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Die Revolution von 1848/49

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Die Revolution von 1848/49
lernst du in der Sekundarstufe 1. Klasse - 2. Klasse - 3. Klasse - 4. Klasse

Im Video erfährst du, wie es zur Revolution von 1848/49 im Deutschen Bund kam und warum sich in der Frankfurter Paulskirche erstmals ein frei gewähltes gesamtdeutsches Parlament versammelte. Du lernst, welche Forderungen die Menschen damals stellten, welche politischen Gruppen in der Nationalversammlung miteinander stritten und warum die Paulskirchenverfassung schließlich scheiterte. Am Ende geht es um die Frage, ob die Revolution trotz ihres kurzfristigen Scheiterns langfristig doch eine wichtige Bedeutung für Demokratie, Grundrechte und die deutsche Einheit hatte.

Die Revolution von 1848/49 Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Revolution von 1848/49 kannst du es wiederholen und üben.
  • Tipps

    Das erste deutsche Parlament wird oft nach seinem Tagungsort benannt.

    Ein Staatenbund ist lockerer angelegt als ein Nationalstaat, insofern dass die verschiedenen Einzelstaaten eine eigene Regierung behalten.

    Lösung

    Die Zeit vor der Märzrevolution nennt man im Rückblick auch Vormärz. Auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands hatten sich damals viele Kleinstaaten lose zum Deutschen Bund zusammengeschlossen. Im März 1848 stellte das Bürgertum in Deutschland dann zunehmend Forderungen, die man zusammengefasst als Märzforderungen bezeichnet. Dazu gehörte auch der Wunsch nach einem vereinten deutschen Nationalstaat. Das erste deutsche Parlament tagte ab Mai 1848 in der Paulskirche in Frankfurt am Main.

  • Tipps

    Hungersnöte wurden oft durch schlechte Ernten verursacht.

    Die Hauptstadt von Preußen war Berlin.

    Lösung

    Missernten führten in den Jahren nach 1840 europaweit zu Hungersnöten und Aufständen, die im Februar in Frankreich zur Absetzung des Königs führten. Dadurch ermutigt, forderten die Bürger im Deutschen Bund politische Freiheitsrechte und ein gesamtdeutsches Parlament.

    In Wien musste Staatskanzler Metternich nach Aufständen sein Amt abgeben und auch in Berlin zwangen die Aufständischen dem preußischen politische Zugeständnisse ab. Im Mai trat dann in Frankfurt die Nationalversammlung mit 600 gewählten Abgeordneten aus ganz Deutschland zusammen.

  • Tipps

    Ganz rechts steht die Gruppe, die die bisherige Ordnung erhalten wollte.

    Die Liberalen waren die größte Fraktion im Parlament.

    Lösung

    Die drei Fraktionen „Demokraten“, „Liberale“ und „Konservative“ sind Sammelbezeichnungen für die drei größten politischen Strömungen in der Frankfurter Nationalversammlung.

  • Tipps

    Einen Herrscher aus Frankreich wollte niemand in der Paulskirche haben.

    Überlege, wie Deutschland mit und ohne Österreich jeweils ausgesehen hätte.

    Lösung

    Die unterschiedlichen politischen Richtungen in der Nationalversammlung bezeichnete man als Fraktionen. Während die „Demokraten“ den neuen Staat als Republik gestalten wollten, war die liberale Mehrheit für die Errichtung einer konstitutionellen Monarchie. Befürworter der großdeutschen Lösung, bei der Österreich Teil des deutschen Staates werden sollte, waren vor allem die Konservativen.

    Die Mehrheit entschied sich in der Verfassung für eine konstitutionelle Monarchie mit einem Kaiser mit eingeschränkter Macht, und für die kleindeutsche Lösung ohne Österreich. Doch mit der Ablehnung der Krone durch den preußischen König und der Ablehnung der Verfassung durch Preußen endete die Revolution und das Parlament löste sich auf.

  • Tipps

    Die Wahl zum ersten deutschen Parlament war ein Zugeständnis der Fürsten, um die blutigen Unruhen der Märzrevolution zu beenden.

    Die Verfassung benötigte zur Gültigkeit die Zustimmung aller Staaten, vor allem der beiden Großmächte.

    Lösung

    Im Anschluss an die Februarrevolution in Frankreich kam es auch auf dem Gebiet des Deutschen Bundes zu Unruhen und Straßenkämpfen, vor allem in Wien und Berlin. Die Fürsten kamen den Aufständischen entgegen und es kam zur Wahl des ersten gesamtdeutschen Parlaments, das in der Paulskirche tagte. Dort debattierten verschiedene Fraktionen über die politische Ausgestaltung des deutschen Staates. Ihre Entscheidungen hielten sie in der Paulskirchenverfassung fest, die jedoch von Preußen und Österreich abgelehnt wurde. Damit war die Revolution vorerst gescheitert.

  • Tipps

    Drei Antworten sind richtig, drei falsch.

    Überlege, welche Ideen sich in der Paulskirchenverfassung wiederfinden.

    Lösung

    richtig:

    • Am Ende der Revolution hatten die adligen Herrscher ihre Macht wieder zurückgewonnen und die demokratischen Ziele waren gescheitert.
    • Die Festschreibung von Freiheitsrechten in der Paulskirchenverfassung wurde zum Vorbild für spätere deutsche Verfassungen.
    • Die Fraktionen in der Nationalversammlung waren frühe Vorläufer unserer heutigen Parteienlandschaft.
    falsch:
    • Die Revolution von 1848/49 scheiterte an den radikalen Ideen der demokratischen Fraktion, die in der Verfassung dominierten.
    In der Paulskirchenverfassung waren eher gemäßigte, liberale Ideen vorherrschend – insofern kann man auch nicht in erster Linie die Demokraten für das Scheitern der Revolution verantwortlich machen.
    • Seit der Paulskirchenverfassung gab es in Deutschland eine konstitutionelle Monarchie, die wegweisend für die Zukunft war.
    Die Paulskirchenverfassung sah zwar eine konstitutionelle Monarchie vor, trat aber nie in Kraft.
    • Unsere heutige Demokratie entwickelte sich komplett unabhängig von den gescheiterten Versuchen des Revolutionsjahres 1848.
    Die Revolution von 1848/49 hatte im Gegenteil große Auswirkungen auf die Entwicklung von Demokratie und Freiheitsrechten in Deutschland.

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