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„Die Verwandlung“ – Inhaltsangabe (Kafka)

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Deutsch-Team

„Die Verwandlung“ – Inhaltsangabe (Kafka)

lernst du in der Sekundarstufe 5. Klasse - 6. Klasse - 7. Klasse

Beschreibung „Die Verwandlung“ – Inhaltsangabe (Kafka)

"Die Verwandlung" ist eine von Franz Kafkas berühmtesten Erzählungen. Die Geschichte des Handelsreisenden Gregor Samsa, der eines Morgens in ein Insekt verwandelt aufwacht, hat es zu Weltruhm gebracht. Doch um was genau geht es in dieser Erzählung denn eigentlich? Worum geht es darüber hinaus und welche Handlungsstränge gibt es? Genau mit diesen Fragen werden wir uns in diesem Video beschäftigen. Viel Spaß beim Ansehen und viel Erfolg beim Lernen, wünscht euch dein Team von sofatutor!

Transkript „Die Verwandlung“ – Inhaltsangabe (Kafka)

„Die Verwandlung“ – Inhaltsangabe (Kafka)

“»Was ist mit mir geschehen?«, dachte er. Es war kein Traum.” Gregor Samsa ist als dicker, brauner Käfer erwacht. Jetzt liegt er auf seinem Bett und kann sich kaum bewegen. Warum dies so ist, wird Franz Kafka in seiner Erzählung nicht aufklären. Fest steht nur, es ist eine Tatsache und eben “Kein Traum”. Doch welche Konsequenzen hat diese Verwandlung und wie wird die Handlung von diesem Punkt an verlaufen? Genau dieser Frage werden wir uns in den nächsten Minuten etwas genauer widmen.

Der Handlungsreisende Gregor Samsa erwacht also eines Morgens in seinem Bett und ist in ein Ungeheuer verwandelt. Zu Beginn dieser Verwandlung hofft er noch darauf, dass sie nur von kurzer Dauer ist und er schon bald wieder als Mensch seinen Geschäften nachgehen kann. Da er auf seinem Rückenpanzer liegt und sich nicht bewegen kann, denkt er also zuerst über sein Leben nach. Dazu gehören sowohl seine Arbeit als Handelsreisender und Tuchhändler, aber auch seine Familie, die er alleine ernährt.

Sein Vater hat enorme Schulden und Gregor bezahlt diese ab. Außer ihm arbeitet niemand in der Familie. Und obwohl Gregor seine Arbeit am liebsten aufgeben würde, muss er sie weiterhin ausführen, um seine Familie zu ernähren.

Da er wegen seines verwandelten Aussehens nicht zur Arbeit geht, erscheint ein Prokurist bei Gregor in der Wohnung. Nachdem der Stellvertreter des Geschäftsinhabers darauf besteht Gregor zu sehen, kämpft sich dieser aus dem Bett und zeigt sich. Als der Prokurist ihn sieht, ergreift er die Flucht. Die Familie ist ebenfalls geschockt und sein Vater drängt ihn unter Gewaltandrohungen zurück ins Zimmer.

Es beginnt nun eine Phase, in der Gregor zunehmend tierische Züge annimmt und sich in sein Schicksal als Käfer ergibt. Er beginnt in Käfermanier an den Wänden entlang zu krabbeln und versteckt sich zusehends vor dem Rest der Familie. Diese arrangiert sich ebenso mit dem Zustand von Gregor. Die Schwester, zu welcher Gregor ein gutes und leicht erotisch-aufgeladenes Verhältnis hat, ist dafür zuständig, ihm täglich Essen ins Zimmer zu bringen. Auch sein Zimmer verändert sich nun. Mutter und Schwester entfernen die Möbel aus seinem Zimmer, damit er mehr Platz zum Krabbeln hat.

Als Gregor versucht ein Bild an seiner Wand vor der Mutter zu schützen, indem er sich daran klammert, fällt diese in Ohnmacht. Später kommt der Vater von seiner neuen Arbeit zurück und bewirft seinen Sohn zornig mit Äpfeln. Ein Apfel bleibt in Gregors Panzer stecken - die Stelle entzündet sich.

Die Verwundung macht Gregor sehr zu schaffen. Er kann kaum noch etwas essen, fühlt sich schlapp und er schrumpft immer mehr. Sein Zimmer wird von der Familie nur noch als Abstellzimmer genutzt. Um zu überleben haben alle drei, Vater, Mutter und Schwester einen Job angenommen und drei Untermieter einziehen lassen. Dieser Umstand isoliert Gregor noch mehr von seiner Familie. Geduldet wird er lediglich an Tagen, an denen alle Untermieter aus dem Haus sind. Dann lässt die Familie Gregor die Wohnzimmertür offen, damit er sich nicht alleine fühlt. Was natürlich trotz allem der Fall ist.

Als die Tür zu seinem Zimmer eines Tages versehentlich während der Anwesenheit der Untermieter offensteht, nutzt Gregor seine Chance und verlässt das Zimmer. Seine Schwester spielt Violine und er kann dem Klang nicht widerstehen. Als die Untermieter Gregor, den Käfer sehen, sind sie angeekelt und kündigen sofort. Damit hat Gregor zum zweiten Mal die finanzielle Basis der Familie zerstört. Die Familie hat nun endgültig genug von Gregors Käferdasein. Selbst seine Schwester, die bis dahin noch am ehesten so etwas wie Zuneigung zu ihrem Bruder gezeigt hat, wünscht sich, dass er verschwindet. Sie ist nicht einmal mehr fähig, ihn beim Namen zu nennen und betitelt ihn lediglich mit “es”.

Desillusioniert, traurig und gebrochen kehrt Gregor in sein Zimmer zurück. Mitterweile hat er die Größe eines normalen Käfers erreicht. Er stirbt vor Sonnenaufgang und seine Käferhülle wird am nächsten Morgen von der Haushaltsdienerin gefunden und entfernt.

Gregor ist tot, doch die Erzählung endet mit seiner Familie, die einen Ausflug vor die Stadt macht. Sie reden über künftige Pläne, einen Umzug sowie die Hochzeit der Tochter.

“»Und jetzt?« fragte sich Gregor und sah sich im Dunkeln um.” Gregor Samsas letzte Worten werden durch das Ende der Erzählung beantwortet: Das Leben geht weiter, nur jetzt ohne ihn. Eine Art düsteres Happy End, wie es für Kafka typisch ist. Die Hauptfigur unterliegt, gedemütigt und hilflos. Gregor ist kein Mensch mehr, er ist vollends ein Ungeziefer, seine Familie jedoch blüht auf.

3 Kommentare

3 Kommentare
  1. ist das alles war

    Von Cumaak, vor mehr als 3 Jahren
  2. Hallo Green Spirit, super, dass es dir gefällt! Wir produzieren fleißig weitere Literaturvideos!

    Von Prisca P., vor mehr als 7 Jahren
  3. Herzlichen Dank, dein Video ist so toll gemacht, dass die Handlung der "Verwandlung" so richtig unter die Haut geht. Ja, das düstere Happy End ist wirklich sehr typisch für Kafka, eben so richtig kafkaesk. Mit vielen weiteren Literatur-Videos wirst du vielen Sofatutorianern eine große Freude machen. Nochmals Danke!!!

    Von Green Spirit, vor mehr als 7 Jahren

„Die Verwandlung“ – Inhaltsangabe (Kafka) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video „Die Verwandlung“ – Inhaltsangabe (Kafka) kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe die Ausgangssituation der Handlung in Kafkas „Die Verwandlung“.

    Tipps

    Gesucht ist natürlich ein Tier. Kafka bezeichnete dieses auch als „Ungeziefer“.

    Lösung

    Die Handlung von Kafkas „Die Verwandlung“ beginnt damit, dass Gregor beim Aufwachen feststellt, dass er sich in einen Käfer verwandelt hat - wie im Video gut zu erkennen ist. Wie Gregor selbst und seine Familie damit umgehen, das bildet den Kern der folgenden Handlung.

  • Erläutere den Handlungsverlauf von Franz Kafkas „Die Verwandlung“.

    Tipps

    Versuche zuerst festzulegen, was Anfangs- und Endpunkt der Handlung sind. So kannst du die restliche Handlung leichter einordnen.

    Zwei Konflikte sowie die finanzielle Situation der Familie sind wesentliche Elemente der Handlung. Ein erster Konflikt entsteht zwischen Gregor und seiner Mutter. Der zweite Konflikt bricht aus, als Gregor trotz der Anwesenheit der Untermieter sein Zimmer verlässt.

    Gregor akzeptiert sein Käferdasein relativ schnell.

    Lösung

    Gregors neues Dasein als Käfer, der Umgang damit sowie die neue finanzielle Situation der Familie prägen thematisch die Handlung des Romans „Die Verwandlung“.

    Gregor Samsa hat sich in einen Käfer verwandelt - so beginnt der Roman „Die Verwandlung“. Er verliert daraufhin seine Arbeit. Im Verlauf der Handlung akzeptieren Gregor und die Familie sein Käferdasein immer mehr.

    Ein erster Konflikt entsteht mit seiner Mutter, als diese ein Bild aus seinem Zimmer entfernen will und Gregors Reaktion als Angriff deutet.

    Die Familie wird finanziell immer selbständiger: Sie arbeiten und nehmen drei Untermieter auf. Da die finanzielle Absicherung zuvor Gregors Aufgabe war, wird sein Dasein immer mehr als unnütz empfunden.

    Es kommt zu einem zweiten offenen Konflikt, als Gregor trotz Anwesenheit der drei Untermieter sein Zimmer verlässt. Das Werk gipfelt in Gregors Tod, der von allen als Erleichterung empfunden wird. Das Leben geht ohne ihn weiter.

  • Erläutere, wie Gregor Samsas Familie mit seinem Dasein als Käfer umgeht.

    Tipps

    Überlege noch einmal, in welchem Verhältnis Gregor zu seiner Familie stand. Dabei spielen vor allem auch finanzielle Aspekte eine Rolle.

    Lösung

    Gregors Familie geht mit seinem Schicksal zunächst erschrocken, dann aber sehr pragmatisch um. Der finanzielle Aspekt ist größer als die Sorge um seinen Zustand: Da Gregor die Familie zuvor allein ernährt hatte, müssen sie nun selbst für ihre Absicherung sorgen. Das wiederum distanziert sie immer mehr von Gregor, der bald nur noch als unnützes Ungeziefer geduldet wird. Nachdem er die Familie erneut in finanzielle Not bringt, wünschen sie sich nur noch, dass er verschwindet. Als er schließlich stirbt, sind sie froh, dass sie die Last los sind.

  • Stelle einen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung einzelner Handlungsstränge in „Die Verwandlung“ her.

    Tipps

    Ruf dir die wesentlichen Konflikte noch einmal in Erinnerung. Der Hauptkonflikt betrifft die finanzielle Situation der Familie und Gregors Rolle dabei.

    Lösung

    Nahezu alle wichtigen Handlungsstränge des Romans lassen sich als Schema von Ursache und Wirkung darstellen. Wie die Beispiele zeigen, hat Gregors Verwandlung große Konsequenzen für seine Stellung innerhalb der Familie und deren finanzielle Lage.

  • Entscheide, von welcher Figur des Romans „Die Verwandlung“ die Aussage aus dem Hörbeispiel stammt.

    Tipps

    Anhand der Anrede kannst du schon mindestens eine Figur ausschließen.

    Lösung

    Das gehörte Zitat stammt vom Prokuristen, der Gregor Samsa besucht, als dieser nicht zur Arbeit erschienen ist. Der Prokurist ermahnt Gregor, aus seinem Zimmer zu kommen - ist dann aber bei dessen Anblick so erschrocken, dass er die Flucht ergreift.

  • Erläutere, worüber Gregor Samsa nach seiner Verwandlung reflektiert.

    Tipps

    Überlege, mit welchem Familienmitglied Gregor am meisten in einen Konflikt tritt.

    Lösung

    Nachdem sich Gregor Samsa in einen Käfer verwandelt hat, reflektiert er über sein Leben. Dabei wird schnell klar, dass sich Gregors Hauptkonflikt mit dem Vater abspielt. Die Schulden des Vaters machen Gregor zum Alleinernährer der Familie. Außerdem verhindert die Autorität des Vaters, dass Gregor ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben führen kann. Eigentlich würde Gregor nämlich gern seine Arbeit kündigen und frei und unabhängig leben. Stattdessen befindet er sich in einer doppelten Abhängigkeit: zu seiner Familie und zu seiner Arbeit. Erst als die Familie gezwungen ist, für sich selbst zu sorgen, zeigt sich, wie abhängig sie vorher von Gregor war.

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