Über 2,1 Millionen Schüler*innen nutzen sofatutor!
  • 93%

    haben mit sofatutor ihre Noten in mindestens einem Fach verbessert

  • 94%

    verstehen den Schulstoff mit sofatutor besser

  • 92%

    können sich mit sofatutor besser auf Schularbeiten vorbereiten

Russlands Bodenschätze – wirtschaftliche Nutzung und ökologische Folgen

Du willst ganz einfach ein neues Thema lernen
in nur 12 Minuten?
Du willst ganz einfach ein neues
Thema lernen in nur 12 Minuten?
  • Das Mädchen lernt 5 Minuten mit dem Computer 5 Minuten verstehen

    Unsere Videos erklären Ihrem Kind Themen anschaulich und verständlich.

    92%
    der Schüler*innen hilft sofatutor beim selbstständigen Lernen.
  • Das Mädchen übt 5 Minuten auf dem Tablet 5 Minuten üben

    Mit Übungen und Lernspielen festigt Ihr Kind das neue Wissen spielerisch.

    93%
    der Schüler*innen haben ihre Noten in mindestens einem Fach verbessert.
  • Das Mädchen stellt fragen und nutzt dafür ein Tablet 2 Minuten Fragen stellen

    Hat Ihr Kind Fragen, kann es diese im Chat oder in der Fragenbox stellen.

    94%
    der Schüler*innen hilft sofatutor beim Verstehen von Unterrichtsinhalten.
Bereit für eine echte Prüfung?

Das Quiz besiegt 60% der Teilnehmer! Kannst du es schaffen?

Quiz starten

Russlands Rohstoffreichtum – wirtschaftliche Nutzung und ökologische Folgen

Wenn du eine Weltkarte betrachtest, fällt Russland als flächenmäßig größtes Land der Erde auf, das sich über elf Zeitzonen erstreckt. Unter dieser riesigen Fläche liegen einige der größten Rohstoffvorkommen der Welt: Erdöl, Erdgas, Kohle und wertvolle Metalle. Diese Bodenschätze prägen nicht nur die russische Wirtschaft, sondern auch die Energieversorgung ganzer Kontinente, vor allem Europas und Asiens. Gleichzeitig hinterlässt ihre Förderung tiefe Spuren in der empfindlichen Natur Sibiriens. In diesem Text erfährst du, welche Bodenschätze Russland besitzt, wie sie genutzt werden und welche ökologischen Folgen das hat.

Russland auf der Weltkarte

Ein Land voller Bodenschätze

Russland verfügt über eine außergewöhnlich große Vielfalt an Rohstoffen: die weltweit größten Erdgasreserven, bedeutende Erdölvorkommen, umfangreiche Kohlelagerstätten sowie wertvolle Metalle wie Nickel, Palladium und Diamanten.

Bodenschätze sind natürlich vorkommende Rohstoffe in der Erdkruste, die abgebaut und wirtschaftlich genutzt werden können.

Die wichtigsten Erdöl- und Erdgasvorkommen Russlands liegen in der Nähe des Uralgebirges, in Ostsibirien und vor allem in Westsibirien. Allein in Westsibirien, insbesondere im Gebiet der indigenen Chanten und Mansen, lagern die meisten russischen Erdölreserven. Die Erschließung neuer Rohstoffe verlagert sich zunehmend nach Norden und Osten, wie auf die Jamal Halbinsel oder nach Ostsibirien. Ein Grund hierfür ist die bereits seit Jahrzehnten andauernde Ausbeutung der alten Fördergebiete.

Rohstoffvorkommen in klimatisch extremen Regionen

Auffällig ist, dass sich die größten russischen Fördergebiete oft in besonders abgelegenen, klimatisch extremen Regionen befinden, etwa in der sibirischen Tundra oder Taiga. Diese Gebiete sind meist von langen, sehr kalten Wintern geprägt und liegen großflächig auf Permafrostboden, also dauerhaft gefrorenem Untergrund.

Pipelines

Wirtschaftliche Nutzung – Russlands Abhängigkeit vom Rohstoffexport

Russland zählt bei Erdgas weiterhin zu den größten Exporteuren der Welt, besonders bei leitungsgebundenem Pipeline-Gas. Beim Transport von Flüssigerdgas per Schiff, dessen Bedeutung weltweit zunimmt, liegt Russland dagegen inzwischen deutlich hinter Ländern wie Australien, Katar und den USA. Auch bei Erdöl gehört Russland zu den bedeutendsten Förder- und Exportländern der Welt, wenngleich Saudi-Arabien beim Rohölexport und die USA bei der Förderung inzwischen jeweils die größten Mengen aufweisen. Trotzdem bleibt der Rohstoffexport für die russische Wirtschaft von zentraler Bedeutung, da der Staat einen erheblichen Teil seines Haushalts über Steuern und Einnahmen aus Öl- und Gasgeschäften finanziert.

Rohstoffabhängigkeit bedeutet, dass ein Land einen großen Teil seiner Einnahmen durch den Export weniger Rohstoffe erzielt. Sinken deren Weltmarktpreise oder geht die Nachfrage zurück, können die Einnahmen des Landes stark zurückgehen.

Diese Abhängigkeit lässt sich vereinfacht so beschreiben: Russland verfügt über riesige, wirtschaftlich attraktive Erdöl- und Erdgasvorkommen. Der Staat und große, teils staatlich kontrollierte Konzerne wie Gazprom bauen den Export dieser Rohstoffe gezielt aus. Dadurch werden Staatshaushalt und Wirtschaft stark von den Einnahmen aus diesem Export abhängig. Sinken die Weltmarktpreise für Öl und Gas oder brechen wichtige Exportmärkte weg, gerät die russische Wirtschaft und der Staatshaushalt unmittelbar unter Druck.

Veränderte Exportwege seit 2022

Bis 2022 exportierte Russland einen Großteil seines Erdgases über Pipelines direkt nach Europa. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine haben viele europäische Staaten ihre Importe aus Russland jedoch drastisch reduziert oder ganz eingestellt, teils durch internationale Sanktionen, teils durch eigene politische Entscheidungen der EU-Staaten. Russland reagierte darauf, indem es seine Öl- und Gasexporte verstärkt in Richtung Asien umlenkte, insbesondere nach China und Indien, unter anderem über neue Pipelines und den Transport von Flüssigerdgas per Schiff.

Ökologische Folgen der Rohstoffförderung

Die Förderung von Öl, Gas und Metallen in Sibirien hat erhebliche Auswirkungen auf die dortige Umwelt, die zu den ökologisch empfindlichsten Regionen der Erde zählt. Viele Fördergebiete liegen auf Permafrostboden, der durch den Klimawandel zunehmend instabil wird.

Permafrost ist dauerhaft gefrorener Boden, der teilweise seit Jahrtausenden nicht mehr aufgetaut ist. Durch die globale Erwärmung taut er in weiten Teilen Sibiriens zunehmend auf, wodurch der Untergrund instabil wird.

Ein besonders schwerwiegendes Beispiel für die Folgen dieser Instabilität war die Ölkatastrophe von Norilsk im Mai 2020: Ein Treibstofftank eines Wärmekraftwerks lief aus und überschwemmte die örtlichen Flüsse mit bis zu 21.000 Kubikmetern Dieselkraftstoff. Als Ursache gilt, dass die Stützpfeiler des Tanks nach mehr als 30 Jahren stabilen Betriebs durch den auftauenden Permafrostboden absackten. Das Öl verfärbte Flüsse und einen See auf einer Fläche von mehreren hundert Quadratkilometern und bedrohte damit auch das Ökosystem der Arktis.

Stell dir vor, ein Haus würde auf gefrorenem Boden gebaut, der langsam zu matschigem Boden wird. Genau das passiert vielerorts in Sibirien mit Pipelines, Straßen und ganzen Siedlungen, die ursprünglich für einen dauerhaft gefrorenen Untergrund konstruiert wurden.

Folgen für indigene Völker und die Umwelt Sibiriens

Ein Großteil der russischen Rohstoffreserven liegt in Gebieten, in denen indigene Völker wie die Chanten, Mansen und Nenzen traditionell von Rentierhaltung, Fischfang und Jagd leben. Die Erschließung neuer Öl- und Gasfelder sowie der Bau von Pipelines und Straßen verändert die Tundra- und Taigalandschaften dieser Regionen erheblich und erschwert vielerorts die traditionelle Lebensweise der dort ansässigen Bevölkerung.

Nenzen in Russland

Auch der Bergbau und die Verhüttung von Metallerzen hinterlassen deutliche Spuren: Die Industriestadt Norilsk, in der der Bergbaukonzern Nornickel Nickel und Palladium fördert, gilt seit Jahrzehnten als eine der am stärksten umweltbelasteten Städte der Welt, unter anderem durch hohe Schwefeldioxid-Emissionen aus der Metallverarbeitung.

Wie geht Russland mit diesen Herausforderungen um?

Trotz wiederholter Umweltkatastrophen und wachsender internationaler Kritik bleibt die Rohstoffförderung wirtschaftlich zentral für Russland, weshalb ökologische Bedenken bislang häufig eine untergeordnete Rolle spielen. Nach der Katastrophe von Norilsk ordnete die russische Regierung eine Überprüfung aller auf Permafrost errichteten, gefährlichen Anlagen an. Die verantwortlichen Konzerne mussten eine hohe Entschädigungssumme zahlen. Weiterreichende, systematische Maßnahmen gegen die Risiken des tauenden Permafrosts setzen sich jedoch bislang nur langsam durch, auch weil eine grundlegende Umstellung der Infrastruktur enorme Kosten verursachen würde.

Ausblick – das lernst du nach dem Thema Russlands Bodenschätze – wirtschaftliche Nutzung und ökologische Folgen

Im nächsten Schritt schaust du dir an, wie sich Klimazonen und Permafrostgebiete weltweit verteilen und welche Folgen der Klimawandel für Regionen wie Sibirien, Alaska oder Kanada langfristig hat.

Zusammenfassung zum Thema Russlands Bodenschätze – wirtschaftliche Nutzung und ökologische Folgen

  • Russland besitzt die weltweit größten Erdgasreserven sowie bedeutende Erdöl-, Kohle- und Metallvorkommen.
  • Die wichtigsten Fördergebiete liegen in Westsibirien, wandern aber zunehmend nach Norden und Osten.
  • Russlands Wirtschaft und Staatshaushalt hängen stark vom Export dieser Rohstoffe ab.
  • Seit 2022 verlagert Russland seine Öl- und Gasexporte verstärkt von Europa nach Asien.
  • Tauender Permafrostboden destabilisiert zunehmend Pipelines und Förderanlagen, wie die Ölkatastrophe von Norilsk 2020 zeigte.
  • Die Rohstoffindustrie belastet zudem indigene Lebensweisen sowie Luft und Wasser in Industriestädten wie Norilsk.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Russlands Bodenschätze – wirtschaftliche Nutzung und ökologische Folgen

Teste dein Wissen zum Thema !

1.215.161 Schülerinnen und Schüler haben bereits unsere Übungen absolviert. Direktes Feedback, klare Fortschritte: Finde jetzt heraus, wo du stehst!

Vorschaubild einer Übung

Russlands Bodenschätze – wirtschaftliche Nutzung und ökologische Folgen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Lerntext Russlands Bodenschätze – wirtschaftliche Nutzung und ökologische Folgen kannst du es wiederholen und üben.
  • Tipps

    Zwei Optionen begründen eine Spitzenstellung beim Flüssigerdgas. Überlege, ob die genannte Begründung überhaupt damit zu tun hat.

    Lösung
    • Russland verfügt über das weltweit größte Pipeline-Netzwerk Richtung Europa und Asien und gehört seit Jahrzehnten zu den führenden Exporteuren von leitungsgebundenem Erdgas.
    • Bei den Flüssigerdgasexporten auf dem Seeweg führen unangefochten die USA, Katar und Australien. Russland rangiert dahinter (meist auf Platz vier).
    • Saudi-Arabien ist weltweit der größte Exporteur von Rohöl nach Volumen.
    • Die USA sind dank der Fracking-Technologie seit einigen Jahren der größte Erdölförderer der Welt (vor Saudi-Arabien und Russland).
    • Die Einnahmen aus dem Öl- und Gassektor (Steuern, Exportzölle, Förderabgaben) machten in den letzten Jahren stets etwa 30 bis 50 % des russischen Bundeshaushalts aus.
  • Tipps

    Zwei Begriffe der Wortbank passen in keine Lücke. Beide bezeichnen echte Räume.

    In Lücke sechs wird ein Fachbegriff gesucht, der in demselben Satz gleich danach erklärt wird.

    Lösung

    Die wichtigsten Erdöl- und Erdgasvorkommen Russlands liegen in der Nähe des Uralgebirges, in Ostsibirien und vor allem in Westsibirien. Dort, im Gebiet der indigenen Chanten und Mansen, lagern die meisten russischen Erdölreserven. Weil die alten Fördergebiete seit Jahrzehnten ausgebeutet werden, verlagert sich die Erschließung nach Norden und Osten – zum Beispiel auf die Jamal-Halbinsel. Die Fördergebiete liegen häufig in klimatisch extremen Räumen wie der sibirischen Tundra oder Taiga. Der Untergrund besteht dort großflächig aus Permafrostboden, also dauerhaft gefrorenem Boden.

  • Tipps

    Achte auf das Wort „quer“. Überlege, welchen Unterschied es macht, ob eine Trasse längs oder quer zu einem Weg verläuft.

    Lösung

    Die Familie zieht mit ihrer Herde seit Generationen jedes Frühjahr denselben Weg (1). Der Bau von Pipelines und Straßen quer zu den historischen Wanderrouten (2) zwingt die Herde zu Umwegen an den wenigen Übergängen (3). Dadurch verlängert sich die Reise zur Sommerweide um mehrere Tage (4), worunter der Gesundheitszustand der Tiere leidet (5). Dies gefährdet die Existenz der Nenzenfamilie so stark, dass sie als langfristige Konsequenz eine Verkleinerung ihrer Herde in Betracht ziehen muss (6).

  • Tipps

    Frage bei jeder Maßnahme: Verändert sie etwas am Untergrund oder am Bauwerk? Wenn nicht, kann sie gegen dieses Risiko nichts ausrichten.

    Lösung

    Zur Bewältigung der Risiken durch auftauenden Permafrost wirken nur jene Maßnahmen, die direkt die Statik und Überwachung von Bauwerken auf instabilem Boden betreffen. Daher gehören alte Anlagen auf Permafrost prüfen, Bodentemperatur dauerhaft messen, Fundamente tiefer im Fels verankern und Tanks ersetzen, deren Pfähle absacken zur Kategorie „ Dies wirkt gegen das Risiko.“, da sie Schäden durch absackenden Untergrund gezielt verhindern oder frühzeitig erkennen.

    Die übrigen Schritte haben keinen Einfluss auf die Stabilität des Gefrierbodens.

  • Tipps

    Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine haben viele europäische Staaten ihre Importe aus Russland drastisch reduziert oder ganz eingestellt.

    Lösung
    • Westsibirien: Hier lagern die meisten Erdölreserven des Lands.
    • Jamal-Halbinsel: Hierhin verlagert sich die Erschließung, weil ältere Gebiete ausgebeutet sind.
    • Uralgebirge: In seiner Nähe liegen weitere bedeutende Öl- und Gasvorkommen.
    • Norilsk: Hier werden Nickel und Palladium gefördert. 2020 lief hier ein Treibstofftank aus.
    • Europa: Bis 2022 ging ein Großteil des Erdgases über Pipelines dorthin.
    • China und Indien: Dorthin lenkt Russland seine Exporte seit 2022 verstärkt um.
  • Tipps

    Ökologische Bedenken spielen bislang häufig eine untergeordnete Rolle gegenüber der Rohstoffförderung.

    Lösung
    • „Auf der Jamal-Halbinsel wird ein neues Gasfeld erschlossen.“ + „Wo vor wenigen Jahren nur Tundra war, stehen jetzt Bohrtürme.“
    • „Für den Transport entstehen neue Pipelines und Straßen.“ + „Unsere Rentierherde kann an mehreren Stellen nicht mehr durchziehen.“
    • „In Norilsk werden Nickel und Palladium verhüttet.“ + „Die Luft in der Stadt gilt seit Jahrzehnten als eine der schlechtesten der Welt.“
    • „Ein Treibstofftank eines Wärmekraftwerks verlor seinen Inhalt.“ + „Unser Fluss und der See dahinter waren über Hunderte Quadratkilometer verfärbt.“
    • „Die Rohstoffförderung bleibt für das Land wirtschaftlich zentral.“ + „Wenn wir auf Umweltschäden hinweisen, hat das bisher wenig Gewicht.“
Bewertung

Sei der Erste und gib eine Bewertung ab!

Erfahrene Lehrkräfte erstellen und prüfen alle Inhalte bei sofatutor – für eine Qualität, auf die du dich verlassen kannst.

Avatar
sofatutor Team
Russlands Bodenschätze – wirtschaftliche Nutzung und ökologische Folgen
lernst du in der Sekundarstufe 1. Klasse - 2. Klasse - 3. Klasse - 4. Klasse
30 Tage kostenlos testen
Mit Spass Noten verbessern
und vollen Zugriff erhalten auf

10'784

sofaheld-Level

6'600

vorgefertigte
Vokabeln

7'897

Lernvideos

37'785

Übungen

33'483

Arbeitsblätter

24h

Hilfe von Lehrkräften

laufender Yeti

Inhalte für alle Fächer und Schulstufen.
Von Expert*innen erstellt und angepasst an die Lehrpläne der Bundesländer.

30 Tage kostenlos testen

Testphase jederzeit online beenden

Pommes der Pinguin hält einen grossen gelben Stern in den Händen
Pommes der Pinguin hält einen grossen gelben Stern in den Händen
30 Tage kostenlos testen
30 Tage kostenlos testen
Bereits über 2,1 Millionen Schüler*innen haben mit sofatutor gelernt. Bereits über 2,1 Millionen Schüler*innen haben mit sofatutor gelernt.
Lernpakete anzeigen
Lernpakete anzeigen
Lernpakete anzeigen