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Giuseppe Verdi 03:51 min

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Transkript Giuseppe Verdi

Am 27. Januar 1901 stirbt in Mailand Giuseppe Verdi im 88. Lebensjahr. Ganz Italien trauert um den großen Komponisten, der in seinem musikalischen Schaffen den Geist des 19. Jahrhunderts eingefangen hat. In seinen frühen Werken behandelt Verdi die patriotischen Themen, die ihn zum Repräsentanten der nationalen italienischen Oper machen. Giuseppe Verdi wird am 10. Oktober 1813 in Busetto, in der Provinz Parma, als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Die ersten musikalischen Erfahrungen hat er in der Kirche. In Antonio Barezzi, einem Kaufmann des Ortes, findet Verdi einen großzügigen Gönner. Aber dem 19-jährigen Verdi wird die Aufnahme in das Konservatorium von Mailand verwehrt. Daraufhin studiert Verdi allein mit privaten Lehrern und mit großem Erfolg. Als der Leiter der Kapelle in seiner Heimatstadt Busetto stirbt, wird Verdi zum Musikdirektor ernannt. Hier heiratet er auch die Tochter seines freundschaftlichen Gönners Barezzi. Noch in seiner Heimatstadt komponiert Verdi seine erste Oper “Oberto“, die drei Jahre später mit mäßigem Erfolg in Mailand uraufgeführt wird. Die ersten Jahre in Mailand, wohin Verdi mittlerweile gezogen ist, sind für ihn eine harte Prüfung. Innerhalb von zwei Jahren sterben seine beiden Kinder und seine Frau an einer Epidemie, und seine nächste Oper “Un giorno di regno“ wird ein totaler Misserfolg. In dieser schmerzlichen und traurigen Stimmung entsteht “Nabucco“, das politisch gemeinte Thema, die Unterdrückung eines Volkes, wird von den Italienern durchaus verstanden. Es passt auch gut in die Situation Italiens zu dieser Zeit und wird ein großer Erfolg. 1847, Verdi ist erst 33 Jahre alt, zeichnet sich eine Wende in seinem Musikschaffen ab. Zu den beliebten Werken dieser Schaffensperiode gehören “Rigoletto“, “Der Troubadour“, und „La traviata“. (Musik spielt) Verdis Fleiß und Erfolg verschaffen ihm ein gutes Auskommen und er kann es sich leisten, in die große Villa Sant' Agata zu ziehen. Hier lebt er mit der ihm liebsten Interpretin seiner Opern zusammen, der Sängerin Giuseppina Strepponi. Sie ist eine gebildete Frau, die ihren Beruf sehr ernst nimmt und auch über internationale Tendenzen in der Musikwelt immer gut informiert ist. Verdis Schaffenskraft lässt nicht nach, aber die Opern erscheinen jetzt in größeren Abständen. Hier entsteht die erfolgreiche Oper “Don Carlos“, die zu seinem Alterswerk überleitet. 1869 erhält Giuseppe Verdi aus Ägypten den Auftrag zu “Aida“, die 1871 zur Eröffnung des Suez-Kanals uraufgeführt wird. Giuseppe Verdi befasst sich auch aktiv mit Politik. Er wird von Ministerpräsident Cavour ins erste Abgeordnetenhaus des geeinten Italien berufen und 1874 zum Senator ernannt. Nach dem Tod seines Librettisten Alessandro Manzoni scheint Verdis Schaffenskraft zu versiegen. Nach 1887 entstehen aus der Zusammenarbeit mit dem Librettisten Boito nochmals zwei Opern nach Shakespeare-Stoffen, “Othello“ und “Falstaff“.