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Stoa Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Stoa kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib an, welche Aussagen über die Stoa richtig sind.

    Tipps

    Als Wiege der europäischen Philosophie wird häufig das alte Griechenland genannt.

    Platon und Aristoteles beeinflussten die stoische Philosophie.

    Die Stoa entwickelte sich zur Zeit des Hellenismus, einer Phase der kulturellen Blüte, aber auch der historischen Umbrüche.

    Stoiker waren skeptisch gegenüber jeglichen Gefühlen. Sie behaupteten, dass die von Affekten befreite Seelenruhe der glücklichste Zustand sei.

    Lösung

    Die Stoa wurde in der Zeit des Hellenismus in Athen (Griechenland) gegründet, einer unruhigen Zeit, in der die Stadtstaaten an Bedeutung verloren.

    Ihr erster Vertreter war Zenon von Kition. Er gilt als Musterbeispiel für einen Stoiker: wortkarg, düster und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Deshalb spricht man auch heute noch von „stoischer Ruhe“.

    Er hielt sich mit seinen Schülern in der stoa poikile auf, einer bemalten Säulenhalle, der seine Lehre ihren Namen verdankt.

    Sie bestand mehrere hundert Jahre und fand nicht nur in Griechenland, sondern auch in Rom Anhänger, wie etwa den Kaiser Marc Aurel.

  • Definiere die zentralen Begriffe der stoischen Philosophie.

    Tipps

    Unser Wort logisch leitet sich vom Begriff logos ab. Logisch ist etwas, wenn man alles durchblickt!

    pathos heißt auf Griechisch: Leidenschaft. A-pathie bedeutet dann: ...

    Autark ist man, wenn man etwas für sich allein tut, ohne auf etwas angewiesen zu sein.

    Lösung

    Die sechs Begriffe logos, providentia, Apathie, Autarkie, tranquillitas animi und eudaimonia hängen eng miteinander zusammen.

    Der Logos ist die göttliche Vernunft, die alles durchdringt und regelt. Er sieht alles vorher und bestimmt das Leben der Menschen und den Ablauf aller Dinge. Diese Vorherbestimmung nennt man providentia.

    Nach den Stoikern darf man sich nur nach dem Logos richten und nicht seinen Trieben und Leidenschaften nachgeben. Nur dann erreicht man die Apathie - die Leidenschaftslosigkeit - und die Autarkie, die Freiheit von allen äußeren Dingen.

    Wer die Autarkie besitzt, den interessieren weltliche Dinge, wie Geld oder Macht, nicht mehr. Er hat den Zustand der Seelenruhe erreicht - der tranquillitas animi.

    Diesen Zustand beschreiben die Stoiker als eudaimonia - das höchste Glück.

  • Entscheide, welche Aussagen von einem Stoiker stammen könnten.

    Tipps

    Denk daran, was den Stoikern wichtig war und was nicht!

    Prüfe, ob die Aussagen zur Lehre der Stoiker passen. Manchmal musst du um die Ecke denken!

    Denke an die stoischen Begriffe Apathie und Autarkie!

    Lösung

    Die Aussagen stammen natürlich von keinem echten Stoiker. Aber so oder ähnlich könnte ein stoischer Philosoph wie Zenon geantwortet haben, wenn man ihn gefragt hätte:

    • Geld, Reichtum und Macht bedeuten den Stoikern nichts.
    • Auch andere weltliche Dinge, selbst Krankheit und der Tod, sind ihnen egal - denn wer sich von ihnen beeinflussen lässt, gefährdet seine Seelenruhe und damit sein Glück.
    • Die zentralen Begriffe sind Autarkie und Apathie - Leidenschaftslosigkeit und Unabhängigkeit von allen Begierden und Ängsten.
  • Ordne die Zitate des Philosophen Seneca den passenden Begriffen zu.

    Tipps

    Überlege zunächst noch einmal, was die Begriffe auf der rechten Seite bedeuten.

    Gehe dann einzeln die Zitate durch und prüfe bei jedem, um welchen Begriff es gehen könnte. Ordne ihn dann dem Zitat zu.

    Lösung

    Im Zitat „Glücklich ist, wer den Morgen ohne Unruhe erwartet.“ geht es um die Seelenruhe (tranquillitas animi). Nur wer den weltlichen Vergnügen und Begierden entsagt, wird sie laut Stoa erreichen.

    Diese Haltung nennt man Apathie. Sie ist in folgendem Zitat ausgedrückt: „Den größten Reichtum hat, wer arm an Begierden ist.“ Der Reichtum ist hier übertragen gemeint.

    Die Stoiker fordern darüber hinaus ein aktives Leben - vita activa. Es kommt im Zitat zum Ausdruck: „Nutze tatkräftig jede Stunde.“ Bei Seneca heißt es weiter: „Du musst dich weniger auf Morgen verlassen, wenn du heute schon Hand anlegst.“

    Und schließlich noch providentia - die lebenslange Vorhersehung. Um sie geht es im letzten Zitat: „Das Schicksal führt uns, und wieviel Zeit bleibt, ist schon bei der Geburt bestimmt.“ Die Stoiker glauben, dass die göttliche Macht, der Logos, alles vorherbestimmt hat.

  • Gib an, welche Begriffe etwas mit der Stoa zu tun haben.

    Tipps

    Einer der Begriffe kommt aus dem Italienischen. Die Sprache ist erst viel später erstanden.

    Anarchie beschreibt einen Zustand der Abwesenheit von Herrschaft.

    Eurythmie kann mit „schöne Bewegung“ übersetzt werden und ist eine moderne Wortkreation.

    Lösung

    In der Lehre der Stoa gibt es die Begriffe Apathie, Autarkie, Eudaimonie und vita activa.

    • Die Apathie ist die Freiheit von allen Leidenschaften und Begierden, z.B. dem Wunsch nach Macht oder Reichtum.
    • Autarkie bedeutet, unbeeinflusst von allen äußeren Zwängen zu leben und sich selbst genug zu sein. Nur so erreicht man laut den Stoikern das Glück, Eudaimonie.
    • Die vita activa nennen die Stoiker ein Leben, das sich für die Gemeinschaft einsetzt, etwa in der Politik. Auf diesen Begriff beziehen sich später Philosophen wie Hannah Arendt.
  • Entscheide, wie ein echter Stoiker reagieren würde.

    Tipps

    Die stoischen Grundbegriffe lauten Apathie, Autarkie und Eudaimonie.

    Lösung

    In den richtigen Antworten sind die Grundbegriffe der Stoa versteckt: Apathie und Autarkie. Ein echter Stoiker würde aus zwei Gründen nicht in Zorn oder Trauer verfallen:

    1. weil er weiß, dass alles Äußerliche wie Macht oder Geld keinen Einfluss darauf haben, ob man glücklich ist
    2. weil Trauer oder Zorn nur unnötig die Seele beunruhigen.