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Lupen und Mikroskope

Die Biologie beschäftigt sich mit allen Lebewesen und auch den Bestandteilen der Lebewesen. Oft sind diese aber ziemlich klein, manchmal kann man sie sogar mit dem bloßen Auge gar nicht mehr erkennen. Vor der Erfindung von Lupen und Mikroskopen hatte die Menschheit also keine Kenntnis von solchen Organismen.

Funktionsweise des Mikroskops

Die Erfindung von geschliffenen Linsen und ihrer Funktionsweise ermöglichte einen Blick in den unbekannten Mikrokosmos. Auch heute noch sind Lupen und Mikroskope in der Biologie von besonderer Bedeutung. Lupen werden häufig genutzt, um zum Beispiel Insekten oder andere Gliederfüßer zu untersuchen. Mikroskope hingegen werden genutzt, um noch kleinere Strukturen sichtbar zu machen. Mit ihrer Hilfe können zum Beispiel einzelne Zellen, die Bestandteile des Blutes und Mikroorganismen untersucht werden.

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Aufbau eines Lichtmikroskops

Die Lichtmikroskope werden in der Biologie am häufigsten genutzt. Im Gegensatz zu anderen Arten von Mikroskopen können unter dem Lichtmikroskop noch lebende Organismen oder Zellen betrachtet werden.

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  1. Das Okular enthält die zweite Vergrößerungslinse des Mikroskops. Blickst du hindurch siehst das Bild in seiner Endvergrößerung.
  2. Der Tubus verbindet Okular und Objektiv und leitet die Lichtstrahlen zum Okular.
  3. Die Objektive sind die erste Vergrößerungslinse des Mikroskops und vergrößern wie eine Lupe 4-, 10- oder 40-fach. Sie werden vom sogenannten Objektivrevolver getragen.
  4. Die Spannfedern befestigen den Objektträger am Objekttisch.
  5. Auf dem Objekttisch liegt der Objektträger, der das zu untersuchende Objekt enthält.
  6. Mit der Blende kann der Lichteinfall reguliert werden.
  7. Mit dem Triebrad stellst du die Entfernung zwischen Objekt und Objektiv ein. Auf diese Weise kannst du das Bild scharf stellen.
  8. Der Feintrieb sitzt auf dem Triebrad. Mit diesem kannst du das Bild grob scharf stellen, um dann mit dem Feintrieb nachzujustieren.
  9. Die Lampe ist die Lichtquelle und beleuchtet das Objekt.
  10. Das Stativ dient der stabilen Befestigung der Mikroskopbestandteile.

Wie mikroskopiere ich richtig?

Beim Mikroskopieren gibt es ein Paar Regeln zu beachten, damit im Bild hinterher alles gut sichtbar ist. Zunächst müssen Lichtmikroskope an den Strom angeschlossen werden, um die Lampe anzuschalten. Der Lichteinfall kann mit der Blende reguliert werden. Du kannst nun schon in das Okular schauen, um zu sehen wie hell das Licht ist. Anschließend legt man den Objektträger auf den Objekttisch und schiebt ihn unter die Spannfedern. Das zu untersuchende Objekt sollte jetzt genau auf dem Loch im Objekttisch liegen und von unten beleuchtet werden. Wenn du nun ins Mikroskop schaust, siehst du wahrscheinlich eine verschwommene Masse. Denn es müssen erst die Vergrößerung und die Schärfe eingestellt werden. Um eine andere Vergrößerung zu wählen, wechselst du das Objektiv. Um die Schärfe einzustellen, drehst du zu erst an dem Triebrad. Drehe am besten in beide Richtungen und schaue dabei ins Okular. Du wirst sehen, dass es einen Punkt gibt, an dem das Bild schärfer wird. Nun kannst du den Feintrieb nutzen, um die Schärfe genau einzustellen. Du kannst nun durch das Bewegen des Objektträgers den Ausschnitt des Bildes wählen, der dir wichtig erscheint. Um die Ergebnisse deiner Mikroskopie zu sichern, kannst du eine Skizze anfertigen. Zeichnungen von Mikroskopbildern enthalten immer nur die wichtigsten Informationen. Du brauchst hier keine Schatten zeichnen oder Farbe nutzen. Beschränke dich auf wichtige Umrisse. Sehr wichtig ist auch die korrekte Beschriftung der mikroskopischen Skizze. Hierfür nutzt du die rechte Seite der Skizze und ziehst waagerechte Beschriftungslinien mit dem Lineal. Anschließend beschriftest du die Skizze mit einem Bleistift und in Druckbuchstaben.

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Wie stelle ich ein Präparat her?

Präparate sind die Objekte, die man unter dem Mikroskop betrachtet. Man unterscheidet zwischen Frisch- und Dauerpräparaten. Frischpräparate sind Präparate von ganzen Organismen oder Zellen im lebenden Zustand. Dauerpräparate wurden durch bestimmte Methoden dauerhaft haltbar gemacht. Beide Präparate müssen sehr dünn sein, damit das Licht des Mikroskops durch sie scheinen kann. Zur Herstellung eines Präparates werden die Objekte daher oft geschnitten oder gequetscht. Flüssigkeiten können einfach auf den Objektträger getropft werden. Das Frischpräparat ist nun fertig und kann nach dem Abdecken mit einem Deckgläschen betrachtet werden. Möchte man sich das Objekt allerdings später nochmal anschauen, lohnt es sich ein Dauerpräparat herzustellen. Dazu wird das Frischpräparat meist in Kunstharzen auf dem Objektträger eingegossen. Die lebenden Zellen sterben dabei natürlich, aber das Präparat ist nun sehr lange haltbar.