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Parodie und Satire

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Die Autor*innen
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Sarah El Zatoni
Parodie und Satire
lernst du in der Sekundarstufe 3. Klasse - 4. Klasse - 5. Klasse

Parodie und Satire Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Parodie und Satire kannst du es wiederholen und üben.
  • Benenne die wichtigsten Charakteristika einer Parodie.

    Tipps

    Bleibt ein Text erkennbar, wenn er mit anderen Inhalten gefüllt wird?

    Überlege noch einmal, ob Untertreibung oder Übertreibung in dem Gedicht Großstadtlyrik wiederzufinden sind.

    Lösung
    • Bei einer Parodie wird ein bereits vorhandener Text umgewandelt. Es gibt also immer einen Ausgangstext zu einer Parodie, die du liest.
    • Das heißt genauer, bestimmte Formmerkmale des Textes werden nachgeahmt. Das können zum Beispiel die Struktur oder der Stil eines Textes sein. So stünde ein Gedicht dann in der gleichen Anzahl an Strophen, im gleichen Versmaß oder im gleichen Reimschema wie der Ausgangstext.
    • Das Nachahmen geschieht meist in Form einer Übertreibung, wie zum Beispiel bei Großstadtlyrik oder indem ein bekannter Text mit anderen Inhalten gefüllt wird.
    • Der Ausgangstext bleibt aber klar erkennbar, damit die Parodie gelingt. Eine gelungene Parodie soll den Leser zum Nachdenken anregen und ihm die geübte Kritik vermitteln.
  • Vergleiche Parodie und Satire miteinander.

    Tipps

    Erinnere dich an das parodistische Gedicht „Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn?“. Was konntest du daran erkennen?

    Erinnere dich an das satirische Gedicht „Imma mit die Ruhe!“. Was konntest du daran erkennen?

    Lösung

    Bei einer Parodie ist in der Regel ein Originaltext erkennbar durch die Nachahmung von Formmerkmalen, z. B. ähnliche Begriffe, gleiches Reimschema, gleiche Strophenform etc. Man benötigt immer eine größere Menge an Formen des Orginialtextes, damit dieser auch erkannt werden kann. Die Formen des Orgininals werden in dem parodistischen Text mit anderen Inhalten gefüllt. Ein wichtiges stilitisches Mittel ist dabei die Übertreibung.

    Bei einer Satire handelt es sich um eine Spottdichtung. Es können Rollenwechsel, Verzerrungen oder auch Ironie, Metaphern und Übertreibung eingesetzt werden. Inhaltlich ist die Satire meist gesellschaftskritisch. Anders als die Parodie bezieht sich die Satire nicht auf einen Ausgangstext.

    Beide können eine Schreibweise oder eine Textsorte sein und in allen Gattungen vorkommen.

  • Nenne wichtige Punkte, an denen Erich Kästner in seiner Parodie Kritik übt.

    Tipps

    Kästner bezieht sich mit seinem Text auf die gegenwärtigen politischen Verhältnisse in Deutschland 1928.

    Lösung
    • In Erich Kästners Gedicht „Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn?“ von 1928 wurde die Form von „Kennst du das Land, wo die Zitronen blüh’n?“, einem Lied von Goethe, aufgegriffen und mit einem anderen Inhalt gefüllt. Es geht hier nicht um die Sehnsucht nach einem fernen Land, sondern um die Kritik an den gegenwärtigen Verhältnissen in Deutschland 1928, die Kästner ausdrücken möchte.
    • An dem Vers Gesichter hat man dort, doch keine Köpfe ist eine Abwertung der Meinungslosigkeit der damaligen Gesellschaft erkennbar. Kästner unterstellt den Menschen die Unfähigkeit zum eigenen Denken.
    • Außerdem kritisiert diese Parodie die damals bereits beginnende Ausrichtung hin zum Nationalismus, was am Satz Die Augen rechts! deutlich wird. Das Gedicht wurde 1928, also in der Zeit vor dem Nationalsozialismus geschrieben.
    • Auch die Herrschaftsverhältnisse werden mit Sätzen wie Wenn dort ein Vorgesetzter etwas will - und es ist sein Beruf etwas zu wollen - steht der Verstand erst stramm und zweitens still kritisiert. Kästner wollte den Leser so zum Nachdenken anregen.
  • Ermittle, an welchen Stellen des Gedichts dialektale Wendungen verwendet werden.

    Tipps

    Die Standarddeutsche Version lautet ich. Findest du die dialektale Entsprechung?

    Aus g wird oft j, aber nicht immer. Welches ist die dialektale Variante?

    Lösung

    Du siehst, dass Wörter wie

    • ick statt ich
    • det statt das
    • wat statt was
    • se statt sie
    • morjens statt morgens
    • Jlatzen statt Glatzen
    • und wem statt werden
    nicht der standarddeutschen Aussprache und Rechtschreibung entsprechen, sondern aus einem deutschen Dialekt stammen. Hier liegt eine Sprachmusterverschiebung vor. Kurt Tucholsky hat den Berliner Dialekt aufgegriffen, um damit eine bestimmte Wirkung zu erzielen, z. B. sich selbst als Berliner zu markieren oder den Rollenwechsel zu einer Person aus der Arbeiterklasse auszudrücken (die zu der Entstehungszeit mehr berlinert haben, als andere Einwohner der Stadt). Dadurch entstehen ein fremder Blick und eine Verzerrung im ganzen Gedicht.

  • Bestimme, was Großstadtlyrik zu einem parodistischen Gedicht macht.

    Tipps

    Für eine gelingende Parodie muss der Ausgangstext vom Leser erkannt werden können.

    Lösung

    Das Gedicht Großstadtlyrik ist ein parodistisches Gedicht:

    • Das Gedicht nimmt Themen des Expressionismus auf wie das Hässliche, Kranke, Wahnsinnige und vor allem die Großstadt. Die ernst gemeinte Lyrik des Expressionismus wird dabei ins Lächerlich gezogen durch die unverbundene Darstellung sehr banaler Sachverhalte.
    • Formmerkmale des Expressionismus werden aufgegriffen und übertrieben durch die zahlreichen Wiederholungen kurzer, aneinandergereihter Hauptsätze.
    • Die Leserreaktion wird mit „ein Leser kotzt“ gleich mitgeliefert. Damit werden alle möglichen Missverständnisse im Keim erstickt. Dies ist allerdings kein notwendiges Zeichen von parodistischen Texten.

  • Analysiere die Merkmale satirischen Schreibens an dem folgenden Beispiel.

    Tipps

    Überlege noch einmal, was der wesentliche Unterschied zwischen Parodie und Satire ist.

    Lösung
    • Kurt Tucholsky lebte in einer Zeit, die von Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit geprägt war. Mit seinem satirischen Zeitungsartikel „Yousana-wo-bi-räbidäbi-dé?“ übte er Kritik an Einstellungen wie diesen. Er veröffentlichte diesen unter dem Pseudonym Peter Panther.
    • Er arbeitet viel mit Ironie durch Übertreibung, zum Beispiel in Schön ist das, in einem fremden Land zu reisen, und auf fremdländisch grade „Bitte!”, „Danke!” und „Einschreibepaket!” sagen zu können. Der Satz meint etwas anderes, als letztlich gesagt wird, da es in der Regel sehr problematisch ist, ohne jegliche Sprachkenntnisse in ein fremdes Land zu reisen.
    • Mit dem Titel „Yousana-wo-bi-räbidäbi-dé?“ bildete Tucholsky eine Sprachmusterverschiebung, die die Aufmerksamkeit des Lesers erregen soll. Eine nicht beherrschte Fremdsprache soll damit zum Ausdruck gebracht werden.
    • Es handelt sich um eine Satire, da es ein alleinstehender Artikel ohne Ausgangstext ist. Wenn er auf einem Ausgangstext beruhen würde, wäre er eine Parodie.
    • Kurt Tucholsky übt Kritik an der Ignoranz und dem Starrsinn vieler Menschen zu der Zeit. Er selbst hatte große Probleme zu dieser Zeit kurz vor dem Beginn des NS-Regimes.