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„Die Weber“ – Inhaltsangabe (Hauptmann)

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Deutsch-Team

„Die Weber“ – Inhaltsangabe (Hauptmann)

lernst du in der Sekundarstufe 5. Klasse - 6. Klasse - 7. Klasse

Beschreibung „Die Weber“ – Inhaltsangabe (Hauptmann)

Wie entsteht ein Aufstand, eine Revolution? Lerne in diesem Video die missliche Situation der Weber aus dem gleichnamigen Drama von Gerhart Hauptmann kennen. Langsam aber sicher beginnen die Unterbezahlten sich zu wehren und riskieren damit ihr Leben. Der Inhalt des fünfaktigen Dramas wird dir hier verständlich und nachvollziehbar erzählt. Du wirst die Situation der Weber und die Entscheidungen der Figuren gut verstehen. Viel Spaß beim Schauen!

Transkript „Die Weber“ – Inhaltsangabe (Hauptmann)

Ihr Schurken all, ihr Satansbrut,
Ihr höllischen Dämone,
Ihr freßt der Armen Hab und Gut,
und Fluch wird euch zum Lohne.

“Das Blutgericht”

“Das Blutgericht” wird zur Hymne des Weber-Aufstands. An wen ist das Lied gerichtet und wie kommt es zu diesem Aufstand? Ein Tag Ende Mai im schlesischen Peterswaldau. Im Haus des Fabrikanten Dreißiger warten die zerlumpten, kraftlosen Weber-Familien auf den Lohn für ihre gewebten Stoffe. Doch die Ware wird von dem Assistenten Pfeifer genau untersucht, die Weber schikaniert und die Löhne gedrückt.

Nur der Weber Bäcker lässt sich nicht einschüchtern und argumentiert. Der kräftige junge Mann erhält schließlich den geforderten Lohn - allerdings wird er postwendend entlassen. Als ein kleiner Junge in Ohnmacht fällt, wirft Dreißiger den wütenden Webern ihren verantwortungslosen Lebenswandel vor. Dennoch werde er, der selbstlose Retter, weiteren 200 Webern einen Arbeitsplatz geben. Das führe natürlich zu einer Lohnkürzung für alle.

Der Soldat Moritz Jäger

Die Weber sind zu kraftlos für Einwände. Auch der alte Baumert. Auf dessen Rückkehr wartet in ärmlicher Behausung in Kaschbach hungrig seine fünfköpfige Weberfamilie. Der Vermieter Ansorge verweigert ihnen das Licht, da er einige Monate keine Miete erhalten hat.Der alte Baumert bringt Besuch mit: Den zurückgekehrten Soldaten Moritz Jäger, einst als Lebenskünstler bekannt. Alle staunen über sein selbstsicheres Auftreten und gesundes Aussehen.

Während er eine Flasche Schnaps unter den anwesenden Männern verteilt, erfährt Jäger Einzelheiten über die unwürdige, lebensbedrohliche Lage der Weber. Baumert findet, Jäger sei der richtige Mann für einen Aufstand: couragiert, gebildet, welterfahren, mit der Problemlage vertraut.

Die Entschlossenheit zum Kampf

Jäger ist voll betrunkener Begeisterung und liest aus dem Gedichttext “Das Blutgericht” vor. Dadurch wird den gebannt lauschenden Webern die Ungerechtigkeit ihre Lage vor Augen geführt. Ekstatisch sind sie entschlossen zum Kampf gegen die Verursacher ihres Elends.

Wenig später betreten der alte Baumert und Ansorge das Wirtshaus in Peterswaldau. Dort ist der Aufruf Dreißigers über die Lohnkürzung bereits Gesprächthema unter den Einheimischen. Schließlich geraten Bauern und Weber aneinander, weil der Förster Holzdieben die Axt weggenommen hat. Die Weber schimpfen - alle hätten es immer auf die sowieso schon Ärmsten abgesehen. Förster und Bauern verlassen daraufhin das Wirtshaus.

Junge Weberburschen sowie Jäger und Bäcker drängen singend hinein. Der Wirt Welzel möchte das “Blutgericht”-Lied nicht in seinem Haus - aber Bäcker will es sogar vor dem Hause Dreißigers singen. Der Schmied Wittig erzählt vom Geist der französischen Revolution gegen die Mächtigen. Die Stimmung ist fanatisch, als der Gendarm Kutsche hereinkommt. Er versucht, sich nicht von Wittig provozieren zu lassen.

Verbot des Weberliedes

Im Hinausgehen erklärt Kutsche, dass es verboten sei, das “Weberlied” öffentlich zu singen. Er erntet Spott und Gelächter dafür. Bäcker stimmt das verbotene Lied an. Singende Weber verlassen das Wirtshaus - Richtung Villa Dreißiger. Der Fabrikant Dreißiger hat gerade Besuch von Pastor Kittelhaus und Frau sowie von seinem Hauslehrer Weinhold, als sich draußen die Weber versammeln und singen.

Weinhold sympathisiert mit ihnen und wird sofort eines Besseren belehrt. Gendarm Kutsche führt den festgenommenen Moritz Jäger vor. Draußen werden Stimmen zu dessen Freigabe laut, aber der Polizeiverwalter will ihn ins Gefängnis bringen. Dreißiger ist froh über den Vorfall, denn jetzt werde die Regierung wohl endlich etwas zur Abhilfe der Webernot tun.

Die Befreiung des Moritz Jäger

Doch Pfeifer meldet erregt, dass Moritz Jäger befreit und die Gendarmen verjagt worden seien. Dreißiger und seine Besucher werden kleinlaut und ängstlich. Pastor Kittelhaus versucht, die Weber zur Vernunft zu bringen. Doch er wird nicht ernstgenommen. Die Weber fordern Pfeifer, der panisch mit Dreißiger flüchtet.

Scheiben zersplittern. Die Weber betreten das Haus und bewundern ehrfürchtig das elegante Inventar. Schließlich zertrümmern sie alles wütend. Bäcker erklärt, als Nächster sei Fabrikant Dittrichen dran, der die mechanischen Webstühle besitzt.

Die Weberfamilie Hilse

Dittrichens Fabrik ist in Langenbielau - sowie die Behausung der Weberfamilie Hilse. Der fromme Vater Hilse ist Invalide seit dem Krieg gegen Napoleon. Sohn Gottfried und dessen Frau Luise leiden unter den trostlosen Umständen.

Ihre Tochter Mielchen kehrt aus dem zerstörten Peterswaldau zurück. Sie hätte eigentlich Garn abgeben sollen, fand jedoch nur einen silbernen Löffel vor Dreißigers Haus. Der alte Hilse befiehlt, das Fundstück zur Polizei zu bringen, obwohl der Verkauf die Familie einige Zeit sättigen würde.

Verletzte und Tote beim Weberaufstand

Als Gottfried von dem nahenden Weberpulk hört, ist er begeistert. Doch der Vater verbietet ihm die Teilnahme. Die wütende Luise schließt sich den Aufständischen an. Das Militär naht. Erste Schüsse fallen. Es gibt bereits Verwundete und Tote. Der alte Hilse arbeitet weiter, während Gottfried sich jetzt doch mit einer Axt in die Menge stürzt. Kurz darauf saust eine Kugel durchs Fenster und verwundet Hilse tödlich.

Hier im Ort ist ein Gericht, Noch schlimmer als die Vehmen, Wo man nicht erst ein Urteil spricht Das Leben schnell zu nehmen.

“Das Blutgericht” gibt der bestehenden Ungerechtigkeit Ausdruck und erreicht bei den Webern den Mut zum Aufstand gegen die Fabrikanten.

„Die Weber“ – Inhaltsangabe (Hauptmann) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video „Die Weber“ – Inhaltsangabe (Hauptmann) kannst du es wiederholen und üben.
  • Bewerte die Aussagen zum Inhalt des Dramas „Die Weber“.

    Tipps

    Hauptmann stellt der Gruppe der Weber den Fabrikanten Dreißiger und den ehemaligen Weber Pfeifer als Widersacher gegenüber.

    Kannst du anhand dieser Strophe des „Blutgerichts“ erkennen, welche Bedeutung das Lied für die Weber hat?

    Kommt nun ein armer Webersmann,
    die Arbeit zu besehen,
    findt sich der kleinste Fehler dran,
    wird’s ihm gar schlecht ergehen.

    Lösung

    Mit dem Stück „Die Weber“ greift Gerhart Hauptmann eine historische Begebenheit auf. Am 8. Juni 1844 kam es in Schlesien tatsächlich zu einem Aufstand der Weber, die gewaltsam gegen die Fabrikanten und damit gegen ihre unmenschlichen Lebensbedingungen protestierten. Zitiert wird aus dem Blutgericht, einem Lied, das tatsächlich existiert und das zur Hymne des Weberaufstandes wurde.
    Besonders bedeutsam ist der Weberaufstand daher, weil er die Folgen der in Deutschland einsetzenden Industrialisierung zeigte. Auch hier sollte sich wie in England die Einführung der leistungsfähigen Maschinenwebstühle und Spinnmaschinen vollziehen, die für die in Heimarbeit tätigen Weber eine große Konkurrenz darstellten. Da die Weber zudem oftmals im Verlagssystem arbeiteten, sanken ihre Einnahmen drastisch, wodurch ihre Existenz nicht mehr gesichert war.

  • Bestimme die Handlung des Dramas „Die Weber“.

    Tipps

    Das Stück beginnt im Haus des Fabrikanten Dreißiger und endet mit dem Tod des Webers Hilse.

    Erst plündern die Weber die Villa des Fabrikanten Dreißiger. Danach machen sie sich auf zur Fabrik von Dittrichsen.

    Lösung

    Das Stück beginnt im Haus des Fabrikanten Dreißiger. Dort warten die Weber auf ihren Lohn. Dieser soll gekürzt werden, wodurch sich die seelische und materielle Not der Weber sowie die Existenzängste der Weber zeigen. Die Not wird noch einmal verschärft, indem Pfeifer weitere Lohnkürzungen ankündigt, da er weitere 200 Weber anstellen will.
    In der nächsten Szene liegt der Schwerpunkt auf dem Weber Baumert, auf den bereits seine hungrige fünfköpfige Familie wartet. Sein Vermieter Ansorge kündigt an, ihnen das Licht abzustellen, da Baumert bereits einige Monate mit der Zahlung der Miete im Verzug ist. Der ehemalige Soldat Moritz Jäger kommt hinzu und erfährt, in welcher prekären Lage sich die Weber befinden. Mithilfe des „Blutgerichts“ ermuntert er sie schließlich zu einem Aufstand.
    Der Aufstand beginnt bei dem Fabrikanten Dreißiger und endet in der Fabrik Dittrichsen. Hier wird der Aufstand der Weber vom Militär blutig niedergeschlagen.

  • Erkläre, welche Bedeutung das Lied „Das Blutgericht“ für den Weberaufstand hat.

    Tipps

    Warum haben die Weber nicht schon vorher einen Aufstand gewagt? Wer ist der erste, der den Webern durch „Das Blutgericht“ ihre ungerechte Lage vor Augen führt?

    Lösung

    Der Verfasser des „Blutgerichts“ ist unbekannt. Das Lied ist jedoch in Peterswaldau, wo auch das Stück „Die Weber“ spielt, sehr verbreitet. Auch ist in den Prozessakten über den Weberaufstand 1844 vermerkt, dass dieses Lied am Abend des 3. Juni 1844 vor dem Haus des Fabrikanten Zwanziger gesungen wurde. Also ganz ähnlich wie in Hauptmanns Stück „Die Weber“. Insofern ist die Einfluss dieses Liedes für den Weberaufstand, wie ihn auch Hauptmann deutlich macht, enorm.

    Quelle des Textauszugs: https://www.volksliederarchiv.de/hier-im-ort-ist-ein-gericht-das-blutgericht/ (Stand vom 04.02.2018)

  • Analysiere die Sprache und den Stil des Dramas „Die Weber“.

    Tipps

    „Die Weber“ ist ein Drama, in der auch erstmals das Kleinbürgertum und das Proletariat auftraten. Warum bediente sich Hauptmann dieser gesellschaftlichen Klassen?

    Nu ebens, ebens! Wo mag a ock bleiben, ihr Mädel?

    So spricht Mutter Baumert, die Ehefrau des Webers Baumert. Sprichst du auch so? Ist das Hochdeutsch oder klingt das eher nach Mundart, das heißt einer Abweichung der Standardsprache?

    Lösung

    Im Naturalismus ging es vor allem darum, die Wirklichkeit so real wie möglich wiederzugeben. Dazu gehört nicht nur eine ausführliche Schilderung der Lebensumstände, sondern vor allem auch der reale Sprachgebrauch. Das ist auch der Grund, warum Hauptmann die Familie Baumert im Dialekt reden lässt. Statt einer literarischen Sprache bedient er sich so dem wirklichen Sprachgebrauch des Proletariats. Er verzichtet somit gemäß des Naturalismus auf eine Poetisierung und Verschönerung des Tatsächlichen.

    Quelle des Textauszugs: http://gutenberg.spiegel.de/buch/die-weber-9199/5 (Stand vom 03.02.2018)

  • Beschreibe die Hauptfiguren des Dramas „Die Weber“.

    Tipps

    Der Weber Bäcker kann sich gegen Pfeifer durchsetzen, als dieser die Preise senken will.

    Dreißiger, Kittelhaus und Pfeifer sind die Gegenspieler der Weber.

    Lösung

    Pfeifer steht als Assistent des Fabrikanten Dreißiger auf der Seite der Kapitalisten. Während die Weber auf der anderen Seite eine Einheit bilden. Nicht zum Berufsstand der Weber gehörend, steht auch der Schmied Wittig auf der Seite der Weber, da er die Ideale der Französischen Revolution vertritt. Ebenso verhält es sich mit dem Anführer des Weberaufstandes Moritz Jäger, der zwar selber kein Weber ist, sich aber für eine Verbesserung derer Lebensverhältnisse stark macht.

  • Arbeite anhand des Zeitungsartikels heraus, wie das Stück „Die Weber“ auf den Zuschauer wirken kann.

    Tipps

    Ein Verriss ist eine destruktive Kritik bzw. Rezension. Was sagt dir das über den Ton des Artikels? Denkst du, er ist eher positiv oder negativ geschrieben?

    Der Sozialismus wurde von Marx und Engels als Theorie entwickelt, die dem Kommunismus vorausgeht. Das Ideal ist dabei eine Gesellschaftsform, die auf Gleichheit, Solidarität und Gerechtigkeit basiert.

    Lösung

    Der Verriss von „Die Weber“ in der Zeitschrift „Die Post“ spiegelt genau die Erklärung des Berliner Polizeipräsidenten wider, der bereits vierzehn Tage nach der Erstaufführung ein Aufführungsverbot des Dramas aussprach. Dieses begründet er ähnlich wie „Die Post“ damit, dass Hauptmann zu einem Klassenhass aufrufen würde, der durch die kraftvolle Schilderungen des Dramas sowie durch seine schauspielerische Darstellung noch mehr an Leben und Eindruck gewinnen würde. Jene sozialdemokratischen Teile der Bevölkerung könnten dieses Stück als Anlass für Demonstrationen nehmen.

    Quelle des Textauszugs: Bialkowski, Brigitte (u.a.) (2002): Facetten. Lese- und Arbeitsbuch Deutsch für die Oberstufe. Leipzig, S. 319.

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