Die römische Familie
- Die römische Familie
- Was bedeutete „Familie“ im Alten Rom?
- Der pater familias – der Herr im Haus
- Die Mutter – die Herrin des Hauses
- Die Kinder
- Sklaven gehörten zur Familie
in nur 12 Minuten? Du willst ganz einfach ein neues
Thema lernen in nur 12 Minuten?
-
5 Minuten verstehen
Unsere Videos erklären Ihrem Kind Themen anschaulich und verständlich.
92%der Schüler*innen hilft sofatutor beim selbstständigen Lernen. -
5 Minuten üben
Mit Übungen und Lernspielen festigt Ihr Kind das neue Wissen spielerisch.
93%der Schüler*innen haben ihre Noten in mindestens einem Fach verbessert. -
2 Minuten Fragen stellen
Hat Ihr Kind Fragen, kann es diese im Chat oder in der Fragenbox stellen.
94%der Schüler*innen hilft sofatutor beim Verstehen von Unterrichtsinhalten.
Lerntext zum Thema Die römische Familie
Die römische Familie
Wer entscheidet bei dir zu Hause, wann du ins Bett gehst oder was es zum Abendessen gibt? Wahrscheinlich reden deine Eltern und du gemeinsam darüber. Im Alten Rom war das ganz anders. Dort hatte eine einzige Person fast die gesamte Macht in der Familie: der Vater.
Eine römische Familie sah außerdem anders aus, als du vielleicht denkst. Wer gehörte alles dazu? Warum hatten die Väter so viel Macht? Und wie lebten die Mütter, die Kinder und die Sklavinnen und Sklaven? Das erfährst du in diesem Text.
Das lateinische Wort familia umfasste im Alten Rom mehr Personen als heute. Dazu gehörten nicht nur die Eltern und Kinder, sondern auch alle Sklavinnen und Sklaven, die im Haus lebten und arbeiteten.
Was bedeutete „Familie“ im Alten Rom?
Heute meinen wir mit „Familie“ meistens Eltern, Kinder und Verwandte. Im Alten Rom war das anders: Zur familia zählten alle Menschen und Dinge, die zu einem Haushalt gehörten. Das waren die Eltern, die Kinder, manchmal weitere Verwandte – und eben auch die Sklaven. Sogar das Haus, das Geld und das Vieh gehörten dazu.
An der Spitze dieser großen Hausgemeinschaft stand immer ein Mann: der Vater.
Zu einer römischen Familie gehörten Eltern (pater und mater), Kinder (frater und soror) und die Sklavinnen und Sklaven des Hauses (serva und servus).
Der pater familias – der Herr im Haus
Der Vater war das Oberhaupt der Familie. Man nannte ihn pater familias, das heißt übersetzt „Vater der Familie“. Er traf alle wichtigen Entscheidungen und bestimmte über alle Mitglieder seines Haushalts.
Nach altem römischem Recht besaß er eine sehr weitreichende Macht. Er durfte über Land, Besitz und Vermögen der familia frei verfügen. Er hatte außerdem eine große Entscheidungsgewalt über seine Familienmitglieder: Im äußersten Fall entschied er sogar über Leben und Tod. Im Alltag kam das aber so gut wie nie vor. Meistens kümmerte sich der pater familias darum, dass es der Familie gut ging, dass genug Geld da war und dass die Kinder gut erzogen wurden.
Die Mutter – die Herrin des Hauses
Die Mutter wurde mater familias genannt. Sie leitete den Haushalt, kümmerte sich um die Kinder und leitete die Sklavinnen und Sklaven an, die im Haus arbeiteten. In der Familie hatte sie ein hohes Ansehen.
Römerinnen hatten außerdem mehr Freiheit als viele Frauen im antiken Griechenland: Sie konnten sich in der Stadt frei bewegen, einkaufen gehen oder Feste besuchen. Politisch mitbestimmen durften sie aber nicht. Frauen durften nicht wählen und kein politisches Amt übernehmen. In wichtigen rechtlichen Dingen stand immer ein Mann über ihnen: entweder der Ehemann oder der Vater.
Die Kinder
Kleine Kinder trugen ein Amulett um den Hals, die Bulla. Es sollte sie vor Unglück schützen. Wie alle Kinder spielten auch die Kinder in Rom schon mit ganz unterschiedlichen Spielsachen: Wagen aus Holz, Puppen, Murmeln, Kreisel oder Puzzles und Brettspiele. Römische Kinder liebten auch Ball-, Lauf- und Fangspiele. Schulen gab es auch damals schon, aber nicht für alle Kinder. Bei der Erziehung gab es große Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen:
- Jungen lernten lesen, schreiben und rechnen, oft bei einem Lehrer. Reiche Familien hatten dafür sogar einen gebildeten Sklaven, der den Jungen auch die griechische Sprache beibrachte. Wurde ein Junge etwa 16 Jahre alt, galt er als erwachsen und durfte die toga virilis tragen, die Toga der Männer.
- Mädchen lernten vor allem, einen Haushalt zu führen. Sie heirateten oft schon sehr jung, manchmal mit zwölf oder 14 Jahren.
Sklaven gehörten zur Familie
Wie im antiken Griechenland gab es auch in Rom Sklavinnen und Sklaven. Sie gehörten zur familia und waren das Eigentum des pater familias. Sklaven mussten im Haus, auf dem Feld oder in Werkstätten arbeiten und hatten keine eigenen Rechte. Für die Menschen damals war die Sklaverei etwas ganz Normales.
Wie hart das Leben der versklavten Menschen war, hing stark vom Besitzer und von ihrem Aufgabenbereich ab. Manche wurden schlecht behandelt und mussten schwerste Arbeit verrichten. Andere, zum Beispiel gebildete Sklaven, die als Lehrer arbeiteten, hatten es etwas besser. Nicht wenige Sklaven wurden nach einer gewissen Zeit auch freigelassen und wurde damit zu sogenannten Freigelassenen.
Wo wohnte eine römische Familie?
Wo eine Familie lebte, hing davon ab, wie reich sie war.
Reiche Familien wohnten in einem großen Stadthaus, Domus genannt. In seiner Mitte lag oft ein offener Innenhof. Ärmere Familien lebten dagegen in einfachen Wohnungen in mehrstöckigen Mietshäusern, den Insulae. Dort war es eng, laut und manchmal gefährlich, weil leicht ein Feuer ausbrechen konnte.
In fast jedem Haus gab es einen kleinen Hausaltar. Dort verehrte die Familie ihre Hausgötter, die Laren und Penaten. Die Familie betete zu ihnen und bat sie um Schutz für das Haus.
Wusstest du schon? Ein römischer Mann hatte meist drei Namen, zum Beispiel Gaius Julius Caesar. Mädchen bekamen dagegen oft nur die weibliche Form des Familiennamens. Die Töchter der Familie Iulius hießen also alle Iulia – nur durch Zusätze wie „die Ältere“ oder „die Jüngere“ konnte man sie unterscheiden.
Die folgende Tabelle zeigt dir noch einmal, wer zu einer römischen Familie gehörte:
| Mitglied der Familie | Seine Rolle im Haus |
|---|---|
| pater familias (Vater) | Oberhaupt der Familie, bestimmte über alle |
| mater familias (Mutter) | leitete den Haushalt, hatte hohes Ansehen |
| Kinder | gehorchten dem Vater, wurden je nach Geschlecht erzogen |
| Sklaven | gehörten zur familia, mussten arbeiten |
Quiz – Familien damals und heute
Die römische Familie – Zusammenfassung
- Mit dem Wort familia meinten die Römer den ganzen Haushalt – also Eltern, Kinder und auch die Sklaven.
- An der Spitze stand der pater familias, der Vater. Er hatte eine sehr weitreichende Macht über die ganze Familie.
- Die mater familias (Mutter) leitete den Haushalt und hatte hohes Ansehen, durfte aber nicht politisch mitbestimmen.
- Jungen und Mädchen wurden unterschiedlich erzogen. Mädchen heirateten oft sehr jung.
- Sklaven gehörten zur Familie und waren das Eigentum des Vaters.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Die römische Familie
Die Zeit des Imperium Romanum – Überblick
Alltagsleben im antiken Rom
Augustus
Germanen und Römer
Die Römische Republik
Das Prinzipat – die Römische Kaiserzeit
Das Christentum im Römischen Reich
Gaius Julius Caesar
Das Imperium Karthago
Die Phönizier
Augustinus von Hippo
Spartakus
Die römische Familie
10'563
sofaheld-Level
6'600
vorgefertigte
Vokabeln
7'849
Lernvideos
37'480
Übungen
33'146
Arbeitsblätter
24h
Hilfe von Lehrkräften
Inhalte für alle Fächer und Schulstufen.
Von Expert*innen erstellt und angepasst an die Lehrpläne der Bundesländer.
Testphase jederzeit online beenden
Beliebteste Themen in Geschichte
- Alexander der Große
- Marie Antoinette
- Ermächtigungsgesetz
- Karl Der Große
- George Washington
- Katharina Die Große
- Französische Revolution
- Versailler Vertrag
- Stalin
- Hitler Geburtstag
- Wallenstein
- Martin Luther
- Vormärz
- Warschauer Pakt
- Paul Von Hindenburg
- Elizabeth Bowes-Lyon
- Weimarer Verfassung
- Watergate-Affäre
- Wiener Kongress
- Absolutismus
- Wer war Konrad Adenauer
- Vietnamkrieg
- Frauen In Der Französischen Revolution
- Gewaltenteilung
- Dolchstoßlegende
- Industrielle Revolution
- Deutscher Bund
- Ende 2. Weltkrieg
- Gründung Brd
- Gaius Julius Caesar
- Josef Stalin
- Oktoberrevolution
- Martin Luther King
- Mittelalterliche Stadt
- Queen Victoria
- Imperialismus
- Schwarzer Freitag
- Soziale Frage
- Was bedeutet Gleichschaltung
- Dante Alighieri
- Wannseekonferenz
- Verfassung 1871 Vorteile Nachteile
- Kapp-Putsch
- Erfindungen Industrialisierung
- Wollt Ihr Den Totalen Krieg
- Reichstagsbrand
- Hindenburg Zeppelin
- Nationalsozialismus
- NS Ideologie
- Puritaner
5 Minuten verstehen
5 Minuten üben
2 Minuten Fragen stellen