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Akkusativ als Objekt bei transitiven Verben

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Ø 4.3 / 14 Bewertungen

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Johanna Weinert
Akkusativ als Objekt bei transitiven Verben
lernst du im 1. Lernjahr - 2. Lernjahr

Beschreibung Akkusativ als Objekt bei transitiven Verben

Der Akkusativ antwortet auf die Frage: Wen oder was? Verben, die ein Akkusativobjekt zu sich nehmen, nennt man transitive Verben. Allerdings steht im Lateinischen bei vielen Verben ein Akkusativ, bei denen wir im Deutschen gar nicht damit rechnen, weil wir einen Dativ erwarten. Diese Verben werden dir in diesem Video vorgestellt und in die Kategorien transitive und intransitive Verben eingeteilt. Außerdem lernst du unpersönliche Verben kennen, die immer mit Akkusativ stehen, zum Beispiel me miseret (ich bereue). Am Ende des Videos liefere ich dir noch einige Tipps zur effektiveren Übersetzung von Ausdrücken mit Akkusativobjekt, die im Lateinischen transitiv sind, ins Deutsche aber intransitiv zu übersetzen sind.

Transkript Akkusativ als Objekt bei transitiven Verben

Salve! Hallo! Mein Name ist Johanna. In diesem Video geht es um den Kasus Akkusativ und seine Funktion als Objekt bei transitiven Verben, also bei Verben, die im Deutschen mit einem Akkusativobjekt zusammengehen. Das Ziel dabei ist: Den Unterschied zwischen transitiven und intransitiven Verben kennenzulernen, weiterhin zwei Gruppen von Verben zu begegnen, den persönlich und unpersönlich konstruierten Verben, die im Lateinischen mit transitiven Verben gehen und im Deutschen mit intransitiven. Und zum Schluss gibt es noch Tricks zur Übersetzung. Dafür solltet ihr schon die Konjugation der Verben im Lateinischen gut beherrschen und wissen, welche Funktionen ein Objekt im Lateinischen hat. Dafür erkläre ich erst einmal den Unterschied zwischen transitiven und intransitiven Verben. Was sind also transitive Verben? "Transire" bedeutet "hinübergehen". In der Grammatik ist es so, dass das Akkusativobjekt auf ein transitives Verb übergeht. Ein Akkusativobjekt könnte zum Beispiel - die Mutter - sein. Transitive Verben sind - sehen, hören oder fragen. Damit ergeben sich dann Sätze wie beispielsweise: Ich sehe die Mutter. Ich höre die Mutter. Ich frage die Mutter. Ein weiteres Kennzeichen von transitiven Verben ist, dass das Akkusativobjekt im Passiv zum Subjekt wird. Damit ergeben sich Sätze wie: Die Mutter wird gesehen / wird gehört / wird gefragt. Was nun sind intransitive Verben? Intransitive Verben nehmen kein Akkusativobjekt zu sich und bilden auch kein Passiv. Ein intransitives Verb im Deutschen ist zum Beispiel "helfen": Er hilft mir. Dabei ergibt sich nicht: Ich werde von ihm geholfen. Nun ist es so, dass es im Lateinischen, abweichend vom Deutschen, transitive Verben gibt, die im Deutschen normalerweise intransitiv gebraucht werden. Dabei unterscheidet man zwei große Gruppen: Die erste Gruppe sind die persönlich konstruierten Verba. Dazu gehören - fugere / fliehen, deficere / mangeln, fehlen, aequare / gleichkommen. Im Lateinischen nehmen diese Verben ein Akkusativobjekt zu sich, sie sind also transitiv. Fugere patrem heißt vor dem Vater fliehen. Deficere vires heißt die Kräfte mangeln, die Kräfte fehlen. Aequare magistrum heißt dem Lehrer gleichkommen. Im Deutschen stets mit einem Dativ oder einem Präpositionalausdruck übersetzt, sind diese Verben im Deutschen intransitiv, im Lateinischen aber transitiv. Weitere Beispiele sind sequi, adiuvare / folgen, helfen mit den Akkusativen imperatorem sequi / dem Feldherrn folgen matrem adiuvare / der Mutter helfen. Ein Beispielsatz: Fortes fortuna iuvat. Fortis heißt der Tapfere oder als Adjektiv tapfer. Fortes fortuna iuvat heißt dann - den Tapferen hilft das Glück. Fortes steht hier im Akkusativ Plural, im Deutschen wird es mit Dativ übersetzt. Es ist also im Lateinischen ein transitives Verb, im Deutschen ein intransitives Verb. Die zweite große Gruppe der Verba sind: Unpersönlich konstruierte Verben. Dazu zählen: Me fugit, me fallit, me iuvat, me decet / es entgeht mir, es täuscht mich oder ich weiß nicht, es gefällt mir und es gehört sich für mich. Weitere unpersönliche Verben sind: Me piget, me pudet, me paenitet, me taedet und me miseret / es ärgert mich, es schämt mich, ich bereue, es ekelt mich und ich empfinde Mitleid. Bei den letztgenannten Verben steht das, wofür man sich schämt oder ärgert, mit Genitiv. Dazu erfahrt ihr auch mehr in den Genitiv-Videos. Ein Beispiel sei hier genannt: Me piget stuttitiae / es ärgert mich der Dummheit. Ein Beispielsatz: Neminem vestrum fugit, quam pestiferum sit bellum / niemandem von euch ist unbekannt, wie unheilvoll der Krieg ist. "Neminem" steht im Lateinischen im Akkusativ, wird im Deutschen mit Dativ übersetzt. Damit ist "fugit" im Lateinischen wieder transitiv, im Deutschen intransitiv. Tadaa! Zum Schluss einige Tipps und Tricks zur Übersetzung. Sehr schön ist es im Deutschen, wenn man bestimmte Ausdrücke mit Präposition wiedergibt. Bellum parare heißt - den Krieg vorbereiten. Viel schöner ist es, wenn man sagt - zum Krieg rüsten. Oder: Curare aliquid heißt - etwas besorgen. Viel schöner klingt es, wenn man sagt - sich um etwas kümmern. Nun fasse ich zusammen: Wir haben den Akkusativ hier als Objekt behandelt. Dabei wurden Verben betrachtet, mit denen ein Akkusativ geht, also die transitiven Verben. Neben diesen gibt es auch intransitive Verben, die kein Akkusativobjekt zu sich nehmen. Auch haben wir uns Unterschiede zwischen diesen Verben im Lateinischen bei persönlichen und unpersönlichen Ausdrücken angeschaut. Und zum Schluss habe ich noch auf die Übersetzungstricks mit Präpositionalausdrücken hingewiesen. Viel Erfolg und Spaß beim Übersetzen wünscht euch Johanna. Vale! Tschüss!

6 Kommentare

6 Kommentare
  1. Ich meine sehr hilfreich

    Von Symonnaioana, vor 5 Monaten
  2. Deine Videos sind send hilfreich! 😊

    Von Symonnaioana, vor 5 Monaten
  3. Eigentlich habe ich das Thema für Deutsch gesucht, ea aber nur für Latein gefunden. Der Anfang hat mir dennoch geholfen.

    Von Tugce Suenter, vor mehr als 3 Jahren
  4. also ich weiß nicht...

    Von Felix R., vor fast 4 Jahren
  5. sehr gutes Video

    Von Leopold T., vor mehr als 5 Jahren
Mehr Kommentare

Akkusativ als Objekt bei transitiven Verben Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Akkusativ als Objekt bei transitiven Verben kannst du es wiederholen und üben.
  • Vervollständige den Text über die Verbgruppen.

    Tipps

    Die Verben sehen, hören und fragen werden im Deutschen transitiv gebildet. Überlege dir einen Beispielsatz mit einem dieser Verben. Welchen Kasus brauchst du?

    Bilde einen weiteren Beispielsatz mit einem intransitiven Verb - zum Beispiel: helfen. Wie fragt man hier?

    Lösung

    Man unterscheidet bei Verben zwischen transitiven und intransitiven Verben. Transitive Verben haben immer ein Akkusativobjekt bei sich. Zum Beispiel: audire - hören. Man fragt im Lateinischen und Deutschen: wen höre ich? - Darauf steht der Akkusativ.

    Intransitive Verben stehen hingegen mit den Dativ. Sie haben kein direktes Objekt bei sich. Zum Beispiel: dare - geben. Hier fragen wir im Lateinischen und Deutschen: wem geben? - Darauf steht der Dativ.

    Es gibt aber auch Unterschiede: manche Verben sind im Lateinischen transitiv, im Deutschen können wir sie nur intransitiv oder mit einer Präposition konstruieren. Zum Beispiel: fugere - fliehen. Hier heißt es hostem fugere - vor dem Feind fliehen. Im Lateinischen steht der Akkusativ, im Deutschen die Präposition „vor“ und der Dativ.

    Genauso geht es auch andersherum: Verben wie invidere (beneiden) stehen im Lateinischen mit Dativ und sind intransitiv. Im Deutschen fragen wir: wen? - Hier steht der Akkusativ.

    Neben dieser Unterscheidung hast du im Video noch den Unterschied zwischen persönlich und unpersönlich konstruierten Verben kennen gelernt. Persönliche Verben werden in allen Formen gebildet. Unpersönliche Verben bilden oft nur die 3. Person Singular. Man nennt sie unpersönlich, da sie ohne ein handelndes Subjekt stehen. Derjenige, der etwas tut, steht dabei im Akkusativ, die Sache oft im Genitiv.

    Zum Beispiel: me pudet puellae - ich schäme mich für das Mädchen.

  • Ordne die unpersönlichen Verben der richtigen Übersetzung zu.

    Tipps

    Hier sind drei lateinische Nomen und ihre Übersetzung ins Deutsche. Sie helfen dir beim Lösen dieser Aufgabe.

    • pudor, -oris (m.) - die Scham, Scheu
    • fuga, -ae (f.) - die Flucht
    • misericordia, -ae (f.) - das Mitleid, die Barmherzigkeit.
    Lösung

    In dieser Übung geht es darum, die unpersönlich konstruierten Verben zu wiederholen. Unpersönliche Verben haben im Gegensatz zu persönlichen kein handelndes Subjekt. Sie stehen nur in der 3. Person Singular. Die handelnde Person wird durch ein Akkusativobjekt ausgedrückt. Sehen wir uns das einmal genauer an:

    • me iuvat. - Es gefällt mir.
    • te iuvat. - Es gefällt dir.
    Iuvat ist die 3. Person Singular - es gefällt. Wem etwas gefällt wird mit dem Akkusativobjekt ausgedrückt (zum Beispiel me, te).

    Wenn man ausdrücken will, worüber man sich schämt oder was man bereut, steht oft der Genitiv:

    • me sceleris paenitet. - Ich bereue das Verbrechen.
    Hier noch einmal eine Übersicht mit den Lösungen:
    • me fugit - es entgeht mir
    • me fallit - es täuscht mich, ich weiß nicht
    • me iuvat - es gefällt mir
    • me decet - es gehört sich für mich.
    Weitere unpersönlich konstruierte Verben, die einen Genitiv nach sich ziehen:
    • me pudet - es schämt mich
    • me paenitet - ich bereue
    • me taedet - es ekelt mich
    • me miseret - ich empfinde Mitleid.

  • Ermittle die korrekten deutschen Übersetzungen.

    Tipps

    In dieser Übung geht es darum, die unpersönlich konstruierten Verben zu üben. Kannst du dich noch daran erinnern, was im Akkusativ und was im Genitiv steht?

    Lösung

    Unpersönlich konstruiert bedeutet, dass das Verb kein handelndes Subjekt bei sich hat. Es gibt sie nur in der dritten Person Singular oder im Infinitiv. Die Person, die etwas tut oder empfindet, steht im Akkusativ.

    Bei den Verben dieser Übung gibt es zudem eine weitere Besonderheit: die Sache, auf die sich die Empfindung richtet, steht im Genitiv.

    Sehen wir uns das einmal an einem Beispiel an:
    Filiam patris pudet. - Die Tochter schämt sich für den Vater.

    Die handelnde Person wird mit dem Akkusativ ausgedrückt: filiam. Wofür sie sich schämt, steht im Genitiv. Das ist hier der Vater - patris.

    Die übrigen Übersetzungen lauten:

    • Patrem filiae piget. - Der Vater ärgert sich wegen der Tochter.
    • Filiam facti non paenitet. - Die Tochter bereut die Tat nicht.
    • Patrem canis taedet. - Der Vater ekelt sich vor dem Hund.
    • Filiam canis miseret. - Die Tochter empfindet Mitleid mit dem Hund.

  • Vervollständige die Übersetzung der lateinischen Sätze.

    Tipps

    Transitive Verben im Lateinischen werden nicht immer mit einem Akkusativ ins Deutsche übersetzt.

    Auch intransitive lateinische Verben können im Deutschen transitiv sein. Sieh dir die Sätze genau an und überlege, wie die Verben im Deutschen konstruiert werden.

    Hier noch ein paar Vokabelhilfen:

    • invidere + Dativ: beneiden
    • fugiunt + Akkusativ: fliehen vor
    • persuadere + Dativ: jemanden überzeugen, überreden.

    Lösung

    Transitive Verben sind Verben, die ein Akkusativobjekt bei sich haben. Intransitive Verben stehen oft mit einem Dativ oder einer präpositionalen Wendung. Es gibt einige Wörter, die im Lateinischen transitiv gebildet werden, im Deutschen aber intransitiv sind - und umgekehrt.

    Um solche Wörter geht es in dieser Übung. Um die Sätze richtig zu übersetzen, überlegst du dir, mit welchem Kasus die Verben im Deutschen konstruiert werden.

    Die richtigen Übersetzungen lauten:

    • Amicum adiuvo, quia benignus sum. - Ich helfe dem Freund, weil ich freundlich bin.
    • Multi divitibus invident. - Viele beneiden die Reichen (oder: neiden den Reichen etwas).
    • Hostes periculum fugiunt. - Die Feinde fliehen vor der Gefahr (oder etwas altbacken: fliehen die Gefahr).
    • Discipuli magistro persuadent, ut se in horto doceat - Die Schüler überreden den Lehrer, dass er sie im Garten unterrichtet.

  • Bestimme die unpersönlichen Verben im lateinischen Text.

    Tipps

    Unpersönlich bedeutet, dass das Verb kein handelndes Subjekt hat. Es steht fast immer in der 3. Person Singular.

    Die Person, die etwas empfindet oder tut, steht im Akkusativ.

    Lösung

    In der Übung geht es darum, unpersönliche Verben zu erkennen. Unpersönliche Verben haben kein handelndes Subjekt bei sich. Sie kommen fast immer nur in der 3. Person Singular vor.

    • Die erste unpersönlich konstruierte Verbform ist hier (non) fugit. Übersetzt wird das so: es entgeht (nicht). Es bleibt aber noch offen, wem etwas entgeht. Im Deutschen würde man das mit einem Dativ ausdrücken, was du schon an der Fragen "Wem?" erkennst. Fugere ist im Lateinischen allerdings transitiv, das bedeutet, dass es ein Akkusativobjekt nach sich zieht. Bei unpersönlich konstruierten Verben drückt dieses Akkusativobjekt aus, welche Person nun eigentlich gemeint ist. In diesem Fall ist das das Pronomen me, das ist der Akkusativ von ego (ich). Also: me non fugit - es entgeht mir nicht.
    In dieser Übung findest du außerdem folgende unpersönlich konstruierte Verben:
    • discipulum hoc non decet - das gehört sich nicht für einen Schüler
    • nonne id te pudet - schämst du dich etwa nicht?

  • Vervollständige die Übersetzung der lateinischen Sätze.

    Tipps

    Alle Verben, die du in dieser Übung siehst sind Lateinischen transitiv und im Deutschen intransitiv. Achte bei deinen Formulierungen auf den richtigen deutschen Kasus.

    Lösung

    Alle Verben, die du in dieser Übung siehst, sind im Lateinischen transitiv und im Deutschen intransitiv. Das bedeutet: im Lateinischen steht der Akkusativ, im Deutschen müssen wir meistens den Dativ nehmen - oder eine Präposition.

    Gehen wir die Sätze durch:

    • Hostes bellum parant. - Die Feinde bereiten den Krieg vor oder rüsten sich zum Krieg. Während parare im Lateinischen transitiv mit Akkusativ gebildet wird, wird für die deutsche Übersetzung ein präpositionaler Ausdruck verwendet.
    • Milites imperatorem sequuntur. - Die Soldaten folgen dem Feldherrn oder dem Heerführer. Im Lateinischen steht wieder der Akkusativ, im Deutschen fragen wir: wem?
    • Titus arma curat. - Titus besorgt oder kümmert sich um die Waffen. Hier geht auch im Deutschen der Akkusativ: wen oder was besorgt Titus?
    • Miles imperatorem aequare vult. - Der Soldat möchte dem Feldherrn gleichkommen. Hier geht im Deutschen wieder nur der Dativ auf die Frage: wem?
    • Multi bellum fugunt. - Viele fliehen oder flüchten vor dem Krieg. Auch hier fragt man: vor wem oder was? - Das ist der Dativ. Etwas altertümlich kann man auch sagen: den Krieg fliehen, das ist dann transitiv.

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