40%

Cyber Monday-Angebot – nur bis zum 4.12.2022

sofatutor 30 Tage lang kostenlos testen & dann 40 % sparen!

Eine Gedichtinterpretation schreiben – Schluss

Du möchtest schneller & einfacher lernen?

Dann nutze doch Erklärvideos & übe mit Lernspielen für die Schule.

Kostenlos testen
Bewertung

Ø 4.3 / 35 Bewertungen

Die Autor*innen
Avatar
Team Digital
Eine Gedichtinterpretation schreiben – Schluss
lernst du in der Sekundarstufe 1. Klasse - 2. Klasse

Grundlagen zum Thema Eine Gedichtinterpretation schreiben – Schluss

Inhalt

Eine Gedichtanalyse schreiben

Bei der Analyse eines Textes geht es darum, seine Bestandteile und ihre Beziehungen zueinander zu erfassen und herauszuarbeiten. Zu diesen Bestandteilen gehört beispielsweise der formale Aufbau sowie die sprachliche Gestaltung des Textes. Der Analyse folgt meist die Interpretation. Die Funktion der Interpretation ist es, die Analyseergebnisse in einen Zusammenhang zur Deutungshypothese zu bringen. Bei der Gedichtanalyse bzw. der Gedichtinterpretation wird ein Gedicht analysiert bzw. interpretiert. Der Aufbau der Gedichtanalyse ist dreiteilig und lässt sich gliedern in Einleitung, Hauptteil und Schluss.

Gedichtinterpretation schreiben – Einleitung

Die Einleitung gibt so wie in anderen Textformen allgemeine Informationen zum analysierten Text, in diesem Fall zum Gedicht, wieder. Die Einleitung soll die Leser und Leserinnen in das Thema einführen. Sie enthält Angaben zu Titel, Autor, Textart und Thema des Gedichts. Sie kann auch Informationen zur Entstehungszeit und zur literarischen Epoche enthalten. Ein Beispiel für einen Einleitungssatz zum Gedicht „Weltende“ von Jakob van Hoddis könnte lauten:

  • Das Gedicht „Weltende“ von Jakob van Hoddis aus dem Jahre 1911 beschreibt eine durch verschiedene Ereignisse erschütterte und sich bedrohlich wandelnde Welt. Die knappe Darstellung von Katastrophen, Krankheiten und Tod zeigt die für den beginnenden Expressionismus typische Verunsicherung des Individuums in einer undurchschaubaren Welt, von der es sich mehr und mehr entfremdet.

Gedichtinterpretation – Hauptteil

Der Hauptteil ist das Kernstück der Gedichtinterpretation. Er sollte etwa zwei Drittel des Aufsatzes umfassen. Im Hauptteil werden die formale und sprachliche Gestaltung des Gedichts und die inhaltlichen Aussagen analysiert und miteinander verknüpft. Das Ziel der Gedichtanalyse ist es, eine treffende Deutung herauszuarbeiten. Wichtige zu betrachtende Aspekte sind dabei der Titel, die inhaltliche Gliederung und die Situation des lyrischen Ichs. Fragen, die beim Verfassen des Hauptteils behilflich sein können, sind zum Beispiel:

  • Welche inhaltliche Gliederung wird verfolgt?
  • Welche Themen werden im Titel und im Gedicht angesprochen? (z.B. Liebe, Freundschaft, Tod und Trauer, Familie, Natur, Glaube und Religion)
  • Wie ist der formale Aufbau des Gedichts? (Anzahl der Strophen und Verse, Reimschema, Metrum usw.)
  • Welche rhetorischen Stilmittel werden zu welchem Zweck genutzt?
  • In welcher Situation befindet sich das lyrische Ich?

Zeilenangaben und wörtliche Zitate dienen dabei als Belege, um das eigene Textverständnis zu untermauern und Aussagen über den Text zu belegen.

Gedichtinterpretation – Schluss

Der Schlussteil soll die Analyseergebnisse und die Interpretation in wenigen Sätzen zusammenfassen. Der Schluss kann auch eine eigene Wertung enthalten. Diese Wertung sollte sachlich formuliert werden. Es ist auch möglich, Bezüge zu anderen Gedichten herzustellen, vor allem, wenn diese ähnliche Themen aufgreifen oder derselbe literaturgeschichtliche Zusammenhang vorliegt. Mögliche Formulierungshilfen für den Schluss der Gedichtinterpretation sind:

  • Zusammenfassend lässt sich sagen, …
  • Durch die genaue Untersuchung des Textes und die Betrachtung literaturgeschichtlicher Zusammenhänge bin ich zu dem Schluss gekommen, dass …
  • Nach dem ersten Lesen dachte ich, dass ..., bin aber durch die Analyse zu dem Schluss gekommen, dass …
  • Ich finde, der Text entspricht/entspricht nicht …
  • Mir persönlich gefällt der Text/gefällt der Text nicht, weil …

Häufig gestellte Fragen zum Thema Eine Gedichtinterpretation schreiben – Schluss

Was kommt in den Schluss einer Gedichtinterpretation?
Wie schreibt man das Ende einer Gedichtanalyse?
Wie beendet man eine Gedichtanalyse?
Hat eine Gedichtanalyse einen Schluss?

Transkript Eine Gedichtinterpretation schreiben – Schluss

„Mon dieu, diese ganze Gefühle machen misch ganz malade! Sacre bleu!! Isch fühle misch wie in eine Käfig“ „Keine Sorge, mit meiner patentierten Upsi-Therapie werden sie wieder ein zuversichtliches Gedicht!“ „Schritt 3: „S“ wie schwitzen!“ Ob das funktioniert? Wir wollen unsere Gedichtinterpretation lieber ganz klassisch abschließen und schauen wie man den Schluss einer Gedichtinterpretation schreibt. Du solltest in deiner vorangegangenen Interpretation bereits herausgefunden haben, wie Inhalt, Aussage und Wirkung des Gedichtes durch seine sprachliche Gestaltung verdeutlicht wurden. Schau dir dazu unsere Reihe zur Gedichtinterpretation an und beginne beim Video „Gedichtinterpretation Schritt für Schritt“. Deine Analyseergebnisse solltest du dann im Hauptteil deiner Gedichtinterpretation festgehalten haben. Zum Schluss kannst du nun die wesentlichen Ergebnisse deiner Gedichtinterpretation zusammenfassen und das Gedicht abschließend deuten oder Stellung zum Gedicht beziehen. Eine persönliche Einschätzung bzw. Stellungnahme gibst du in der Regel nur dann ab, wenn in der Aufgabenstellung explizit danach gefragt wird. Bevor du damit beginnst, deine Gedichtinterpretation abzuschließen, solltest du dir deine Einleitung noch einmal durchlesen. Wir hatten z.B. folgende kurze Einleitung zum Gedicht „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke verfasst: „In dem Dinggedicht „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke, geschrieben 1902–1903, geht es um einen gefangenen Panther und dessen Existenz in einem Käfig.“ Vielleicht hast du während der Vorarbeit mit dem Gedicht auch eine Deutungshypothese formuliert. Nach dem ersten Lesen des Gedichtes hätte z.B. der Eindruck entstehen können, Rilke wollte durch seine Beschreibung des gefangenen Panthers den immer gleichen Alltagstrott der Menschen anprangern. Kannst du deine anfängliche Deutungshypothese nun bestätigen? Stimmen deine Vorvermutungen mit den Analyseergebnissen aus dem Hauptteil der Gedichtinterpretation überein? Lässt das Gedicht sonstige Fragen offen? Schau dir einmal an, welche abschließenden Worte wir für unsere Gedichtinterpretation gefunden haben: Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass in Rilkes Dinggedicht „Der Panther“ ein Leben in Gefangenschaft anschaulich geschildert wird. Das passiert, indem der Autor durch passende Stilmittel (wie z.B. Personifikationen, Metaphern und Vergleiche) einen gefangenen Panther zuerst objektiv von außen beschreibt, um dann im Anschluss das Innenleben des Tieres zu erläutern. Dieser beschriebene Zustand des „Gefangenseins“ lässt sich auch auf alltägliche Situationen der Menschen übertragen, denn viele Menschen stecken in einer täglichen Routine fest, in der sie sich „im allerkleinsten Kreise“ drehen. Auch gesellschaftliche Zwänge im Berufs- oder Privatleben können Menschen gefangen nehmen und häufig den Blick auf ein anderes, meist schöneres Leben versperren. Da die eigene Befreiung des Panthers im Gedicht unmöglich scheint, könnte der Text als Appell gedeutet werden, die eigenen „Gitterstäbe“ des Alltags zu durchbrechen, um nicht - wie das gefangene Tier - innerlich leer und hoffnungslos zu enden. Deine Gedichtinterpretation sollte am Ende aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss bestehen. Merke dir für die Einleitung die TATTZ-Formel: Textsorte, Autor bzw. Autorin, Titel, Thema und Zeit, in der das Gedicht entstanden ist. Im Hauptteil beginnst du mit einer Inhaltsangabe. Darauf folgen deine Analyse des formalen Aufbaus und dann die der sprachlichen Gestaltungsmittel. Im Schluss kannst du schließlich wichtige Ergebnisse zusammenfassen, sowie das Gedicht abschließend deuten und - wenn gewünscht - eine Stellungnahme abgeben. Hat Schritt drei nun endlich den erhofften Therapie-Erfolg gebracht? „Naaaa fühlen Sie sich jetzt geheilt?“ „Oui.“ „Wollen Sie denn gar nicht wissen, wofür das „I“ in „Upsi“ steht?“ „Non.“ „Inhalieren!“

4 Kommentare

4 Kommentare
  1. esistzwareinetwasschwierigeresthemaaberdankdirhabeicheshalbwegsverstanden

    Von Matti, vor 2 Monaten
  2. 🐈🤩🍬🥰🐱🐈‍⬛🦔🦔🐡🐡

    Von Honoka , vor 9 Monaten
  3. Cccccccccccccccccccccccccccccccccooooooooooooooooooooollllllllllllllllllllllllllllll!Cool

    Von Honoka , vor 9 Monaten
  4. Das Video hat mir am meisten gefallen weil er am Ende gesagt hat für was das I steht für: inhalieren

    Von Ida, vor 9 Monaten

Eine Gedichtinterpretation schreiben – Schluss Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Eine Gedichtinterpretation schreiben – Schluss kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme Teile des Schlusses.

    Tipps

    In der Einleitung wird die TATTZ-Methode mit Angaben zu Textsorte, Autorin/Autor, Titel, Thema und Zeit angewendet.

    Der Aufbau, zu dem die Angaben über Strophen- und Verszahl gehören, wird im Hauptteil untersucht.

    Lösung

    Im Schlussteil der Gedichtanalyse

    • fasst du wichtige Ergebnisse zusammen und
    • deutest das Gedicht abschließend.

    Eine eigene Stellungnahme kann – abhängig von der Aufgabenstellung – eingebunden werden.

  • Beschreibe den Aufbau einer Gedichtinterpretation.

    Tipps

    Wie der Name Hauptteil schon sagt, sollte dort die Hauptarbeit stattfinden.

    Im Schlussteil werden drei Aspekte abgedeckt.

    Lösung

    Aufbau einer Gedichtinterpretation:

    • Einleitung: TATTZ-Methode
    • Hauptteil: Inhalt, Form, Sprache
    • Schluss: Zusammenfassung, Deutung, Stellungnahme
  • Werte den folgenden Schluss aus.

    Tipps

    Zusammenfassung = zentrale Ergebnisse aus dem Hauptteil

    Deutung = abgeleitet von Ergebnissen

    Lösung

    Die Deutungshypothese kannst du schon nach dem ersten Lesen aufstellen. Überprüfe nach der Analyse im Hauptteil, ob du die Deutungshypothese bestätigen kannst oder korrigieren musst.

  • Vervollständige die Deutung.

    Tipps

    Appell = Aufforderung

    Lösung

    Achtung: Die Deutung eines Gedichtes muss immer mit den vorangegangenen Ergebnissen übereinstimmen.

    Belege deshalb deine Thesen immer am Text. Kannst du das nicht, dann musst du deine Deutungshypothese ändern.

  • Gib an, welche Fragen für das Schreiben des Schlusses hilfreich sind.

    Tipps

    Wirf noch einmal einen Blick auf die Einleitung.

    Lösung

    Während der Vorarbeit hast du vielleicht eine Idee bekommen, was das Gedicht aussagen soll, und hast eine Deutungshypothese aufgestellt.

    Beispiel:
    Der gefangene Panther ist ein Symbol für den Alltagstrott der Menschen.
    Bevor du den Schluss schreibst, solltest du deine Ergebnisse des Hauptteils mit deinem ersten Eindruck abgleichen und im Schlussteil deuten.

  • Entscheide, welche Textausschnitte im Schluss einer Gedichtinterpretation zu Mörikes Gedicht stehen könnten.

    Tipps

    Welche Blumen werden erwähnt?

    Bedenke, dass die Analyse über Reimschema, Metrum, Stilmittel usw. im Hauptteil, nicht im Schlussteil stattfindet.

    Drei Antworten sind korrekt.

    Lösung

    Im Schluss werden keine neuen Ergebnisse erarbeitet. Bisherige Ergebnisse werden zusammengefasst und deren Bedeutung wird abgeleitet.

    Mörike, Eduard (1828): Er ist’s. http://handmann.phantasus.de/gf_er_ists.html. [Abgerufen am 13. März 2022].

30 Tage kostenlos testen
Mit Spass Noten verbessern
und vollen Zugriff erhalten auf

4'062

sofaheld-Level

6'574

vorgefertigte
Vokabeln

10'282

Lernvideos

42'389

Übungen

37'454

Arbeitsblätter

24h

Hilfe von Lehrer*
innen

laufender Yeti

Inhalte für alle Fächer und Schulstufen.
Von Expert*innen erstellt und angepasst an die Lehrpläne der Bundesländer.

30 Tage kostenlos testen

Testphase jederzeit online beenden