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Reformation und Glaubenskonflikte

Die Reformation stößt im 16. Jahrhundert einen tiefgreifenden Wandel der christlichen Kirche an, der sie gleichzeitig in verschiedene Konfessionen spaltet. So kommt es auch zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die im Dreißigjährigen Krieg ihren traurigen Höhepunkt finden.

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Im 16. Jahrhundert führt die Reformation zu einem großen Umbruch in der Geschichte der christlichen Kirche und hat somit auch einen starken Einfluss auf die Gesellschaft in Europa. Eine Schlüsselfigur ist Martin Luther, ein deutscher Mönch, der die katholische Kirche für gewisse Grundsätze und Praktiken, wie vor allem dem Ablasshandel, kritisiert. Durch seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel, die er angeblich 1517 an die Wittenberger Kirchentür nagelt, beginnt ein Prozess, der, durch den gerade aufkommenden Buchdruck gefördert, schnell eine Eigendynamik entwickelt und zur Spaltung der christlichen Kirche führt. Fortan gibt es Katholiken einerseits, die nach wie vor den Papst in Rom als ihr geistiges Oberhaupt anerkennen, und Protestanten andererseits, die der Lehre Luthers oder anderer wichtigen Persönlichkeiten der Reformation wie Calvin oder Zwingli folgen. Die Zersplitterung in verschiedene Konfessionen bleibt nicht ohne Auswirkungen: Trotz verschiedener Bemühungen zu friedlichen Lösungen und Kompromissen zwischen den Konfessionen kommt es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die auch religiös motiviert sind. Diese Entwicklung trägt 1618 schließlich zum Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs bei, einer der verheerendsten Kriege der europäischen Geschichte.