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Textsorte: Schwank und Kalendergeschichte

Der Schwank und die Kalendergeschichte sind Kurzformen epischer Texte. Beide Textarten handeln von kurzen und komischen Erzählungen, die den Leser und die Leserinnen unterhalten und belehren sollen.

Inhaltsverzeichnis zum Thema

Schwank und Kalendergeschichte – Kleinformen erzählender Literatur

Viele Textarten erzählender Literatur sind dir sicher schon bekannt. Hierzu zählen zum Beispiel die Kurzgeschichte, der Roman, die Novelle und das Märchen. An der Vielfalt der erzählenden Literatur kannst du bereits erkennen, dass epische Texte sehr vielseitig sind und viele gemeinsame, aber auch unterschiedliche Merkmale aufweisen können. Auch der Schwank und die Kalendergeschichte sind Textarten erzählender Literatur. Sie werden zu den Kleinformen der Epik gezählt, da die Kürze der Textarten ein wesentliches Merkmal ist. Andere Kleinformen der Epik sind zum Beispiel das Märchen, die Anekdote und die Fabel.

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Der Schwank

Der Schwank ist eine kurze, unterhaltende Erzählung, die von einer komischen Situation berichtet und aufgrund seines Aufbaus mit der Anekdote vergleichbar ist. Das wichtigste Merkmal und gleichzeitig auch der größte Unterschied zur Anekdote ist, dass die Komik des Schwanks aus der Situation entsteht – meist durch die Begegnung von zwei Figuren, von denen eine der anderen überlegen ist. Oft handelt ein Schwank aber auch von bekannten literarischen Figuren, wie den Schildbürgern oder Till Eulenspiegel. Auch die Handlung eines Schwanks ist sehr überschaubar: Sie verläuft sehr direkt und schnell, ohne komplexe Nebenhandlungen einzuschlagen.

Schwank und die Kalendergeschichte

Die Kalendergeschichte

Die Kalendergeschichte verdankt ihre Bezeichnung der Tatsache, dass die erzählenden Texte ursprünglich in Kalendern zu finden waren. Denn zur damaligen Zeit war es nicht untypisch, dass in den meisten Haushalten nur die Bibel und eben der Kalender als einziges Lesematerial zur Verfügung standen. Die kurzen Kalendergeschichten, die nur eine Kalenderseite füllen sollten, dienten der Unterhaltung und der Belehrung. Sie handelten von merkwürdigen und witzigen, aber trotzdem zum Nachdenken anregenden Geschichten aus dem alltäglichen Leben. Johann Peter Hebel ist der bekannteste Kalendergeschichtenschreiber. Später hat auch Bertolt Brecht die Tradition der Kalendergeschichte aufgegriffen. Seine Geschichten wurden jedoch nicht in Kalendern, sondern in Buchform veröffentlicht. Wichtige Kalendergeschichten sind unter anderem „Unverhofftes Wiedersehen“ aus der Sammlung „Das Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes“ (1811) von Johann Peter Hebel und „Der hilflose Knabe“ aus Brechts „Kalendergeschichten“ (1949).