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Wohin geht das Wasser aus der Toilette?

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Team Digital
Wohin geht das Wasser aus der Toilette?
lernst du in der Primarschule 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Wohin geht das Wasser aus der Toilette?

Inhalt

Aufbau und Funktion einer Kläranlage

Bevor in der Grundschule (3./4. Klasse) erklärt wird, wie eine Kläranlage funktioniert, wird meist erst thematisiert, wo Schmutzwasser entsteht: Das ist vor allem zu Hause im Bad (Toilette, Dusche, Waschbecken) und in der Küche (Spülbecken, Waschmaschine) der Fall. Aber auch in der Schule, in Bürogebäuden und vor allem in vielen Fabriken werden riesige Mengen an verschmutztem Wasser produziert. Und das darf nicht einfach in die Flüsse oder in den Boden abfließen. Deshalb gibt es bei uns Kläranlagen – in Deutschland gibt es davon über 10 000!

Aufbau einer Kläranlage – einfach erklärt

Viele Haushalte sind an die Kanalisation angeschlossen. Das bedeutet, ihr Schmutzwasser aus der Toilette, Dusche und dem Spülbecken fließt über Rohre zur Kläranlage. Die Kläranlage besitzt grob zusammengefasst drei Reinigungsstufen:

  1. die mechanische Reinigungsstufe
  2. die biologische Reinigungsstufe
  3. die chemische Reinigungsstufe

Auf dem Schaubild siehst du – grundschulgerecht aufbereitet – wie das Abwasser in der Kläranlage gereinigt wird:

Aufbau einer Kläranlage

Funktion einer Kläranlage (Grundschule)

Was geschieht nun in der Kläranlage genau? Die drei Reinigungsstufen der Kläranlage sind hintereinander geschaltet, d. h., das Schmutzwasser durchläuft nacheinander verschiedene Stationen.

1. Mechanische Reinigung

In der ersten Reinigungsstufe – der mechanischen Reinigung – wird das Wasser mit einem Rechen von großen Schmutzpartikeln wie Holz oder Papier befreit. Im nächsten Becken, dem sogenannten Sandfang, sinken kleinere und schwerere Teile zu Boden und werden abgepumpt.

Im dritten Becken, dem Vorklärbecken, kommt das Wasser für einige Zeit zur Ruhe. Dort setzen sich feine Schwebstoffe als Schlamm am Boden ab. Leichtstoffe wie Fette und Öle gelangen an die Wasseroberfläche und können dort abgeschöpft oder abgesaugt werden.

2. Biologische Reinigung

In der zweiten Reinigungsstufe werden dem Wasser im sogenannten Belebungsbecken Bakterien und eine große Menge Sauerstoff zugeführt. Mithilfe des Sauerstoffs vermehren sich die Bakterien und fressen die im Wasser gelösten Stoffe auf. Hier nutzt man einen natürlichen Vorgang, weshalb dies auch als biologische Reinigungsstufe bezeichnet wird. Jetzt ist das Wasser schon ziemlich sauber.

3. Chemische Reinigung

Im Nachklärbecken werden chemikalische Lösungsmittel beigegeben und die letzten Schmutzteile flocken aus. Der an verschiedenen Stellen im Reinigungsprozess abgesonderte Schmutz wird in den Faulturm geleitet. Dort verrotten die Abfallstoffe; die entstehenden Gase können dabei zur Energiegewinnung eingesetzt werden. Danach werden die Reste in einer Müllverbrennungsanlage verbrannt.


Reinigungsstufe Becken Reinigungsfunktion
1. mechanische
Reinigung
Rechen Entfernung grober Schmutzteile
Sandfang Absinken schwererer Stoffe
Vorklärbecken Entfernung Schwebstoffe und Fette/Öle
2. biologische
Reinigung
Belebungsbecken Zugabe von Bakterien und Sauerstoff
3. chemische
Reinigung
Nachklärbecken Zugabe von chemikalischer Lösung

Was passiert nach der Kläranlage?

Nach dem letzten Becken, dem Nachklärbecken, kann das Wasser in die Flüsse oder andere Gewässer geleitet werden. Das Wasser gelangt also zurück in den natürlichen Wasserkreislauf. Es wird irgendwann wieder verdunsten, abregnen und dann im Boden versickern. Beim Versickern im Boden wird das Wasser nochmals optimal gereinigt, indem es verschiedene Bodenformen durchläuft. Dazu gibt es bei sofatutor auch das Video zum Thema Trink- und Abwasser. Am Ende wird es als Grundwasser aufgefangen und als Trinkwasser in unsere Wasserleitungen gepumpt.

Beachte: Verlässt das Wasser die Kläranlage, kann es nicht direkt in unsere Häuser gepumpt werden. Es muss nochmals die Reinigungsprozesse des natürlichen Wasserkreislaufs durchlaufen.

In der Grundschule besuchen viele Klassen die Kläranlage und lernen die Reinigungsstufen bzw. Stationen vor Ort direkt kennen.

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