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Bertolt Brecht – Leben und Werk

Erfahre alles über den Dramatiker und Schriftsteller Bertolt Brecht: Von seiner Kindheit in Augsburg bis zu seinen bedeutenden Werken wie Die Dreigroschenoper und Der gute Mensch von Sezuan. Interessiert? Das und vieles mehr findest du im folgenden Text!

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Die Autor*innen
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Deutsch-Team
Bertolt Brecht – Leben und Werk
lernst du in der Sekundarstufe 5. Klasse - 6. Klasse - 7. Klasse

Bertolt Brecht – Leben und Werk Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Bertolt Brecht – Leben und Werk kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe Brechts politische Einstellung und die daraus folgenden Konsequenzen für sein Leben.

    Tipps

    Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden links wie rechts radikale politische Gruppierungen, die sich gegenseitig bekämpften; man war beinahe gezwungen, eine Seite zu wählen.

    Lösung

    Brecht war schon zu früher Zeit ein Anhänger des Kommunismus, auch wenn er es zeit seines Lebens vermied, der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) beizutreten. Das linke politische Denken, das seinen ganzen Geist und damit seine Werke durchzog, war jedoch nicht überall gleich gern gesehen. So musste er mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten schließlich ins Exil gehen. Seine Bücher wurden verboten und verbrannt.

    Als er in die USA gelangte und sich als Drehbuchautor niederlassen wollte, kamen ihm wieder antikommunistische Ressentiments in die Quere: Die Stimmung war aufgrund des nahenden Kalten Kriegs und der globalen Zwei-Fronten-Politik antikommunistisch aufgeladen. Als Brecht schließlich wegen seiner Überzeugungen und Verwicklungen vor dem „Ausschuss für unamerikanische Umtriebe“ aussagen musste, ging er zurück nach Deutschland.

    Doch auch hier konnte er sich mit dem ostdeutschen Regime nicht richtig anfreunden: Brecht hatte seinen eigenen Kopf und Idealismus. Ihm blieben die Defizite der DDR nicht verborgen.

  • Fasse zusammen, welche bedeutenden Neuerungen Brecht in die Literatur einführte.

    Tipps

    Brecht brach mit alten Konventionen; er wollte Kunst erlebbar, verständlich und belehrend machen.

    Lösung

    Brecht war ein Revolutionär nicht nur in politischem Sinne. Auch in der Kunst kam es ihm darauf an, Dinge nicht nur zu machen, sondern anders zu machen. Er handelte dabei nach drei Prinzipien, die sich gegen die Konventionen wandten:

    • Kunst müsse verständlich für jeden sein. Auch Laien wie ungebildete Arbeiter sollten seine Werke verstehen.
    • Kunst solle immer einen Erkenntnisgewinn haben. In der Dichtung zeigte sich das anhand seines Begriffs der Gebrauchslyrik: Jedes Gedicht solle eine Erkenntnis mitteilen und offenbaren.
    • Kunst müsse zum Nachdenken anregen; denn allzu häufig wurde Kunst nur dazu genutzt, sich unterhalten zu lassen, um abzuschalten, um einen kathartischen Effekt zu erhalten. Doch Brecht postulierte, dass der Zuschauer nur lernen würde, wenn er sich nicht in die Fiktion des Stückes zurückziehen könne, sondern eine aktive Rolle einnehme. Er schuf daher das epische Theater und hob die Trennung zwischen Schauspieler, Musiker und Zuschauer auf.
  • Gliedere Brechts Leben in verschiedene Stationen.

    Tipps

    Brecht hatte ein bewegtes Leben: Aus Süddeutschland nach Norden, dann die Flucht vor den Nazis, Rundreise um Deutschland, Skandinavien, Sowjetunion, USA und schließlich die DDR.

    Lösung

    Brecht hatte ein bewegtes Leben – notgedrungen verließ er Deutschland und ging ins Exil. Doch seine Geschichte fängt 1898 in Augsburg an, wo er in einer wohlbehüteten, gutbürgerlichen Familie aufwächst. Er studiert in München, zieht nach Berlin und wird mit der „Dreigroschenoper“ erfolgreich. Am Tag nach dem Reichstagsbrand flieht er ins Ausland und landet in Skandinavien. Von dort zieht er weiter durch die Sowjetunion in die USA, von wo er aber erfolglos in die DDR nach Berlin zurückkehrt. Mit seiner Frau Helene Weigel gründet er dort das Berliner Ensemble. Nach Unstimmigkeiten mit der DDR-Regierung, auch verursacht durch seine Äußerungen zum 17. Juni 1953, stirbt Brecht am 14. August 1956.

  • Bestimme den Inhalt einiger berühmter Werke Brechts.

    Tipps

    Achte auf den Namen und die Rolle der Hauptfigur des Werkes: Hinweise auf sie oder das Herkunftsland sind meist im Titel enthalten.

    Lösung

    Brecht war ein begabter Dramenautor. Viele seiner Theaterstücke sind aufgrund ihrer Kunstfertigkeit und Aktualität auch heute noch häufig zu sehen. Er ist gleichzeitig der Erfinder des epischen Theaters, in dem er eine aktive Rolle für den Zuschauer fordert. Berühmte Stücke sind:

    • „Der gute Mensch von Sezuan“: Eine Prostituierte bekommt Götter zu Gast, die ihr etwas Geld für eine Tabakfabrik schenken; sie nimmt darin notleidende Menschen auf, wird aber nur ausgebeutet und daher schließlich selbst zur Ausbeuterin.
    • „Mutter Courage und ihre Kinder“: Eine Frau will im und mit dem 30-jährigen Krieg Geld verdienen und verliert dadurch ihre drei Kinder.
    • „Herr Puntila und sein Knecht Matti“: Ein finnischer Gutsbesitzer ist betrunken ein feiner Kerl, nüchtern jedoch ein Ausbeuter und Tyrann.
    • „Leben des Galilei“: Der Physiker Galileo Galilei verbessert ein Fernrohr, beweist das heliozentrische Weltbild und gerät damit an die Inquisition.
    • „Die Dreigroschenoper“*: Brechts erstes berühmtes Stück über den Konkurrenzkampf zwischen dem Haupt der Londoner Bettelmafia und einem Verbrecher.
    • Aber Brecht war auch ein begabter Lyriker, wie er in seinem Gedichtband „Buckower Elegien“, bestehend aus persönlichen Erfahrungen und politischen Meinungsäußerungen, unter Beweis stellte.

  • Bestimme, welches Stück von Brecht den größten Erfolg in der Weimarer Republik hatte.

    Tipps

    Nur die Mitwirkung des Komponisten Kurt Weill konnte dem Stück zu solch überragendem Erfolg verhelfen.

    Lösung

    Nur vier Jahre brauchte der junge Brecht, um sich in Berlin einen Namen zu machen und zu einem erfolgreichen Star der Theaterszene zu werden. Nachdem er bereits in München erste Erfolge als Theaterregisseur und auch Autor feiern konnte, brachte er in Berlin „Die Dreigroschenoper“ heraus, die 1928 uraufgeführt wurde. Den Erfolg hat Brecht jedoch auch dem Komponisten Kurt Weill zu verdanken. Denn das Stück war tatsächlich als Oper moderner Art angelegt und daher mit Musik umgesetzt.

  • Ordne den Werktiteln ein Genre zu.

    Tipps

    Die Stoffe und Genres glich Brecht immer auch seinem derzeitigen Standort an; so schrieb er in den USA Drehbücher, verfasste in der Sowjetunion Erzählungen, schrieb im Berlin der Weimarer Republik Musikschauspiele und in seiner Ostberliner Zeit Theaterstücke für das Berliner Ensemble.

    Lösung

    Bertolt Brecht war ein sehr vielseitiger Schriftsteller. Er versuchte sich nicht nur an allen gängigen Formaten und Genres. Er war gleichzeitig ein Avantgardist und schuf damit ganz neue Genres, die häufig ihre Wurzeln in historischen Vorbildern suchten.

    • So ist beispielsweise die „Moritat von Mackie Messer“ ein mittelalterliches Bänkellied, das Brecht für seine „Dreigroschenoper“ komponierte. Im Mittelalter erzählten fahrende Sänger auf Marktplätzen von Verbrechen, die sie anderswo gehört hatten, indem sie sich auf eine Bank stellten.
    • Brecht ließ sich auch immer von den Orten und den Kulturen beeinflussen, an denen er gerade verweilte. So versuchte er sich in Kalifornien an Drehbüchern und schuf zusammen mit John Wexley „Hangmen Also Die“.
    • Auf seiner Reise von Finnland durch die Sowjetunion verfasste er die Erzählung „Der Mantel des Ketzers“.
    • Seine berühmtesten Theaterstücke entstanden während seiner Ostberliner Zeit am Berliner Ensemble. Sein Gedichtband „Buckower Elegien“ fasst die Erfahrungen seiner langen und abenteuerlichen Lebensjahre zusammen. „Die Legende von der Entstehung des Buches Taoteking auf dem Weg des Laotse in die Emigration“ war schließlich eines seiner berühmtesten Gedichte.
    Daneben verfasste Brecht auch noch Hörspiele, Lehrstücke, Schüleropern, Kurzgeschichten und etliches mehr.