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Landschaftsformen

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Team Realfilm
Landschaftsformen
lernst du in der Primarschule 5. Klasse - 6. Klasse - Sekundarstufe 1. Klasse - 2. Klasse - 3. Klasse - 4. Klasse - 5. Klasse - 6. Klasse - 7. Klasse

Grundlagen zum Thema Landschaftsformen

Inhalt

Welche Landschaftsformen gibt es?

Ein Blick auf die topografische Karte der Erde zeigt, dass die Erde aus Wasser- und Landflächen besteht. Typische Landschaftsformen der Oberfläche der Erde sind sehr allgemein gefasst Berge, Täler und Ebenen.

Landschaftsformen in der Geografie beschreiben laut Definition die Oberflächengestalt der Erde, d. h. die Form des Geländes. Je größer das zu betrachtende Gebiet ist, desto allgemeiner wird die Beschreibung der Landschaftsform. Je kleiner das Gebiet, desto detaillierter ist die Darstellung der Landschaftsform möglich.

Die Landschaftsformen von Deutschland im Überblick werden meist als vier Großlandschaften dargestellt: das Norddeutsche Tiefland, die Mittelgebirge, das Alpenvorland und die Alpen. Beim Unterscheiden von Großlandschaften wird bei dieser Unterteilung neben den Landschaftsformen auch das Klima und die Vegetation einbezogen.

Betrachtet man Europas Landschaftsformen werden als markanteste Zeichen die starke Zergliederung der Landmassen mit vielen Halbinseln an den Rändern aufgezeigt. Als Großlandschaften werden unter anderem das Skandinavische Gebirge, die Alpen, das Pariser Becken und die Pyrenäen unterschieden.

Wie du siehst, werden bei der Einteilung von Landschaftsformen die Geländeformen als zentrale Merkmale verwendet. Einfach erklärt kann man bei den Landschaftsformen unterscheiden zwischen Hochgebirge, Mittelgebirge, Tälern und Flachland bzw. Ebenen.

Wie sind die Landschaftsformen entstanden?

Die Frage danach, was Landschaftsformen sind, ist eng an die Frage gekoppelt, wie sie entstanden sind bzw. wie sie heute noch tagtäglich entstehen.

Die Oberfläche der Erde verändert sich unentwegt. Verschiedene Kräfte tragen zu diesen Veränderungen bei. Im Überblick sind für die Veränderung der Landschaftsformen endogene und exogene Kräfte verantwortlich.

landschaftsformende, endogene und exogene Kräfte

Endogene Kräfte

Die endogenen Kräften entstehen durch die Wärme im Inneren unseres Planeten. Diese extremen Temperaturen sorgen dafür, dass sich die Erdplatten bewegen, dass sie kollidieren und dass sich dadurch die Landschaftsformen stetig verändern.

Die höchsten Gebirgsketten der Erde bilden sich an den Grenzen der tektonischen Platten. Kollidieren zwei Platten, wird die Erdkruste gezwungen, sich aufzufalten. Dadurch sind die mächtigen Faltengebirge der Welt entstanden:

  • In Europa die Alpen,
  • in Südamerika die Anden und
  • in Asien der Himalaja.

Zu den endogenen Kräften gehören alle geomorphologischen Vorgänge, die aus dem Erdinneren heraus Oberflächen gestalten (z. B. Faltengebirge und Vulkane). Endogene Kräfte können Landschaften aufbauen; dem stehen exogene Kräfte gegenüber, die diesen Aufbau zerstören, manchmal jedoch auch Landschaft wieder aufbauen.

Exogene Kräfte

Die exogenen Kräfte sind vor allem Wasser, Eis und Wind. Alle drei sind erosive Kräfte, die das Gestein langsam und stetig wieder abtragen – man spricht von Abtragung oder Erosion.

Wasser hat den größten Anteil an der Schaffung verschiedener Landschaftsformen.

  • Beispiele sind starke Regenfälle, denen die hohen Berge ausgesetzt sind und die sie – je nach Gesteinsbeschaffenheit – über Tausende bis Millionen von Jahren wieder bis auf die Höhe des Meeresspiegels abtragen können.
  • Wasser ist unvorstellbar mächtig: Täler und Schluchten entstehen, da Flüsse Gesteine kontinuierlich auswaschen und oft in Form von Schluff zum Meer transportieren. Der Amazonas lagert beispielsweise jedes Jahr über zwei Milliarden Tonnen Gestein der Anden im Ozean ab. Bedenke dabei, dass die Anden im Westen Südamerikas liegen und der Amazons im Osten in den Atlantischen Ozean entwässert.
  • Auch das Meer schafft mit den stetigen Wellenbewegungen des Wassers landschaftsverändernde Formen (z. B. Steilküsten und Flachküsten).

Eis in Form von sich langsam bewegenden Gletschern trägt ebenso zur Landschaftsformung bei. Oft liegen hier Mischformen vor, d. h., bei der Oberflächengestaltung waren bzw. sind neben dem Gletschereis andere exogene oder auch endogene Kräfte beteiligt.

  • Hügel können sich an tektonischen Bruchlinien durch Hebung bzw. Faltung bilden. Sie können aber auch durch Sedimente entstehen, die durch Gletscher abgelagert wurden.
  • Gletscher bilden vor allem U-Täler und Moränenlandschaften.
  • Neben Bergen und Tälern sind Ebenen sehr prägende Landschaftsformen. Dies sind weite und flache Landflächen, die entstehen, wenn sich Meere oder Seen über viele Jahrtausende mit Sediment füllen. Schwemmebenen sind Sonderformen und entstehen, wenn Flüsse über die Ufer treten und Schlamm und Schluff zurückbleibt.
  • Bei Hochebenen sind ebenfalls mehrere Kräfte beteiligt: Die Tafelberge in Südafrika beispielsweise wurden über Millionen von Jahren am Grund von Ozeanen angelegt und dann während einer Eiszeit durch Gletscherbewegungen geglättet. Im Anschluss daran wurde die Erdkruste an dieser Stelle in die Höhe geschoben.

Auch der Wind kann formen und ist an vielen Erosionsformungen beteiligt. Weitere landschaftsformende Naturgewalten sind beispielsweise ausbrechende Vulkane, die mit ihren Lavaströmen und explosionsartigen Auswürfen die Umgebung langfristig prägen.

Fachbegriffe Beispiele
Landschaftsformen auf der Erde Berge, Täler, Ebenen
auf die Landschaft einwirkende Kräfte endogene und exogene Kräfte
endogene Kräfte aus dem Erdinneren heraus
exogene Kräfte Wasser, Gletscher, Wind

Bei sofatutor findest du neben diesem Lerntext Videos, Übungen und Arbeitsblätter zu dem Thema Landschaftsformen und geomorphologische Prozesse.

Transkript Landschaftsformen

Die große Vielfalt der Landschaften unseres Planeten, von steil aufragenden Bergen über Täler bis hin zu Ebenen, wird von nur einer Handvoll Schlüsselkräften erschaffen. Die beiden mächtigsten die Landschaft formenden Kräfte sind, erstens, die Wärme im Innern der Erde, die für die Bewegung der gigantischen Erdplatten verantwortlich ist und dafür sorgt, dass sie miteinander kollidieren, was die Landschaft dramatisch verändert, und zweitens das Wasser, das mit seiner unablässigen Kraft und Bewegung zu Erosion führt. Die größten Gebirgsketten der Erde bilden sich an den Grenzen der tektonischen Platten, wenn zwei kollidierende Platten die Erdkruste dazu zwingen, sich aufzufalten. Von oben kann man sehen, wie zerknittert die Oberfläche der Erde ist. Die Alpen in Europa, die Anden in Südamerika und der Himalaya in Zentralasien haben sich alle gebildet, weil Erdplatten kollidiert sind. Da sie aber bis hoch in die Atmosphäre reichen, sind Berge stärkeren Regenfällen ausgesetzt, die sie letzten Endes abtragen. Regen kann die wichtigste Kraft sein, die dafür sorgt, dass ein Berg bis auf Höhe des Meeresspiegels abgetragen wird. Wasser ist unvorstellbar mächtig. Die tiefsten Schluchten und Täler bilden sich, weil Wasser kontinuierlich den Fels wegwäscht. Flüsse transportieren Gestein in Form von Schluff ins Meer. Der Amazonas in Südamerika lagert jedes Jahr über 2 Milliarden Tonnen der Anden im Ozean ab. Die Kraft sich bewegender Erdplatten und erodierenden Wassers steht auch hinter vielen anderen Landschaftsformen. Wie Berge können sich auch Hügel entlang von tektonischen Bruchlinien bilden. Sie können aber auch durch Sedimente entstehen, die von sich zurückziehenden Gletschern abgelagert werden. Ebenen sind weite, flache Landflächen, die üblicherweise niedriger als ihre Umgebung liegen. Sie können entstehen, wenn sich Meere oder Seen im Verlauf der Jahrtausende mit Sedimenten füllen. Schlamm und Schluff, die zurückbleiben, wenn Flüsse über die Ufer treten, können sogenannte Schwemmebenen erschaffen. Hochebenen sind große, flache Gebiete, die deutlich höher als ihre Umgebung liegen. Sie bilden sich durch mehrere erosive Kräfte. Tafelberge, wie der Tafelberg in Südafrika, haben ihre weiten Hochebenen über Millionen von Jahren am Grund von Ozeanen ausgebildet. Ihre granitene Oberfläche wurde von Eisdecken während einer Eiszeit geglättet, bevor sie die Erdkruste in die Höhe geschoben hat. Landschaften verändern sich also unentwegt, da die Wärme im Innern der Erde das Land in Bewegung versetzt und nach oben schiebt, und die Kraft der Erosion es wieder abträgt.

Landschaftsformen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Landschaftsformen kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme die Landschaftsformen und ihre Merkmale.

    Tipps

    Flüsse schneiden sich durch die Kraft des Wassers in die Landschaft ein und formen dabei Täler.

    Als Hügel bezeichnet man, im Vergleich zu Bergen, eher weichere und weniger hohe Landschaftsformen.

    Lösung

    An dieser Stelle hast du wichtige Landschaftsformen kennengelernt. Diese lassen sich jedoch noch genauer unterscheiden.

    • Täler beispielsweise können in Form von breiten U-Tälern auftauchen. Dann wurden sie meist von Gletschern geformt.
    • Sind sie aber eher tief ins Gestein eingegraben, nennt man sie V-Täler. Dies ist die häufigste Form der Flusstäler im Gebirge.
    • In flachen Landschaften formen die Flüsse ganze Ebenen, sodass die Täler gar nicht mehr zu erkennen sind.
    • Schluchten sind Sonderformen der Täler. Sie entstehen, wenn das Gestein besonders hart ist und das Wasser sich nicht so weitläufig in den Untergrund graben kann.
  • Benenne die Kollisionsgebirge dieser Erde.

    Tipps

    Das Kollisions- bzw. Faltengebirge in Südamerika sind die Anden.

    Die Rocky Mountains verlängern die Gebirgskette der Anden über Südamerika hinaus nach Nordamerika.

    Lösung

    Nahezu alle größeren Erhebungen auf dieser Erde entstehen durch die Kollision von Platten.

    • Diese Kollision ist über Millionen Jahre hinweg so intensiv, dass das Gestein im Untergrund aufgefaltet wird. Daher nennt man die Kollisionsgebirge auch Faltengebirge.
    • Es gibt aber auch noch andere Gebirgsformen.
    • So hängt beispielsweise auch die Entstehung des Harzes mit der Kollision der Afrikanischen und der Eurasischen Platte zusammen.
    • Jedoch ist im Zuge der Gebirgsbildung der Alpen lediglich der Untergrund in Mitteldeutschland über weite Teile aufgebrochen.
    • Einzelne Schollen haben sich dabei erhoben.
    • So kommt es zu der Bezeichnung Bruchschollengebirge.
  • Vergleiche, welche Landschaftsformen durch endogene oder exogene Kräfte entstehen.

    Tipps

    Fjorde findet man an den Küsten Skandinaviens. Diese Täler sind tief und breit und durch frühere Gletscher entstanden.

    Geysire sind heiße Quellen, die durch Wärme aus dem Erdinneren aufgeheizt werden.

    Lösung

    Die endogenen Kräfte aus dem Erdinneren wirken auf die Landschaften dieser Erde eher aufbauend, während die exogenen Kräfte sowohl auf- als auch abbauend wirken.

    Doch woher kommen diese endogenen Kräfte überhaupt?

    • Je tiefer man ins Erdinnere vordringt, desto heißer wird es.
    • Daher bewegen sich die kontinentalen und ozeanischen Platten auch auf einer heißen Gesteinsschmelze.
    • Dies ist die sog. Asthenosphäre, die sich zähplastisch verhält.
    • Dort können sich also - ähnlich wie in der Luft oder im Wasser - die Massen bewegen, um Temperaturunterschiede auszugleichen.
    • Dies passiert jedoch deutlich langsamer als im Wasser oder in der Luft.
    • Die Bewegungen führen dazu, dass sich auch die Platten bewegen, die auf der Gesteinsschmelze schwimmen.
    • Daher kommt es zu Kollisionen oder Rissen in der Erdkruste.
    • Die Folge sind die Entstehung von Gebirgen, Grabenbrüchen oder Vulkanen.
  • Erläutere die Entstehung der Anden.

    Tipps

    Die alpidische Gebirgsbildung, in deren Zusammenhang auch die Anden entstanden, begann vor ca. 150 Mio. Jahren.

    Flüssiges Gestein heißt im Erdinneren Magma, tritt es jedoch durch Vulkane an die Erdoberfläche, bezeichnet man dies als Lava.

    Lösung

    Die Anden sind ein Gebirge mit vielen Extremen:

    • Außerhalb Asiens gibt es hier die höchsten Gipfel der Welt.
    • Die Anden gehören zu den Kordilleren, ein langgezogenes Gebirgssystem, das von Alaska bis Feuerland reicht.
    • Der Titicaca-See ist einer der höchsten Süßwasserseen der Erde und liegt in den Anden.
    • Die Anden sind die Gebirgskette mit den meisten aktiven Vulkanen.
    • Die Anden erstrecken sich aufgrund ihrer Nord-Süd-Ausdehnung über fast alle Klimazonen.
  • Beschreibe landschaftsformende Faktoren.

    Tipps

    Schluff ist ein sehr feinkörniges Sediment.

    Erosion ist eine Form der Abtragung von Materialien durch Wind, Wasser oder Eis.

    Lösung

    Neben dem Begriff der Erosion kann man die Abtragung durch Wind auch als Deflation bezeichnen.

    • Dieser Prozess beschreibt vor allem die Ausblasung von trockenen Lockermaterialien.
    • Hauptsächlich geschieht dies in den Trockengebieten dieser Erde. Dort fehlt auch der Schutz der Erdoberfläche durch Vegetation.
    • Nimmt der Wind dann ab oder werden die Materialien an Hindernissen abgelagert, bilden sich Dünen oder sog. Lössschichten.
    Doch auch in unseren Mittelbreiten kann Deflation ein Problem sein.
    • Vor allem dann, wenn landwirtschaftliche Nutzflächen in den Wintermonaten keine Vegetationsdecke haben, kann fruchtbarer Oberboden fortgeweht werden.
    • Oft fehlen Hecken, Sträucher und Bäume am Rande der Felder, um diesen Prozess zu bremsen.
    • Einfache Maßnahmen, wie die Pflanzung von Hecken oder eine Aussaat winterharter Pflanzen würden diesen Prozess deutlich aufhalten.

  • Ordne die Prozesse während der Eiszeit chronologisch.

    Tipps

    In der Vergangenheit gab es drei große Eiszeiten. Die letzte setzte vor ungefähr 100.000 Jahren ein und dauerte bis vor rund 10.000 Jahren.

    Die großen Eismassen bildeten sich im Norden und drangen dann immer weiter gen Süden vor.

    Erst nach dem Abtauen der Gletscher wurden die neuen Landschaftsformen sichtbar.

    Lösung

    In der jüngeren Erdgeschichte war der Wechsel von Kalt- und Warmzeiten typisch.

    • Aufgrund der Position der Erde im Sonnensystem und wegen Schwankungen des Kohlendioxid-Gehalts in der Luft gibt es natürliche Klimaschwankungen.
    • Jedoch gab es noch nie in der jüngeren Geschichte der Erde einen solch rasanten Anstieg der Temperatur wie heute.
    • Dies lässt sich mit dem Beginn der Industriellen Revolution und dem damit beginnenden menschlichen Kohlendioxid-Ausstoß erklären.
    • Die letzte Eiszeit war nur rund 5 °C kälter als der heutige Durchschnitt.
    • Viele Menschen können sich daher kaum vorstellen, welche Folgen ein Temperaturanstieg um 2 °C für die Welt hat.
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