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Felix Mendelssohn Bartholdy 03:24 min

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Transkript Felix Mendelssohn Bartholdy

Am 4. November 1847 stirbt in Leipzig der Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy im Alter von nur 38 Jahren. Der Sohn einer jüdischen Bankiersfamilie beginnt bereits sehr früh mit dem Studium der Musik. Man widmet seiner Erziehung größte Aufmerksamkeit und sorgt für die besten Lehrer. Schon mit neun Jahren gibt Felix Klavierkonzerte. Mit elf bringt er erste eigene Werke zur Aufführung. Die Aufmerksamkeit der musikalischen Welt Deutschlands richtet sich auf ihn und man spricht von einem “zweiten Mozart“. Daneben betreibt Mendelssohn auch intensive Studien der Philosophie bei Hegel und schließt Freundschaft mit den führenden kulturellen Persönlichkeiten seiner Zeit, darunter vor allem Goethe und Carl Maria von Weber. Das Haus der Mendelssohns ist ein berühmter Künstlertreffpunkt. 1826 entsteht eines seiner berühmtesten Werke, die Ouvertüre zu Shakespeares “Sommernachtstraum“. Die Komposition des 17-Jährigen wird als einer der perfektesten seiner Zeit gelobt. Im März 1829 dirigiert Mendelssohn Bachs Matthäuspassion und löst damit eine stürmische Renaissance des bis dahin selten gespielten Meisters aus. Noch im selben Jahr unternimmt der junge Musiker, von Wissens- und Schaffensdrang getrieben, einige Reisen zu den kulturellen Zentren Europas. Die wildromantische Landschaft Schottlands inspiriert ihn zu seiner dritten Symphonie, “die Schottische” genannt. Er bleibt auch längere Zeit in Rom, um die Kunst und das milde Klima zu genießen. Dort macht Mendelssohn die Bekanntschaft von Berlioz. Aus den Eindrücken entsteht seine vierte, die italienische Symphonie, nach seiner Einschätzung das fröhlichste Stück seines Schaffens. Nach weiteren Reisen, die den Komponisten in die Schweiz, nach Frankreich und neuerlich nach England führen, kehrt er nach Deutschland zurück. 1837 heiratet Mendelssohn Cécile Jeanrenaud, die Tochter eines Pastors. Das Ehepaar bekommt fünf Kinder. Der Komponist wird hochgeschätzt. Er arbeitet als Musikdirektor in Düsseldorf und gründet 1843 mit Schumann das Konservatorium in Leipzig. Seine schwache Konstitution kann aber die Anstrengungen auf Dauer nicht ertragen. Mendelssohns Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehends. Im Juni 1847 erreicht ihn nach seiner Rückkehr von einer Englandreise die Nachricht vom Tod seiner geliebten Schwester Fanny. Der kränkliche Komponist verkraftet den schweren Schlag nicht mehr und stirbt bald darauf. Mit Felix Mendelssohn Bartholdy stirbt einer der bedeutendsten Vertreter der musikalischen Romantik. Seine Werke werden auch heute noch vor allem wegen ihrer vollendeten Formgebung sehr geschätzt.