Der Peloponnesische Krieg
- Der Peloponnesische Krieg – als Athen und Sparta gegeneinander kämpften
- Warum kam es zum Peloponnesischen Krieg?
- Zwei ungleiche Gegner: Athen und Sparta
- Wie verlief der Krieg?
- Der Plan des Perikles und die Seuche in Athen
- Die Katastrophe auf Sizilien
- Das Ende: Athen muss aufgeben
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Lerntext zum Thema Der Peloponnesische Krieg
Der Peloponnesische Krieg – als Athen und Sparta gegeneinander kämpften
Kennst du das, wenn zwei Mannschaften unbedingt die Besten sein wollen und sich deshalb ständig in die Haare bekommen? Etwas Ähnliches geschah vor über 2400 Jahren im antiken Griechenland. Dort stritten die beiden mächtigsten Städte miteinander: Athen und Sparta.
Kurz zuvor hatten die Griechen noch gemeinsam gegen die Perser gekämpft. Doch nun wurden aus Verbündeten erbitterte Gegner. Warum bekämpften sich die beiden Städte? Wie konnten sie fast 30 Jahre lang Krieg führen? Und wer gewann am Ende? Das erfährst du in diesem Text.
Der Peloponnesische Krieg war ein langer Krieg zwischen Athen und Sparta sowie ihren jeweiligen Verbündeten. Er dauerte von 431 bis 404 v. u. Z. (vor unserer Zeitrechnung) – also fast 30 Jahre.
Warum kam es zum Peloponnesischen Krieg?
Nach dem Sieg über die Perser war Athen sehr mächtig geworden. Die Stadt führte ein großes Bündnis vieler Städte an, den Attischen Seebund. Eigentlich sollte dieses Bündnis vor den Persern schützen. Doch mit der Zeit bestimmte Athen immer mehr allein und behandelte die anderen Städte fast wie Untertanen.
Das gefiel Sparta gar nicht. Sparta führte ein eigenes Bündnis an, den Peloponnesischen Bund. Die Spartaner und ihre Verbündeten fürchteten, dass Athen zu mächtig werden könnte. Aus diesem Misstrauen wurde schließlich ein offener Krieg.
Zwei ungleiche Gegner: Athen und Sparta
Athen und Sparta waren sehr verschieden. Benannt ist der Krieg übrigens nach dem Peloponnes, der großen Halbinsel im Süden Griechenlands, auf der Sparta und viele seiner Verbündeten lagen.
Athen war eine Seemacht: Die Stadt besaß die größte Flotte Griechenlands und verdiente viel Geld durch den Handel über das Meer. Außerdem war Athen eine Demokratie, in der die Bürger mitbestimmen durften.
Sparta war dagegen eine Landmacht mit dem stärksten Heer. Dort wurden die Jungen von klein auf zu Soldaten ausgebildet. Regiert wurde Sparta nicht vom Volk, sondern von Königen und wenigen mächtigen Anführern.
Wie verlief der Krieg?
Weil Athen auf dem Meer stark war und Sparta an Land, konnte zunächst keine Seite richtig gewinnen. Der Krieg zog sich deshalb über viele Jahre hin.
Der Plan des Perikles und die Seuche in Athen
Der athenische Anführer Perikles hatte schließlich einen Plan: Die Menschen aus der Umgebung der Stadt sollten sich hinter die sogenannten Langen Mauern zurückziehen. Das waren lange Schutzmauern, die Athen mit seinem Hafen Piräus verbanden. So konnte die Stadt über das Meer mit Nahrung versorgt werden, selbst wenn die Spartaner zu Lande alles umzingelten.
Doch der Plan hatte eine schreckliche Folge: Weil so viele Menschen dicht gedrängt in der Stadt lebten, brach eine schwere Seuche aus. Sehr viele Athener starben daran – auch Perikles selbst. Das schwächte Athen stark.
Die Katastrophe auf Sizilien
Später wagte Athen etwas sehr Riskantes: Die Stadt schickte eine riesige Flotte weit weg auf die Insel Sizilien, um dort die mächtige Stadt Syrakus zu erobern. Doch das Unternehmen ging völlig schief. Fast die gesamte Flotte und das Heer gingen verloren. Für Athen war das eine Katastrophe, von der sich die Stadt kaum noch erholte.
Das Ende: Athen muss aufgeben
Am Ende bekam Sparta Hilfe von außen und baute eine starke Flotte auf. Der spartanische Feldherr Lysander vernichtete im Jahr 405 v. u. Z. in der Schlacht bei Aigospotamoi fast die gesamte athenische Flotte. Nun konnte Athen nicht mehr über das Meer versorgt werden. Eingeschlossen und ausgehungert musste die Stadt 404 v. u. Z. aufgeben.
Wusstest du schon? Ausgerechnet die Perser – gegen die Athen und Sparta früher noch gemeinsam gekämpft hatten – halfen am Ende mit Geld, damit Sparta eine starke Flotte bauen konnte. So besiegte Sparta Athen auf dem Meer.
Die Folgen des Peloponnesischen Kriegs
Athen hatte den Krieg verloren. Die Stadt musste ihre Langen Mauern abreißen, fast alle Schiffe abgeben und den Attischen Seebund auflösen. Sparta war nun die mächtigste Stadt in ganz Griechenland.
Doch wirklich gewonnen hatte am Ende niemand: Der lange Krieg hatte ganz Griechenland geschwächt. Viele Städte waren erschöpft, und die einst so stolzen Stadtstaaten wurden später leichte Beute für fremde Herrscher.
Peloponnesischer Krieg – Quiz
Peloponnesischer Krieg – Zusammenfassung
- Der Peloponnesische Krieg (431–404 v. u. Z.) war ein langer Krieg zwischen Athen und Sparta sowie ihren Verbündeten.
- Auslöser war die Sorge Spartas, dass das mächtige Athen mit seinem Attischen Seebund zu stark werden könnte.
- Athen war eine Seemacht und Demokratie, Sparta eine Landmacht mit einem starken Heer.
- Eine Seuche in Athen (mit dem Tod des Perikles) und die Katastrophe auf Sizilien schwächten Athen schwer.
- Mit Hilfe der Perser besiegte der Feldherr Lysander die athenische Flotte. 404 v. u. Z. musste Athen aufgeben.
- Sparta wurde die führende Macht – doch der lange Krieg schwächte ganz Griechenland.
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