Frieden trotz Spaltung? – der Augsburger Religionsfrieden
Die Reformation führte zu Veränderungen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, spaltete die Kirche und etablierte neue Machstrukturen. Kaiser Karl V. kämpfte gegen die Reformation, was letztendlich zum Schmalkaldischen Krieg führte. Der Augsburger Religionsfrieden von 1555 beendete den Konflikt zwischen katholischen und evangelischen Landesfürsten. Interessiert? Das und mehr erfahrt ihr hier im Text!
- Der Augsburger Religionsfrieden – Frieden trotz Spaltung?
- Konflikte nach der Reformation im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation
- Weitere Reformatoren – Veränderungen in Europa durch die Reformation
- Schmalkaldischer Bund
- Schmalkaldischer Krieg
- Der Augsburger Religionsfrieden
- Folgen und Ausblick
in nur 12 Minuten? Du willst ganz einfach ein neues
Thema lernen in nur 12 Minuten?
-
5 Minuten verstehen
Unsere Videos erklären Ihrem Kind Themen anschaulich und verständlich.
92%der Schüler*innen hilft sofatutor beim selbstständigen Lernen. -
5 Minuten üben
Mit Übungen und Lernspielen festigt Ihr Kind das neue Wissen spielerisch.
93%der Schüler*innen haben ihre Noten in mindestens einem Fach verbessert. -
2 Minuten Fragen stellen
Hat Ihr Kind Fragen, kann es diese im Chat oder in der Fragenbox stellen.
94%der Schüler*innen hilft sofatutor beim Verstehen von Unterrichtsinhalten.
Lerntext zum Thema Frieden trotz Spaltung? – der Augsburger Religionsfrieden
Der Augsburger Religionsfrieden – Frieden trotz Spaltung?
Martin Luther hatte 1517 seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg geschlagen und damit einen Sturm ausgelöst. Durch seine Kritik an der katholischen Kirche initiierte er die Reformation und damit die Spaltung der Kirche. Immer mehr evangelische Gemeinden gründeten sich in deutschen Regionen, immer mehr Fürsten waren angetan von Luthers Lehre und wechselten ihre Konfession, auch außerhalb des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. In einer Zeit, in der die katholische Kirche eigentlich untrennbar mit den Herrschern verknüpft war und gleichzeitig große Macht besaß, waren somit Konflikte vorprogrammiert, denn die alte Ordnung innerhalb Europas war aus den Fugen geraten. Dieser Text erklärt dir, welche Konflikte entstanden und wie die Fürsten versuchten, den Frieden wiederherzustellen.
Konfessionen:
katholisch: Bezeichnung für die vom Papst in Rom geführte Kirche. Der Begriff geht auf das altgriechische Wort für allumfassend zurück, was sowohl auf die Machtausweitung als auch auf den Herrschaftsanspruch des Papsts zu beziehen ist. Die katholische Kirche betrachtete sich als einzig wahre Lehre Gottes.
evangelisch: Bezeichnung für die durch die Reformation abgespaltenen Kirchen. Der Begriff bezieht sich auf das Evangelium, also die Lebensgeschichte von Jesus. Evangelium bedeutet frohe Botschaft. In all ihrer Verschiedenheit sehen sich die evangelischen Kirchen gegenseitig als gleichwertig an.
Konflikte nach der Reformation im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation
Infolge der Reformation bildeten sich immer mehr evangelische Gemeinden im deutschen Gebiet. Traditionen und Regeln der katholischen Kirche wurden abgeschafft, die Gemeinden verwalteten sich selbst und waren nicht mehr von Rom abhängig. Die Pfarrer durften heiraten und Familien gründen. Luthers Übersetzung des Neuen Testaments in die deutsche Sprache ermöglichte es, die Gottesdienste fortan nicht mehr in lateinischer, sondern in deutscher Sprache durchzuführen. Luther regte zudem an, dass die jeweiligen Landesfürsten, die sich zur Reformation bekannt hatten, die ehemaligen Aufgaben der Vertreter der katholischen Kirche übernehmen sollten. Sie sollten als Kirchenherren fungieren.
So entwickelten sich völlig neue Machtstrukturen, da die Fürsten durch ihre neuen kirchlichen Aufgaben nun auch Einfluss auf das alltägliche Leben ihrer Untertanen hatten. Dem katholischen Kaiser Karl V. war diese Entwicklung natürlich ein Dorn im Auge, da die Ausbreitung der Ideen Luthers mit einem Machtverlust seiner Person einherging. Es kam zu Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen, der Papst startete die sogenannte Gegenreformation. In dieser bekämpfte er die evangelischen, auf Luthers Veränderungen basierenden Gemeinden, gleichzeitig fand auch ein Wandel in der katholischen Kirche statt. Viele Missstände, die Luther zu seinen 95 Thesen veranlasst hatten, wurden abgeschafft. Alle Versuche, eine Verständigung zwischen den katholischen und den evangelischen Herrschern herzustellen, scheiterten.
Weitere Reformatoren – Veränderungen in Europa durch die Reformation
Neben Martin Luther gab es noch weitere Reformatoren, die die katholische Kirche anzweifelten und in ihrer Heimat neue religiöse Lehren einführten. Ulrich Zwingli und Johannes Calvin strebten von Genf und Zürich aus eine Reformation an, in der die Gemeinden besonders streng nach biblischem Vorbild geordnet sein mussten. Calvin errichtete in Genf ab 1534 eine Art Gottesstaat, in dem sich die Herrschenden streng an die biblischen Vorgaben halten mussten, Vergnügen wie Tanz oder Theater als Sünde eingestuft wurden und Arbeit als christliche Pflicht galt. Auch unter Zwingli war der wöchentliche Gottesdienstbesuch streng verpflichtend, ebenso verbot er in seinen Glaubenssätzen Spiele, die er als Ursache für viel Übel ansah. Ab 1549 vereinigten sich die Anhänger Zwinglis und Calvins, sie nannten sich im Folgenden Reformierte. Martin Luther lehnte die Vorstellungen der Zwinglianer und Calvinisten, später der Reformierten, ab, wodurch weitere Konflikte vorprogrammiert waren.
Wusstest du schon?
Der Begriff Calvinismus ist geläufig, wird aber oft falsch oder doppelt benutzt: einmal in Bezug auf die Reformbewegungen durch Zwingli und Calvin und einmal in Bezug auf die Vorschriften Calvins bezüglich der religiösen Praktiken. Wenn wir aber von der Reformbewegung sprechen, dann müssen wir Reformierte Bewegung nutzen, da Calvin nur einer der beiden Urheber dieser Reformation war.
Luthers Reformation verbreitete sich nicht nur im Heiligen Römischen Reich, sondern fand auch in anderen europäischen Ländern begeisterten Anklang. Dänen, Schweden, Norweger, Finnen und Balten wurden lutherisch-evangelisch, während sich die Lehre Zwinglis und Calvins vor allem in der Schweiz, in den Niederlanden, in Brandenburg und in Frankreich durchsetzen konnte. In Frankreich nannte man die Reformierten Hugenotten. In England entstand unter dem Einfluss der Reformierten die Anglikanische Kirche.
Schmalkaldischer Bund
Da Kaiser Karl V. mit seiner Gegenreformation immer mehr Druck auf die lutherisch-reformierten Landesfürsten ausübte, inzwischen auch militärisch, schlossen sich diese 1531 zum Schmalkaldischen Bund zusammen. Der Bund versprach Unterstützung im Fall eines Angriffs durch die kaiserlichen Truppen. Das war ein gefährliches Unterfangen, da nach geltendem Recht im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation bei Auflehnung gegen den Kaiser die Reichsexekution drohte, was mit dem Machtverlust und der Absetzung der jeweiligen Fürsten gleichzusetzen war. Von Vorteil für den Schmalkaldischen Bund war, dass Kaiser Karl V. es neben der Bekämpfung der Folgen der Reformation noch mit dem Vorrücken des Osmanischen Reichs in Richtung Wien zu tun hatte und auf Hilfe angewiesen war. Er machte den evangelischen Reichsfürsten dementsprechend Zugeständnisse und schloss mit ihnen den Nürnberger Religionsfrieden von 1532. Damit sicherte er ihnen freie Religionsausübung zu und erkaufte sich so ihre Loyalität im Kampf gegen die Türken. Die Reformation setzte sich jedoch weiter durch, die Gegenreformation schwächte sich kurzzeitig also ab.
Wusstest du schon?
Der Habsburger Karl V. war nicht nur Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, sondern gleichzeitig auch König Karl I. von Spanien! Er regierte also nicht nur in Europa, sondern auch im spanischen Kolonialreich in Lateinamerika. Daher sagt man auch, dass im Reich Karls V. die Sonne niemals unterging.
Schmalkaldischer Krieg
Der scheinbare Frieden zwischen den evangelischen Fürsten und dem Kaiser und seinen Anhängern währte allerdings nur kurz. Nachdem Karl V. 1545 Frieden mit den Türken geschlossen hatte, benötigte er die Allianz mit dem Schmalkaldischen Bund nicht mehr. Dieser war durch interne Streitereien sowieso schon geschwächt, was Kaiser Karl V. ausnutzte und einen weiteren Keil zwischen die Herrschenden trieb. Im Schmalkaldischen Krieg nahm er zunächst alle süddeutschen Gebiete ein, die sich der Reformation angeschlossen hatten. Anschließend schlug er in der Schlacht bei Mühlberg die restlichen schmalkaldischen Truppen. Am 19. Mai 1547 unterschrieb der Kurfürst von Sachsen die Wittenberger Kapitulation, der Krieg war für die evangelischen Reichsteile verloren.
Aber auch wenn sich Kaiser Karl V. damit auf dem absoluten Höhepunkt seiner Herrschaft befand, war ihm bewusst, dass er nicht alle Folgen der Reformation einfach rückgängig machen konnte. Er diktierte auf dem Augsburger Reichstag von 1548 das sogenannte Augsburger Interim, eine Zwischenlösung, die den evangelischen Landesteilen geringfügige Zugeständnisse machte. Das Interim blieb allerdings nicht lange gültig, da sowohl katholische als auch evangelische Reichsstände sich sehr unzufrieden damit zeigten. Immer wieder kam es zu Aufständen verschiedener Fürsten beider Konfessionen. Ein konfessioneller Frieden war nicht gewährleistet.
Der Augsburger Religionsfrieden
Um einen länger anhaltenden Frieden zu erreichen, waren schließlich viele Verhandlungen und Kompromisse nötig. Am 24. September 1555 wurde schließlich der lange verhandelte Augsburger Religionsfrieden auf dem Reichstag in Augsburg unterzeichnet. Dieser umfasste die Augsburger Konfession, die bis heute das Glaubensbekenntnis der lutherisch geprägten evangelischen Kirche darstellt. Man einigte sich auf die Gewährung freier Religionsausübung der Lutheraner. Gleichzeitig regelte der Friedensschluss, dass die Fürsten in ihrem Herrschaftsgebiet die jeweilige Konfession bestimmen konnten. Der Grundsatz lautete cuius regio, eius religio, also wessen Gebiet, dessen Religion. Die Untertanen der jeweiligen Reichsstände waren dementsprechend an die Religion ihrer Herrscher gebunden, sie mussten auswandern, wenn sie nicht mit der Konfession einverstanden waren. In den freien Reichsstädten allerdings durfte die Konfession frei gewählt werden.
Folgen und Ausblick
Der Augsburger Religionsfrieden sorgte für eine längere Phase des Friedens im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Evangelische und katholische Reichsteile lebten friedlich nebeneinander, die Machtverhältnisse waren zwischen den Fürsten und dem Kaiser geklärt. Katholiken und Lutheraner galten auf dem Papier als gleichberechtigt, die lutherischen Reformen wurden in den evangelischen Ländern durchgeführt. Gleichzeitig bestand aber weiterhin, auch aufgrund der Struktur des Heiligen Römischen Reichs, ein Machtgefälle zwischen dem katholischen Papst und den Fürsten. Hinzu kam, das Calvinisten aus der Friedensregelung gänzlich ausgeschlossen waren. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts kam es vermehrt zu Auseinandersetzungen, die häufig mit Machtbestrebungen der einen oder der anderen Konfession zusammenhingen. 1618 zerbrach der Frieden dann endgültig, als der Dreißigjährige Krieg ausbrach.
Der Augsburger Religionsfrieden – Zusammenfassung
Die Reformation sorgte für starke Veränderungen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Sie spaltete nicht nur die Kirche, sondern schuf auch neue Machtstrukturen und damit Konfliktpotenziale.
Der katholische Kaiser Karl V. bekämpfte die Reformation und die evangelischen Landesfürsten, die sich zeitweise im Schmalkaldischen Bund zusammengeschlossen hatten, mit der Gegenreformation.
Im Schmalkaldischen Krieg stritten die kaiserlichen Truppen und die evangelischen Landesteile um die Vorherrschaft. Der Kaiser und seine Verbündeten konnten sich schließlich durchsetzen.
Nachdem viele Verhandlungen und Kompromisse geschlossen wurden, entstand 1555 der Augsburger Religionsfrieden. Er erwirkte Frieden zwischen den beiden Konfessionen und den jeweiligen Landesteilen und sicherte den Landesfürsten freie Religionsausübung zu. Beide Konfessionen wurden als gleichberechtigt anerkannt.
Frieden trotz Spaltung? – der Augsburger Religionsfrieden Übung
-
Beschreibe die neue Ausgangslage im Reich.
TippsReformen sind geplante, schrittweise Umgestaltungen oder Verbesserungen bestehender Strukturen, Systeme oder Regeln.
In Zentral- und Westeuropa waren im 15. Jahrhundert alle Christen katholisch.
LösungDie religiöse Erneuerungsbewegung des Christentums im 16. Jahrhundert wird Reformation genannt. Sie hatte großen Einfluss auf die Menschen bis in das Alltagsleben hinein.
Sie führte zu einer Spaltung der katholischen Kirche, die bis heute anhält. Viele Fürsten mussten sich also nun für oder gegen die katholische Kirche entscheiden.
Doch nicht nur das religiöse Leben wurde durch diese Entwicklung stark beeinflusst. Auch die politischen Machtverhältnisse, insbesondere zwischen Fürsten und Kaiser, änderte sich maßgeblich. Die Autorität des Kaisers im Reich wurde letztendlich geschwächt.
-
Ordne die Reformatoren und Bewegungen ihren Wirkungsorten zu.
TippsCalvin war Franzose, ging aber ins Exil und wirkte dort in unmittelbarer Nähe zu Frankreich.
Das lateinische „anglicanus“ bedeutet „englisch“.
LösungUlrich Zwingli war ein Reformator aus der Schweiz, der in Zürich lebte. Auch er wollte die Kirche verändern. Er legte die Bibel streng aus und lehnte viele alte Bräuche ab.
Johannes Calvin wirkte ebenfalls in der Schweiz, allerdings von Genf aus. Er betonte, dass Gott über alles bestimmt. Seine Lehre verbreitete sich in vielen Ländern. Die Anhänger von Zwingli und Calvin nennt man Reformierte.
Hugenotten waren französische Protestanten. Die meisten von ihnen waren Anhänger Calvins. In Frankreich wurden sie lange verfolgt.
Die Anglikanische Kirche entstand in England. Der englische König Heinrich VIII. trennte sich von der katholischen Kirche. So entstand eine eigene Kirche in England, die bis heute besteht.
-
Erläutere den Ausbruch des Schmalkaldischen Kriegs.
TippsIn Mitteleuropa gab es einen Zusammenschluss vieler kleinerer und größerer Herrschaftsgebiete in einem Reich, deren Herrscher sich auf das „Gottesgnadentum“ beriefen.
Der konfessionelle Konflikt wurde in erster Linie von den weltlichen Herrschern ausgetragen.
Der Kaiser war und blieb katholisch – anders als einige Fürsten im Reich.
LösungNach der Reformation war das Heilige Römische Reich religiös tief gespalten, da sich zahlreiche Fürsten und Städte der lutherischen Lehre angeschlossen hatten. Um ihren Glauben und ihre politischen Rechte zu sichern, gründeten mehrere evangelische Fürsten und Reichsstädte 1531 in Schmalkalden den Schmalkaldischen Bund.
Der Gegensatz zwischen Kaiser Karl V., der die religiöse Einheit wiederherstellen wollte, und den protestantischen Fürsten führte 1546 zum Schmalkaldischen Krieg. Der Konflikt machte jedoch deutlich, dass die Glaubensspaltung nicht militärisch zu lösen war. Deshalb wurde 1555 der Augsburger Religionsfrieden geschlossen, der den lutherischen Glauben anerkannte und das Zusammenleben von katholischer und lutherischer Konfession im Reich rechtlich regelte.
-
Beurteile die Folgen des Augsburger Religionsfrieden.
TippsWenige Jahrzehnte nach dem Augsburger Religionsfrieden bildeten sich die Verteidigungsbündnisse „Protestantische Union“ und "Katholische Liga“.
LösungDer Augsburger Religionsfrieden von 1555 stärkte vor allem die Macht der Fürsten im Heiligen Römischen Reich. Durch den Grundsatz „Cuius regio, eius religio“ durfte jeder Landesherr die Konfession seines Gebiets festlegen. Das bedeutete jedoch keine persönliche Religionsfreiheit für die Bevölkerung – Untertanen mussten entweder die Religion ihres Fürsten annehmen oder auswandern. Zudem wurden nur Katholiken und Lutheraner anerkannt; andere Konfessionen wie der Calvinismus blieben ausgeschlossen. Dadurch blieben religiöse Spannungen bestehen, die schließlich 1618 im Dreißigjährigen Krieg eskalierten.
-
Fasse den Verlauf von der Reformation bis zum Dreißigjährigen Krieg zusammen.
TippsDie Veröffentlichung von Luthers Thesen bezüglich der katholischen Kirche gilt bis heute als Auftakt der Reformation.
Der Augsburger Religionsfrieden konnte die Spannungen zwischen den Konfessionen nicht dauerhaft beenden.
LösungDie Reformation begann 1517 mit Martin Luthers 95 Thesen, in denen er Missstände in der katholischen Kirche kritisierte. Seine Ideen verbreiteten sich schnell und führten zur Entstehung neuer evangelischer Konfessionen. Viele Fürsten unterstützten die Reformation auch aus politischen Gründen, wodurch es im Heiligen Römischen Reich zu religiösen Spannungen kam. Der Augsburger Religionsfrieden von 1555 sollte den Konflikt beruhigen, indem er festlegte, dass der jeweilige Landesherr die Religion seines Gebiets bestimmt. Dennoch blieben die Gegensätze zwischen Katholiken und Protestanten bestehen und entluden sich 1618 im Dreißigjährigen Krieg, der als Religions- und Machtkampf ganz Europa erfasste und erst 1648 mit dem Westfälischen Frieden beendet wurde.
-
Untersuche die Beschlüsse des Augsburger Religionsfrieden.
TippsÜberlege, welche Aussagen zur Sicherung des Friedens zwischen Katholiken und Lutheranern passen und welche eher eine einseitige Bevorzugung oder spätere Entwicklungen beschreiben.
Reichsstände des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation waren diejenigen Personen, die Sitz und Stimme im Reichstag besaßen, der wiederum ein wichtiges Gegengewicht zur Macht des Kaisers war.
LösungDer Augsburger Religionsfrieden von 1555 erkannte das lutherische Bekenntnis neben dem katholischen an.
Mit dem Grundsatz „Cuius regio – eius religio“ wurde festgelegt, dass der jeweilige Fürst die Konfession seines Gebietes bestimmt.
Ziel war es, die Religionsausübung langfristig zu sichern und weitere Konflikte zu vermeiden. Reformierte Christen waren jedoch nicht einbezogen.
Zudem galt der sogenannte geistliche Vorbehalt: Wenn geistliche Fürsten die Konfession wechselten, verloren sie ihr Amt.
Martin Luther und die Reformation
Der Dreißigjährige Krieg
Frieden trotz Spaltung? – der Augsburger Religionsfrieden
Hexenverfolgung
Die Institution katholische Kirche
Evangelische Kirche – was ist das?
Evangelische Kirche - Organisation
Wallenstein
Kardinal Richelieu
Heinrich der VIII.
Puritaner und die Mayflower
10'008
sofaheld-Level
6'600
vorgefertigte
Vokabeln
7'806
Lernvideos
37'170
Übungen
32'702
Arbeitsblätter
24h
Hilfe von Lehrkräften
Inhalte für alle Fächer und Schulstufen.
Von Expert*innen erstellt und angepasst an die Lehrpläne der Bundesländer.
Testphase jederzeit online beenden
Beliebteste Themen in Geschichte
- Alexander der Große
- Marie Antoinette
- Ermächtigungsgesetz
- Karl Der Große
- George Washington
- Katharina Die Große
- Französische Revolution
- Versailler Vertrag
- Stalin
- Hitler Geburtstag
- Wallenstein
- Martin Luther
- Vormärz
- Warschauer Pakt
- Paul Von Hindenburg
- Elizabeth Bowes-Lyon
- Weimarer Verfassung
- Watergate-Affäre
- Wiener Kongress
- Absolutismus
- Wer war Konrad Adenauer
- Vietnamkrieg
- Frauen In Der Französischen Revolution
- Gewaltenteilung
- Dolchstoßlegende
- Industrielle Revolution
- Deutscher Bund
- Ende 2. Weltkrieg
- Gründung Brd
- Gaius Julius Caesar
- Josef Stalin
- Oktoberrevolution
- Martin Luther King
- Mittelalterliche Stadt
- Queen Victoria
- Imperialismus
- Schwarzer Freitag
- Soziale Frage
- Was bedeutet Gleichschaltung
- Dante Alighieri
- Wannseekonferenz
- Verfassung 1871 Vorteile Nachteile
- Kapp-Putsch
- Erfindungen Industrialisierung
- Wollt Ihr Den Totalen Krieg
- Reichstagsbrand
- Hindenburg Zeppelin
- Nationalsozialismus
- NS Ideologie
- Puritaner
5 Minuten verstehen
5 Minuten üben
2 Minuten Fragen stellen