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Die Romantik - Einführung

Woran denkst du, wenn du den Begriff „Romantik" hörst? An Kerzenlicht und Sonnenuntergänge? An rote Herzen und Schmetterlinge im Bauch? Du wirst gleich sehen, dass sich der Begriff enorm gewandelt hat! Die Romantik ist eine literarische Epoche, die in der Zeit von ca. 1795 – 1848 verortet werden kann. Der Begriff entspringt aus den altfranzösischen Wörtern roman, romant, romanz, welche Werke bezeichnen, die nicht in Latein, sondern in der Volkssprache verfasst wurden. Die Romantiker wandten sich somit von dem Vorbild der Antike ab und der Sprache ihres Volkes zu. Dem Dichter wurde zudem die Aufgabe zuteil, die Welt zu romantisieren, also als geheimnisvoll darzustellen.

Zeitgeschichtliche Einordnung der Romantik

Der Romantik vorausgegangen waren die Epochen der Weimarer Klassik und der Aufklärung. Die Romantiker lehnten sowohl die Lebenswirklichkeit der Aufklärer als auch die erzieherischen Intentionen der Klassik entschieden ab.

Zeitstrahl

Die Zeit zwischen dem Ende des 18. und der Mitte des 19. Jahrhunderts war für die Menschen in Europa von Umbrüchen geprägt. Die Französische Revolution (1789) zog weitreichende Folgen für ganz Europa nach sich. Auch der Fortschritt in Wissenschaft und Technik, der den Beginn des industriellen Zeitalters einläutete, verunsicherte die Menschen.

Trister Alltag

Die Welt, die sich durch die einsetzende Industrialisierung und Verstädterung mehr und mehr veränderte, wurde von den Romantikern als kalt und grau empfunden. Sie kritisieren die Gesellschaft, die sie als zunehmend auf Gewinn und bloßes naturwissenschaftliches Nützlichkeitsdenken fixiert ansahen. In ihrem Verständnis war die Welt zerrissen: Einerseits gab es die Welt der Vernunft, andererseits die des Gefühls. So strebten die Dichter der Romantik danach, diesen Riss zu heilen und somit der entzauberten Welt mit ihrem Wort neuen Zauber zu verleihen.

Weltanschauung und Motive

Um der gefühlskalten, aufgeklärten Welt, die keine Geheimnisse mehr kannte, zu entkommen, flüchteten sich die Romantiker in Mystizismus und Phantasie. Vor dem Hintergrund ihrer Weltflucht wandten sich die Autoren der Romantik wieder verstärkt Märchen, Sagen und Volksliedern zu. Zudem verehrten sie das Mittelalter und die Schönheit der Natur.

Ihr angestrebtes Ideal war deshalb eine Universalpoesie, also eine Dichtung, in der Wissenschaft, Religion, Dichtung präsent sind und die Gattungen (Epik, Lyrik, Dramatik) über die Grenzen hinaus miteinander verbunden sind. Statt also starre Gattungsgrenzen vorzugeben, sollte die romantische Literatur weltoffen und ewig unvollendet sein.

Das vielleicht bekannteste Motiv der Romantik ist das der Sehnsucht. Die Sehnsucht wurde in der Epoche der Romantik durch die blaue Blume symbolisiert, welche vom Schriftsteller und Dichter Novalis erstmalig aufgegriffen wurde.

Blaue Blume der Romantik

Andere Motive sind das Fernweh, die Todessehnsucht oder das Nachtmotiv. Gerade Letzteres war für viele Dichter besonders wichtig, so symbolisierte die Nacht nicht nur die Dunkelheit, sondern auch das Mysteriöse, Geheimnisvolle und galt als Quelle der Liebe.

Wichtige Autoren und Werke

Grundsätzlich kamen alle drei Gattungen in der Romantik vor. Innerhalb der Epik nahm der Roman die zentrale Stellung ein. Hier versuchte man die Gattungsgrenzen aufzuweichen, sodass das Fragmentarische hervorgehoben wurde. So wurden Romane zunehmend mit anderen Formen, wie Liedern und Versen, durchmischt. Auch erfuhren Erzählungen, Novellen und Märchen eine neue Beliebtheit. Zu den wichtigsten Werken gehören dabei:

Dramen waren in der Epoche der Romantik weniger bedeutend. Es war vor allem die Lyrik, die die Romantik am stärksten beeinflusste:

  • In Novalis „Hymnen an die Nacht“ (1800) wird die ganze Sehnsuchts- und Todesthematik besonders deutlich.
  • Auch das Gedicht „Sehnsucht" von Joseph von Eichendorff verdeutlicht neben der unerfüllten Sehnsucht zugleich das Fernweh und die Schönheit der Natur.

Bedeutende Werke: „Der Sandmann“

In der schwarzen Romantik, einer Unterströmung der Romantik, trat zum ersten Mal der sogenannte Schauerroman in Erscheinung. Von England aus verlief sein Siegeszug bis nach Deutschland. Zentrale Motive waren das Unheimliche der menschlichen Psyche sowie die Faszination am Bösen.

Einer der bekanntesten Vertreter der schwarzen Romantik war der Schriftsteller E.T.A. Hoffmann. Seine Erzählungen „Das Fräulein von Scuderi“ und „Der Sandmann“ enthalten alle Elemente einer Schauererzählung. Im Werk „Der Sandmann“ werden das Schöne und Makellose durch das Schreckliche und Wundersame ersetzt. So liebt der Protagonist Nathanael nicht seine Verlobte Clara, sondern eine Holzpuppe mit Namen Olimpia. Die Erzählung bricht mit den Idealen der Romantik, wie der Idee nach der wahren Liebe oder der Sehnsucht nach einer besseren Welt.

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