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Wann verdunstet Wasser?

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Sachunterricht Grundschulteam
Wann verdunstet Wasser?
lernst du in der Primarschule 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Wann verdunstet Wasser?

Inhalt

Warum verdunstet Wasser?

Bestimmt hast du schon mal zugesehen, wenn Mama oder Papa Nudeln kochen und dafür einen Topf mit Wasser auf dem Herd erhitzen. Wird das Wasser heiß, fängt es allmählich an zu verdampfen. Diesen Wasserdampf kannst du aufsteigen sehen. Die heiße Luft über der Wasseroberfläche nimmt dann winzig kleine Wassertröpfchen auf: Man sagt, das Wasser geht vom flüssigen in einen gasförmigen Zustand über. Kocht das Wasser dabei, spricht man von verdampfen. Das geschieht ab einer Temperatur von 100 Grad Celsius, dem sogenannten Siedepunkt von Wasser. Der Wasserdampf ist dann ganz heiß und feucht. Aber warum verdunstet Wasser unter 100 Grad?

Was ist Verdunstung?

Wenn das flüssige Wasser weniger wird, ohne dass es kocht, spricht man von Verdunstung. Das kennst du sicherlich von Regenpfützen. Nach einem Schauer bleiben auf der Straße Wasserpfützen zurück. Nach einiger Zeit werden diese aber kleiner und verschwinden schließlich vollkommen: Das ist die Verdunstung. Was passiert bei der Verdunstung von Wasser?

Verdunstung Definition
Verdunstung bedeutet, dass das Wasser langsam vom flüssigen in einen gasförmigen Zustand übergeht, ohne zu kochen. Das heißt, dass wie beim Nudeltopf kleinste Wassertröpfchen in die Luft übergehen. Das passiert allerdings sehr langsam und kann mehrere Tage dauern. Warum verdunstet Wasser bei Zimmertemperatur?

Experiment Verdunstung von Wasser

Wasser hat die tolle Fähigkeit, verschiedene Formen anzunehmen. Man spricht von Aggregatzuständen: So kann es flüssig, fest und gasförmig sein und wie ein Superheld hin- und herwechseln. Welchen Zustand es annimmt, hängt von der Temperatur ab.

Ist es wie im Winter kalt, wird es fest. Bei unter null Grad Celsius gefriert Wasser und wird zu Eis. Du kannst dann auf dem See sogar Schlittschuh fahren.
Hat es über null Grad Celsius, ist das Wasser normal flüssig und steht im Austausch mit der Luft. Das bedeutet, dass ein Teil der winzigen Wasserteilchen in die Luft aufsteigt und gasförmig wird, auch wenn du es nicht sehen kannst.
Wird das Wasser stark erhitzt, werden in kürzester Zeit ganz viele Wasserteilchen von der Luft aufgenommen und du siehst den Wasserdampf mit bloßem Auge. Warum verdunstet Wasser bei höherer Temperatur schneller? Das liegt daran, dass wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann. Sie kann die Wasserteilchen also besser halten.

Experiment für zu Hause: Verdunstung Wasser

Wenn du mal beobachten möchtest, wie lange es dauert, bis ein Teller voll Wasser leer ist, dann probiere das Experiment aus dem Video aus.

Verdunstung und Verdampfung von Wasser

Fülle hierfür zwei gleich große Teller mit der exakt gleichen Menge Wasser und stelle einen davon an einen sonnigen Platz im Haus und den anderen an einen schattigen, dunklen Platz. Mit etwas Geduld kannst du nun beobachten, wie das Wasser allmählich weniger wird und verdunstet. Hast du eine Idee, welcher der beiden Teller schneller leer sein wird? Wenn du möchtest, nimm dir dazu einen Notizblock und ein Lineal zum Nachmessen des Wasserstands. Viel Vergnügen!

Transkript Wann verdunstet Wasser?

Hallo! Das ist ein Video zum Thema „Wasser verdunstet“ Bestimmt habt ihr schon mal gesehen, was passiert, wenn Mama oder Papa einen Topf Wasser auf den Herd stellt, um Nudeln zu kochen. Irgendwann, wenn das Wasser ganz heiß ist, fängt es an zu dampfen. Oder ist das Rauch, der da an die Decke steigt? Was ist das eigentlich? Was passiert da? Und jetzt eine scheinbar ganz andere Frage: Wenn es regnet bilden sich Pfützen auf der Straße. Wenn es aufgehört hat zu regnen, verschwinden die Pfützen allmählich wieder. Wie kommt es, dass das Wasser langsam wieder verschwindet? Wo kommt es hin? Diesen Fragen werden wir in diesem Video nachgehen und ihr werdet sehen: Die Erklärungen für die beiden Phänomene sind fast die gleichen! Wenn Wasser z.B. in einem Kochtopf erwärmt wird, nimmt die heiße Luft über der Wasseroberfläche die Feuchtigkeit des Wassers auf. Das Wasser verwandelt sich sozusagen in Wasserdampf! Diesen Wasserdampf sieht man dann vom Kochtopf aufsteigen. Der ist nicht nur sehr heiß, sondern auch ganz feucht, weil er eben ganz kleine Wasserteilchen enthält. Das heißt: Zuerst ist das Wasser flüssig und nach und nach wird es gasförmig. Man sagt auch: Das Wasser geht vom flüssigen Zustand in den gasförmigen Zustand über. Wenn das Wasser also nach und nach verdampft, heißt das, dass das Wasser im Topf immer weniger wird und irgendwann überhaupt kein Wasser mehr drinnen ist? Ganz genau! Irgendwann ist das ganze Wasser in kleinen Tröpfchen in die Luft übergegangen, also verdampft. Dann ist der Topf leer! Aber wie ist das mit dem Wasser in der Pfütze? Das kocht ja nicht und verschwindet trotzdem! Ja, aber Wasser verschwindet auch in die Luft, wenn es nicht kocht. Nur eben viel langsamer. Dazu kannst du ein Experiment machen - bitte deine Eltern, dir dabei zu helfen! Nimm zwei tiefe Teller und fülle sie mit Wasser. Wichtig ist, dass die Teller gleich sind und die Wassermenge in beiden exakt gleich ist. Einen Teller stellst du dorthin, wo die Sonne tagsüber möglichst lange draufscheint. Den anderen Teller stellt du dorthin, wo niemals die Sonne hinkommt. Also zum Beispiel in eine dunkle, schattige Ecke. Jetzt braucht es einfach Zeit. Kontrolliere die Teller alle 3 Tage. Du kannst z.B. ein Lineal vorsichtig ganz ins Wasser tauchen und aufschreiben, wieviel Wasser im Teller ist. Führe eine Tabelle. Was fällt dir nach 6 oder 9 Tagen auf? Richtig! Das Wasser wird langsam weniger, man sagt: Es verdunstet. Das heißt, kleine Wassertröpfen gehen nach und nach in die Luft über. Ob es bei dem Teller, der in der Sonne steht, schneller geht oder bei dem, der im Schatten steht, musst du selber herausfinden! Und genau das passiert mit den Regenpfützen auf der Straße: Das Wasser geht als winzige unsichtbare Tröpfchen in die Luft über, es verdunstet! So wie das Wasser in den Tellern. Wasser kann vom flüssigen Zustand in den gasförmigen Zustand übergehen. Diesen Prozess nennt man „verdampfen“, wenn das Wasser dabei kocht, oder „verdunsten“, wenn es dabei nicht kocht. Aber ihr müsst keine Angst haben, dass euch das Wasser in der Badewanne vor der Nase wegdunstet bevor ihr hineinsteigen könnt... verdunsten geht nämlich gaaanz langsam! Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Wann verdunstet Wasser? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wann verdunstet Wasser? kannst du es wiederholen und üben.
  • Warum verdampft Wasser? Nenne den Grund.

    Tipps

    Wenn Wasser verdampft, dann wird es weniger.

    Wenn man Nudeln kocht, stellt man den Topf auf den Herd.

    Lösung

    Wasser verdampft, wenn es vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht. Damit Wasser verdampfen kann, braucht es sehr viel Wärme. Die Wärme sorgt dafür, dass die Wasserteilchen aus dem Kochtopf langsam in die Luft über gehen. Die Wasserteilchen bilden Wasserdampf.

    Wenn du also Wasser verdampfen lassen willst, dann musst du es kochen. Dafür wird sehr viel Wärme benötigt.

  • Was ist Verdunstung? Beschreibe.

    Tipps

    Was passiert mit dem Wasser der Pfützen?

    Lösung

    Wenn es geregnet hast, kannst du Pfützen auf der Straße sehen. Diese Pfützen verschwinden nach einigen Stunden oder Tagen wieder, auch wenn das Wasser nicht kocht. Das Wasser in diesen Pfützen verdunstet nämlich mit der Zeit. Dabei gehen kleine Tröpfchen langsam in die Luft über. Das Wasser in den Pfützen wird dann weniger.

    Wenn die Sonne scheint, verdunstet das Wasser schneller als bei Wolkenwetter.

  • Wie kannst du Wasser in einem Glas verdampfen lassen? Erkenne die Schritte.

    Tipps

    Wenn Wasser verdampft, wird es weniger.

    Wasser verdampft, wenn es erwärmt wird.

    Lösung

    Wenn du Wasser in einem Glas verdampfen möchtest, dann musst du es erwärmen.

    Zu Hause stellt man das Wasser in einem Topf auf den Herd, um Wasser zu verdampfen. In deinem Klassenraum kannst du spezielle Gläser auch auf Heizplatten oder über einen Bunsenbrenner stellen.

    Wenn das Wasser nun in dem Glas erwärmt wird, dann gehen die kleinen Wasserteilchen in die Luft über. Das flüssige Wasser wird gasförmig. Dabei wird das Wasser im Glas immer weniger, bis es irgendwann ganz verschwunden ist.

  • Warum trocknen Annas Haare? Erkläre.

    Tipps

    Im See ist das Wasser flüssig.

    Wasserdampf kann man nicht sehen.

    Lösung

    Im See ist das Wasser flüssig. Dieses flüssige Wasser befindet sich nach dem Baden auch in Annas Haaren. Wenn Anna nun eine Weile auf der Wiese in der Sonne sitzt, dann gehen die kleinen Wassertröpfchen langsam in die Luft über. Das Wasser verdunstet. So trocknen nach einer Zeit die Haare langsam. Bei Wind und Sonne trocknen die Haare schneller. Deshalb pustet der Haarfön auch warme Luft. So trocknen die Haare am schnellsten.

    Auch im Kochtopf am Abend ist das Wasser flüssig. Wenn nun der Topf auf der heißen Herdplatte steht, erwärmt sich das Wasser so stark, dass es gasförmig wird und in die Luft steigt. Damit wird das Wasser im Topf weniger.

    Wenn das Wasser also allmählich und ohne zusätzliche Wärme in die Luft steigt, nennt man das verdunsten, wenn man allerdings das Wasser stark erwärmt und es dann in die Luft steigt, nennt man das verdampfen.

  • Was passiert, wenn Wasser verdampft? Benenne die Bestandteile.

    Tipps

    Wenn du Wasser auf einen Herd stellst, dann geht es langsam in die Luft über.

    Lösung

    Wenn Wasser auf dem Herd steht, dann beginnt es langsam zu kochen. Dabei wird das Wasser immer heißer. Kleine Wasserteilchen gehen langsam in die Luft über dem Topf. Es bildet sich Wasserdampf.

    Das Wasser im Topf ist flüssig. Der Wasserdampf ist gasförmig. Dabei wird das Wasser im Topf langsam immer weniger. Diesen Vorgang nennt man Verdampfen.

  • Bei welchen Beispielen verdunstet Wasser? Entscheide.

    Tipps

    Wenn Wasser verdunstet, wird es weniger.

    Wasser geht in den gasförmigen Zustand über.

    Lösung

    Wenn Wasser verdampft, geht es in den gasförmigen Zustand über. Dabei gehen kleine Wasserteilchen in die Umgebungsluft über. Damit Wasser verdampft, muss es sehr heiß sein.

    Wasser geht aber auch in die Luft über, wenn es nicht heiß gemacht wird. Man spricht dann von Verdunstung. Die Verdunstung verläuft viel langsamer ab als das Verdampfen.

    Den Vorgang des Verdunstens machen wir uns auch im Alltag zunutze. Beim Wäschetrocknen zum Beispiel geht das Wasser aus der nassen Wäsche langsam in die Umgebung über und somit trocknet die Wäsche. Auch Regentropfen trocknen an deiner Fensterscheibe, da das Wasser langsam verdunstet.

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