unerwünschte, schädliche Anreicherung von Pflanzennährstoffen im Wasser. Sie führt zu übermäßigen Pflanzen- und Algenwachstum und stört das ökologische Gleichgewicht.

Es handelt sich hierbei um einen vom Menschen verursachten Effekt: Nitrat- und Phosphathaltiger Dünger aus der Landwirtschaft und nährstoffhaltige Abwässer werden in die Gewässer gespült und führen dort zur Überdüngung von Pflanzen und Algen. Das übermäßige Wachstum kann zu Veränderungen der Artenzusammensetzung führen. Zudem kann der Sauerstoffgehalt derart absinken, dass im Wasser lebende Fische ersticken.

Gewässerverschmutzung durch Düngung Abbildung: Gewässernverschmutzung durch Düngung

Umweltschutz: Boden-, Wasser-, Luft- und Klimaschutz

Vor dem Hintergrund der vielfältigen Ursachen von Natur- und Umweltzerstörung kommt dem Umweltschutz heute eine besondere Bedeutung zu, um die Natur und die Lebensgrundlagen des Menschen für kommende Generationen zu bewahren. Der Umweltschutz sollte zudem Beeinträchtigungen oder Schäden beheben, die bereits durch den Menschen verursacht wurden. Das Augenmerk des Umweltschutzes richtet sich dabei auf die einzelnen Teilbereiche wie Boden-, Wasser-, Luft- und Klimaschutz. Er konzentriert sich aber auch auf den Erhalt und den Schutz ganzer Lebensräume sowie deren Wechselwirkungen. Erfolgreicher Umweltschutz ist zugleich aktiver Artenschutz, denn eine intakte Umwelt ist die Voraussetzung für Leben und biologische Vielfalt.