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Dativus commodi und finalis – Dativ des Vorteils und des Zwecks

Inhaltsverzeichnis zum Thema Dativus commodi und finalis – Dativ des Vorteils und des Zwecks
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Die Autor*innen
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Lisa Thomasius
Dativus commodi und finalis – Dativ des Vorteils und des Zwecks
lernst du im 2. Lernjahr - 3. Lernjahr

Dativus commodi und finalis – Dativ des Vorteils und des Zwecks Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Dativus commodi und finalis – Dativ des Vorteils und des Zwecks kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib an, welche Sätze einen Dativus finalis enthalten.

    Tipps

    Lies dir jeden Satz und seine Übersetzung einzeln durch. Suche den Dativ!

    Überlege dir dann, wie man nach einem Dativus finalis fragt.

    Stelle die Frage und prüfe mit Hilfe der Übersetzung, ob sie Sinn macht.

    Den Dativus finalis kannst du erfragen mit: Wozu?

    Lösung

    Der Dativus finalis ist der Dativ des Zwecks und der Wirkung. Er gibt an, mit welchem Ziel oder welcher Absicht etwas gemacht wird. Du fragst: Wozu?

    Alle Sätze enthalten einen oder mehrere Dative, aber nicht immer antworten sie auf die Frage: Wozu?

    • Mater filiis cenam dat. Bei diesem Satz fragst du: Wem? – Die Antwort: filiis (den Söhnen). Es ist kein Dativus finalis.
    • Rex captivis pepercit. Auch hier ist der Dativ ein Objekt. Du fragst: Wen schont der König? – Die Gefangenen.
    Dagegen enthalten die anderen Sätze einen Dativus finalis.

    Zum Beispiel: Victoria Gallorum honori erat. Man fragt: Wozu diente der Sieg über die Gallier? – Darauf erhältst du die Antwort: zur Ehre.

    Man kann das dann so übersetzen: Der Sieg über die Gallier war eine Ehre.

  • Ordne die Wendungen den richtigen Übersetzungen zu.

    Tipps

    In den Wendungen stecken Dative von gaudium, usus, honor, cura und detrimentum.

    Alle Wendungen enthalten einen Dativus finalis.

    Lösung

    Gehe die lateinischen Wendungen einzeln durch. Nimm dir jeweils eine vor und überlege, wie das enthaltene Substantiv im Nominativ heißt und was es bedeutet.

    Stelle dann die Frage nach dem Dativus finalis, dem Dativ des Zwecks: Wozu dient es mir?

    Ein Satz kann folgendermaßen aussehen: Mihi gaudio est. Dieser enthält einen Dativus finalis von gaudium (die Freude).

    Du fragst: Wozu dient mir eine Sache? – Und erhältst die Antwort: Sie dient mir zur Freude.

    Vollständig übersetzt heißt es also: Es dient mir zur Freude.

    Das klingt aber ziemlich sperrig. Wir sagen deshalb freier: Es macht mir Freude. Oder noch kürzer: Es freut mich.

  • Bestimme die Dative im Text.

    Tipps

    Nach dem Dativus commodi fragst du: Wofür? Oder: Für wen?

    Nach dem Dativus finalis fragst du: Wozu?

    Lösung

    In der Aufgabe lassen sich nur die fett gedruckten Dative markieren. Du brauchst also nicht erst die Dative suchen, sondern musst nur überlegen, um welchen von beiden Dativen es sich handelt.

    Lies dir die Sätze jeweils einzeln durch und stelle an das betreffende Wort die Frage: Wofür / für wen? – und: Wozu?

    Je nachdem, welche der beiden Fragen zum Satz passt, handelt es sich um einen Dativus commodi oder einen Dativus finalis.

    Wenn du dir unsicher bist, überlege, ob der Dativ ausdrückt, dass eine Sache für jemanden von Vorteil ist (Dativus commodi) – oder, ob die Person oder Sache im Dativ den Zweck oder die Auswirkung einer Sache angibt (Dativus finalis).

  • Übersetze die Dative.

    Tipps

    Nimm dir jeden Satz einzeln vor. Überlege, welches Substantiv hier im Dativ steht und was seine Bedeutung ist.

    Alle Wendungen, deren Übersetzung fehlt, enthalten einen Dativus finalis – einen Dativ des Zwecks.

    Lösung

    Alle lateinischen Sätze enthalten einen Dativus finalis. Dieser gibt den Zweck oder das Ziel einer Handlung an. Er antwortet auf die Frage: Wozu?. Oft taucht er – wie hier – in festen Wendungen mit dem Hilfsverb esse auf.

    Die wörtliche Übersetzung ist meistens eher sperrig:

    In scholam venio, quia mihi usui est. Das heißt ganz wörtlich übersetzt: Ich gehe in die Schule, weil sie mir zum Nutzen gereicht.

    Du fragst: Wozu gereicht mir die Schule? Die Antwort: zum Nutzen.

    So altertümlich spricht aber heute keiner mehr. Wir sagen deshalb: Ich gehe in die Schule, weil sie mir von Nutzen ist. Oder noch einfacher: Ich gehe in die Schule, weil sie mir nützt.

  • Ergänze den Text über die Dativfunktionen.

    Tipps

    Versuche, dich an die beiden Dativfunktionen zu erinnern.

    Wie hat man sie übersetzt, was bedeuten ihre Namen?

    Wenn du dir unsicher bist, wirf noch einmal einen Blick ins Video.

    Merke dir am besten ein lateinisches Beispiel für jeden Dativ.

    Lösung

    Der Dativ hat normalerweise die Funktion des Objekts. Er antwortet auf die Frage: Wem?

    Zum Beispiel: tibi donum do – ich gebe dir ein Geschenk.

    Daneben hat er aber noch andere Funktionen. Er kann ausdrücken, zu wessen Gunsten etwas geschieht – man nennt ihn dann Dativus commodi (Dativ des Vorteils). Wir fragen danach mit: Wofür? Oder: Für wen?

    Der Dativ kann auch ausdrücken, zu welchem Zweck etwas geschieht. Man nennt ihn dann Dativus finalis (Dativ der Wirkung oder des Zwecks). Nach ihm fragen wir mit: Wozu?

    Hier ein Beispiel, das beide Dative enthält:

    Caesar regi exemplo est. – Caesar dient dem König als Beispiel. – Der Dativ regi ist ein Dativ des Vorteils (Für wen?), exemplo ist ein Dativ des Zwecks (Wozu?).

  • Vervollständige die lateinischen Sätze anhand der Übersetzungen.

    Tipps

    Die Formen im Dativ kommen von den Substantiven gaudium, honor, cura, auxilium und usus.

    Jeder Satz enthält einen Dativus finalis.

    Lösung

    Gehe am besten zuerst die Reihe der Substantive im Dativ durch. Überlege dir, wie sie im Nominativ heißen und was sie bedeuten.

    Lies dir dann jeden lateinischen Satz einzeln durch und vergleiche ihn mit seiner Übersetzung. Überlege, welches Wort im lateinischen Satz fehlt.

    Dann suchst du das Wort mit der passenden Bedeutung aus und setzt es ein.