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Kennzeichen des Realismus

Entdecke den Realismus, eine Epoche in der Literatur- und Kunstgeschichte, die sich durch eine Betonung der Realität auszeichnet. Lerne wichtige Autoren wie Theodor Fontane kennen und entdecke, wie sich die Literatur dieser Zeit entwickelt hat. Spannende Informationen über den geschichtlichen Hintergrund warten auf dich. Interessiert? Tauche ein in die Welt des Realismus!

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Die Autor*innen
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Lena Knaudt
Kennzeichen des Realismus
lernst du in der Sekundarstufe 4. Klasse - 5. Klasse - 6. Klasse - 7. Klasse

Kennzeichen des Realismus Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Kennzeichen des Realismus kannst du es wiederholen und üben.
  • Nenne Autoren und Texte des Realismus.

    Tipps

    Theodor Fontane (1819–1898) war ein deutscher Schriftsteller und schon zu Lebzeiten erfolgreich. Berühmt geworden sind seine Romane, wie u. a. „Effi Briest“ und „Irrungen, Wirrungen“, aber auch seine Balladen, wie „Die Brück’ am Tay“ oder „John Maynard“. Viele seiner Romane tragen Frauennamen als Titel.

    Lösung

    Alle vier Autoren haben zahlreiche Werke im ausgehenden 19. Jahrhundert verfasst. Sie beschäftigen sich darin mit der damaligen Gesellschaft und ihren Schattenseiten.

    • Der Protagonist Heinrich Schaumann aus Stopfkuchen ist ein Außenseiter, der sich gegen die Borniertheit und Engstirnigkeit der Gesellschaft behauptet und dabei sogar einen Mord aufklärt.
    • Jenny Treibel ist eine wohlhabende Frau aus dem Besitzbürgertum, die aufgrund einer gewinnbringenden Heirat im sozialen Stand aufgestiegen ist. Ihrem Sohn erlaubt sie aber keine unterstandesgemäße Heirat; sie neidet anderen Frauen den Aufstieg.
    • Im Schimmelreiter muss sich der Deichgraf Hauke Haien stets gegen die ungebildeten Dorfbewohner und ihre Anfeindungen wehren.
    • Das Werk Martin Salander handelt vom gleichnamigen Protagonisten, dem das Schicksal immer wieder böse Streiche spielt. So verliert er mehrfach sein Vermögen und auch seine beiden Töchter erleben nicht viel Gutes; ihre reichen Ehemänner sind Betrüger, die deswegen im Zuchthaus landen.
  • Gib die Merkmale des Realismus wieder.

    Tipps

    Der Realismus behandelt vorwiegend Themen rund ums Bürgertum. Hierbei geht es nicht immer um die schönen Seiten am Leben.

    Lösung

    Den realistischen Schriftstellern ging es nicht nur um die Abbildung des wirklichen Lebens, sondern auch um sprachliche Ausgestaltung ihrer Texte. Daher wird das wirklich Hässliche und Abstoßende in den Texten verklärt, d. h. literarisch ausgeformt und verschleiert. Sterben Personen, wie Effi Briest an Tuberkulose, so erfährst du nur, dass die Protagonistin krank ist und dass sie schließlich stirbt. Der Leidensweg wird aber nicht konkret geschildert. Des Weiteren sind viele Texte humoristisch und ironisch. Diese sprachliche Gestaltung dient dazu, Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft abzumildern.

  • Analysiere den Textauszug.

    Tipps

    Die Erzählweise des Romans „Frau Jenny Treibel" gilt in weiten Teilen als humoristisch.

    Jenny Treibel konnte einen reichen Ehemann finden, wodurch ihr der soziale Aufstieg gelang. Schon in ihrer Jugend verspürte sie den Drang, nach „oben", in die bessere Gesellschaftsschicht, einzuheiraten.

    Lösung

    Der Textauszug zeigt vielerlei Dinge deutlich: Zum einen zeigt er objektiv das Leben der unteren Gesellschaftsschicht Ende des 19. Jahrhunderts. Der Lehrling Louis ist unglücklich in Jenny Treibel verliebt, diese ist für ihn aber unerreichbar, da er nicht standesgemäß ist. Er muss daher seine Gefühle für sich behalten. Des Weiteren verweist der Auszug auf das soziale Elend. Darauf verweisen die Erfrierungen der beiden Männer. Trotzdem wird diese eigentlich traurige Szene wieder ins Positive gedreht: Die „hochstehende Kammtolle“ wirkt hierbei humoristisch und mildert so die Szenerie ab.

    Textauszug aus: Fontane, Theodor: Frau Jenny Treibel. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/frau-jenny-treibel-4451/2 [18.04.2017]

  • Untersuche eine Ballade des Realismus.

    Tipps

    Balladen waren eine typische Kunstform im Realismus. Sie vereinen Merkmale der drei großen literarischen Gattungen in sich.

    Balladen des Realismus erzählen oftmals von tragischen oder grausamen Begebenheiten, die aber nicht allzu drastisch dargestellt werden.

    Lösung

    John Maynard (1886) stammt vom deutschen Schriftsteller Theodor Fontane. Der Text weist die drei wesentlichen Elemente einer Ballade auf:

    • Epik: Die Ballade weist einen Handlungsverlauf auf. Daher ähnelt sie einer Erzählung.
    • Lyrik: Verwendung eines regelmäßigen Reimschemas und Versmaßes.
    • Dramatik: Verwendung der direkten Rede.
    Den Brand des Passagierschiffs gab es tatsächlich, allerdings starben viele Passagiere und der Steuermann überlebte schwer verletzt. Texte des Realismus wollen zwar die Wirklichkeit abbilden, doch soll das Leid der Betroffenen nicht allzu pointiert dargestellt werden. Daher werden grausame Szenen, wie das Verbrennen des Steuermanns, nicht wiedergegeben. So orientiert sich die Ballade an realgeschichtlichen Ereignissen und bleibt doch ein eigenständiges Kunstwerk.

    Text 1: Fontane, Theodor: John Maynard. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-4455/23 [19.04.2017]

  • Ordne die Epoche des Realismus literaturhistorisch ein.

    Tipps

    Der Realismus ist eine Epoche von ca. 1848 - 1890.

    Die Romantik (1795 – 1848) ist in dieser Sortierung die älteste Epoche.

    Die Neue Sachlichkeit (1920 - 1930) war eine literarische Epoche zur Zeit der Weimarer Republik.

    Lösung

    Eine Epoche ist ein Zeitabschnitt oder eine Ära. Epochen helfen uns dabei, die Literaturgeschichte in Sinnabschnitte einzuteilen. Dabei musst du aber beachten, dass die jeweiligen Grenzen einer Epoche nicht fix sind, sondern Schwankungen unterworfen sind.

    • In unserer Sortierung geht es mit der Romantik (1795 – 1848) los. Hierbei wurde insbesondere das Mystische und Märchenhafte in die Texte eingebunden.
    • Im Biedermeier (1815 – 1850) versuchten die Schriftsteller das bescheidene, ruhige Leben darzustellen. Die Texte wirken daher oftmals konservativ und unscheinbar.
    • Im Realismus (1848 – 1890) stand auch primär das Bürgertum im Fokus des literarischen Interesses. Allerdings ging es darum, die Wirklichkeit möglichst realistisch darzustellen. Um die Leserschaft nicht abzuschrecken, wurden die hässlichen Aspekte des menschlichen Daseins allerdings verklärt, d.h. literarisch umgeformt.
    • Während des Naturalismus (1880 – 1890) wurden nun auch die Schattenseiten des Lebens beleuchtet. Tod, Krankheit und Wahnsinn wurden in die Werke mit eingebunden.
    • Das all umfassende Ereignis zur Zeit des Expressionismus (1910 – 1925) war der Erste Weltkrieg (1914 – 1918). Die anfängliche Kriegseuphorie verflog aufgrund des zermürbenden Stellungskrieges rasch. Übrig blieben desillusionierte Schriftsteller, die zunehmend kriegskritisch wurden. Die Weimarer Republik existierte zwischen den großen Weltkriegen.
    • Die Neue Sachlichkeit (1920 – 1930) wurde prägend für diese Zeit. Es ging um das nüchterne, pragmatische Erfassen der vorliegenden Umstände.
  • Vergleiche die beiden Stadt-Gedichte.

    Tipps

    Beide Gedichte behandeln das Thema „Stadt“. Welche Unterschiede fallen dir auf? Wie ist die Stimmung in den Gedichten?

    Baal ist im historischen Christentum ein Dämon (überirdisches Wesen).

    Die Gedichte stammen aus verschiedenen Jahrhunderten: Die Stadt ist von 1852, Der Gott der Stadt von 1910.

    Lösung

    Das Leben in der Stadt war und ist für viele Schriftsteller/innen ein beliebtes und facettenreiches Thema. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts verfasste Theodor Storm sein berühmtes Gedicht Die Stadt aus Liebe zu seinem Heimatort Husum. Das Gedicht besticht durch seine schlichten und einfachen Schilderungen der Natur in den ersten beiden Strophen. Das Leben in der geschilderten Stadt wirkt eintönig und monoton. Die Szenerie wird aber durch die dritte Strophe aufgebrochen: Das lyrische Ich erinnert sich an seine Kindheit in der Stadt. Somit gibt es eine subjektive Wendung ins Positive. Das Gedicht poetisiert somit die Wirklichkeit und ist keine reine Abbildung der Küstenstadt. Es ist eindeutig dem Realismus zuzuordnen.

    Georg Heym verfasste 1910 sein Gedicht Der Gott der Stadt. Der Gott der beschriebenen Stadt ist Baal, ein vorzeitlicher Dämon. In dem Gedicht werden die Schattenseiten der Verstädterung angesprochen. Es geht um Anonymität, ungebremste Ausdehnung von Städten sowie deren negative Auswirkungen auf die Natur. Das Gedicht ist dem Expressionismus zuzuordnen: Die Großstadt, vor allem Berlin, fasziniert die Dichter und Schriftsteller jener Zeit. Wie auch heute war das Leben in einer großen Stadt durch Gegensätze geprägt. Einerseits bot die Stadt Arbeitsmöglichkeiten und Raum zur Selbstverwirklichung, anderseits herrschte besonders in den niederen Bevölkerungsschichten Armut und Elend.

    Text 1: Heym, Georg: Der Gott der Stadt. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-2980/30 [25.04.2017] Text 2: Storm, Theodor: Die Stadt. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/theodor-storm-gedichte-3485/18 [25.04.2017]